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Verletzte rund um den Doberaner Kamp

Bad Doberan Verletzte rund um den Doberaner Kamp

Jugendrotkreuzler üben beim Kreisausscheid Erste Hilfe / Sie sind vor allem auf dem Schulhof im Einsatz

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Mimin Julia hat sich im Wald verlaufen. Es hatte stark geregnet. Die Jugendrotkreuzler aus Rövershagen können ihr helfen.

Quelle: Fotos: Anja Levien

Bad Doberan. Ob eine Schürfwunde oder ein Wespenstich – auf dem Schulhof passieren im Alltag viele Unfälle. Am Gymnasium Bad Doberan, an der Schule am See in Satow oder an der Europaschule Rövershagen ist für solche Fälle der Schulsanitätsdienst zur Stelle. Doch nicht nur da sind Jugendrotkreuzler im Einsatz. Etwa 300 werden beim Kreisverband Bad Doberan des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ausgebildet. 130 zeigten am Sonnabend in Bad Doberan beim Kreisausscheid an 13 Stationen, wie man Verbände anlegt, einen Notruf absetzt und Nasenbluten behandelt.

 

OZ-Bild

Die Kinder gehen ohne Vor- urteil ran. Sie sind da lockerer.“Maria Schult (25), Kreisleiterin Jugendrotkreuz

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Zwei Kinder haben sich im Wald verlaufen, es hat stark geregnet. Erschöpft liegen sie auf dem Boden. Hannes Zorn von der Europaschule Rövershagen übernimmt bei der Übung das Kommando. „Handschuhe anziehen“, sagt der 15-Jährige. „Dann trennen wir die beiden voneinander.“ Mimin Julia hat blaue Lippen. Ihre Jacke ist nass. Sie ist nicht verletzt. Die Rerikerin wird aufgefordert, ihre nasse Jacke auszuziehen, dann wird sie in die Rettungsdecke eingewickelt. „Was hast du für Hobbys“, fragt Hannes Zorn. Nur zögernd kommt eine kurze Antwort. Doch der 15-Jährige bleibt dran, fragt immer weiter. „Wir stellen ihr Fragen, damit sie wach bleibt“, erläutert Sven Kirschen.

Schiedsrichter Susann Junge und Henrik Lietfien sind zufrieden. „Die Gruppenführung war top, das Zusammenarbeiten hat gut geklappt“, lobt Susann Junge. Die Rövershäger haben Erfahrungen in Erste Hilfe. „In den Pausen müssen wir schon mal Schürfwunden verarzten“, erzählt Vanessa-Marie Müller (15). Erste Hilfe im Alltag würde vor allem in der Schule gebraucht, sagt Jugendrotkreuz-Kreisleiterin Maria Schult und verweist auf die Schulsanitätsdienste im Kreisverband. „Die behandeln Schürfwunden, setzen einen Notruf ab. Sie machen keinen perfekten Verband, aber sie helfen“, so die 25-Jährige.

Der Nachwuchs lerne nicht nur in der Schule, auch in Kindertagesstätten und Horten gebe es Gruppen, in denen der Rot-Kreuz-Gedanke vermittelt werde. „Die Kinder gehen da ohne Vorurteile ran, sie sind lockerer“, sagt Schult.

Doch nicht nur Erste-Hilfe-Wissen ist beim Kreisausscheid gefragt, auch das Reaktionsvermögen und die Teambildung wird getestet. So sollen die Kinder beispielsweise eine Erbse auf einem Brett mit einem Hammer zerschlagen, die aus einem Rohr gerollt kommt. „Es zählt, dass wir alle hier sind und gemeinsam den Rot-Kreuz-Gedanken verfolgen und üben, was wir gelernt haben“, sagt Frank Schulz, Präsident des Kreisverbandes Bad Doberan.

Die Jugendrotkreuzler des Hortes der Lessinggrundschule legen gerade wie beim Memory Symbole zu den passenden Texten. So gehört das Bild vom Blutstropfen, zum Text „Deutsche Rote Hoffnung“.

Hintergrund des Spiels ist die neue DRK-Kampagne „Zeichen setzen.“ „Wir wollen über die neuen Zeichen ins Gespräch kommen und zeigen, was hinter dem Deutschen Roten Kreuz steckt“, erläutert Susann Wieland vom DRK-Kreisverband. Denn neben dem Blutspendedienst ist das DRK auch in Krisengebieten im Einsatz, organisiert Ferienfreizeiten oder engagiert sich in der Versorgung sozial schwacher Menschen. Beim Puzzeln gibt’s für die Hortkinder volle Punktzahl. Betreuerin Antje Jentzen klatscht mit den Kindern ab. Weiter geht’s zur nächsten Station.

Die Gewinner

13 Mannschaften haben in Bad Doberan beim Kreisausscheid ihr Wissen in Rotkreuzgeschichte und Erste Hilfe gezeigt. Die Schwaaner Kita Warnowkrümel belegte bei den Kitas den ersten Platz, gefolgt vom Schwalbennest aus Kritzmow und den Schwaanenkindern aus Schwaan. Bei der Altersstufe 6 bis 10 Jahre gewann der Lessinghort. Den zweiten Platz holte sich die JRK-Gruppe der Schule Kröpelin, den dritten belegte der Schwaaner Hort Warnowkrümel. Bei den 13- bis 16 Jährigen siegte der Schulsanitätsdienst der Europaschule Rövershagen gefolgt von der Wasserwacht und dem Gymnasium Bad Doberan.

Anja Levien

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