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Vogelschau zeigt flatterhafte Exoten

Satow Vogelschau zeigt flatterhafte Exoten

Ausstellung mit 80 Vogelarten in Mehrzweckhalle in Satow / Zuchtrichter Lothar Schröder bewertet 85 Tiere

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Zuchtrichter Lothar Schröder bewertet die Nymphensittiche nach Haltung, Gefiederzustand, Schnabel, Kralle und Haube.

Satow. Ein Zwitschern und Pfeifen empfängt die Besucher der Ziergeflügel- und Exotenschau in der Mehrzweckhalle in Satow. Lothar Schröder sitzt konzentriert vor vier Käfigen. Der Vorsitzende des Rassegeflügel- und Vogelvereins Satow und Umgebung ist auch Zuchtrichter. Mit einem Holzstab stubst er den Nymphensittich im Käfig an, damit dieser auf die Stange geht.

OZ-Bild

Ausstellung mit 80 Vogelarten in Mehrzweckhalle in Satow / Zuchtrichter Lothar Schröder bewertet 85 Tiere

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Vogelschau mit 80 Arten

80 Vogelarten waren in Satow in der Mehrzweckhalle zu sehen, darunter Wellensittiche, Zebrafinken, Diamanttäubchen und Madagaskarweber. Organisiert wurde die Vogelschau vom Rassegeflügel- und Vogelverein Satow und Umgebung, der zehn Mitglieder zählt. Seit 41 Jahren ist die Interessengemeinschaft „Ziergeflügel, Exoten und Kanarien“ aktiv, die zum Verein gehört.

„Sonst ist es schwierig, die Haltung zu bewerten“, sagt Lothar Schröder, der 85 Tiere zu bewerten hat.

Beim Nymphensittich achtet er auf Körpergröße, Füße, Schnabel, Haube und Gefiederzustand. 80 Vogelarten sind am Wochenende ausgestellt. Lothar Schröder sucht den besten Vogel der Schau und das beste Männchen und Weibchen einer Vogelart.

„Ich habe schon mal 300 Vögel an einem Tag bewertet. Das geht an die Substanz“, sagt Lothar Schröder und schaut sich den Nymphensittich vor ihm an. Seit zwei Stunden ist er nun schon am Bewerten, alle paar Minuten werden neue Käfige vor ihm hingestellt. „Hier der Jungvogel wächst noch, könnte kräftiger sein“, bemängelt er. Aber: „Die Haube ist wunderbar.“ 87 Punkte schreibt er auf einen Zettel, der am Käfig festgemacht wird. Das entspricht einem „Sehr gut“. Ab 90 Punkten gibt es ein „Vorzüglich“. Bis zu 100 Punkte kann der Zuchtrichter vergeben, habe er aber noch nie. „Niemand ist perfekt“, begründet Schröder. „Das Höchste waren mal 96 Punkte bei einem Goldfasan“, erinnert sich der Satower, der als einer von zwei Zuchtrichtern in den alten Bundesländern eine Zulassung für alle Vögel hat. Zwei bis drei Mal im Jahr sei er als Zuchtrichter im Land unterwegs. An diesem Sonnabend schafft es ein Nymphensittich auf 93 Punkte.

Nymphensittiche, Zebrafinke, Zwergwachteln und Wellensittiche hat Lothar Schröder schon bewertet. Jetzt sind die Lachtauben dran. Ein Blick und der Experte erkennt sofort: Der Gefiederzustand ist nicht in Ordnung. Mit dem Holzstab schaut er sich den Schwanz der Taube an. Eine Feder fällt heraus. „Die mausert.“ Punktabzug.

Thomas Hinrichs assistiert dem Vorsitzenden. Er selbst hat einen Papageien zur Schau mitgebracht, der jedoch nicht bewertet wird. Der Gelbbrustara sitzt im Eingangsbereich auf einem Holzzweig. Sagen tut er jedoch nichts. „Den habe ich geschenkt bekommen“, sagt Thomas Hinrichs und streicht dem Vogel über den Kopf. Sein Vorbesitzer hätte ihm die Flügel gestützt, er könne nicht fliegen.

Sechs weitere Papageien hat Thomas Hinrichs noch zu Hause und versucht zu züchten. Mit dem Nachwuchs bei Papageien sei das aber gar nicht so einfach. „Noch hat es nicht geklappt. Manche sitzen 20 Jahre zusammen und es passiert nichts“, sagt Thomas Hinrichs, der im Vogelzuchtverein Plau am See und Umgebung Mitglied ist. Die Tiere werden etwa achtzig Jahre alt. Bei einem Freund hätte es nach 18 Jahren mit dem Nachwuchs beim der Vogelzucht geklappt.

Ralf Sarunski hat es mit der Zucht mittlerweile aufgegeben. Der Platz reiche einfach nicht aus. In seiner Wohnung in Neubukow halte er noch zwei Wellensittiche. Die Schönheit der Tiere hatte ihn an der Zucht von Finken und Kanarienvögeln gereizt. „Finke sind quirlig und lebendig.“ Zudem sei er in Gerdshagen auf dem Land aufgewachsen. Dann habe man eine Verbindung zu Tieren.

Anja Levien

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