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Weniger Diebstähle, mehr Sexualdelikte

Güstrow Weniger Diebstähle, mehr Sexualdelikte

Straftaten im Landkreis nehmen insgesamt zu / 63,7 Prozent der Fälle aufgeklärt

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Es passiert immer mehr als bei der Polizei angezeigt wird.Uwe Coors Leiter Außenstelle Bad Doberan des Weißen Rings

Güstrow. Von Autoaufbrüchen in Heiligendamm und Kühlungsborn über Einbrüche wie in ein Einfamilienhaus in Steffenshagen bis hin zu Tresordiebstählen aus einer Bäckerei in Kühlungsborn oder dem Michaels-Werk in Kröpelin – die Zahl der Straftaten im Landkreis Rostock hat im vergangenen Jahr zugenommen. Wie Polizeisprecher Gert Frahm mitteilt, wurden 11

928 Strafdelikte erfasst, 4,6 Prozent mehr als noch 2015. Doch gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim könne der Kreis Rostock die geringste Kriminalitätsbelastung in Mecklenburg-Vorpommern vorweisen: 5579 Straftaten je 100000 Einwohner.

Eine Zunahme der Straftaten habe es vor allem bei Rohheitsdelikten, sonstigen Straftaten und im Bereich der Strafnebengesetze gegeben. Einfache Körperverletzung, Nötigung, Hausfriedensbruch aber auch Rauschgiftdelikte hätten zugenommen. Den höchsten prozentualen Anstieg weisen mit 54 Prozent die Sexualdelikte auf, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Kreises hervorgeht. Gab es 2015 im Landkreis noch 87 Fälle, waren es im vergangenen Jahr 134 Sexualstraftaten. Die Polizei führt dies auch auf ein verändertes Anzeigeverhalten zurück. Infolge einer verstärkten Sensibilisierung würden mehr derartige Sachverhalte öffentlich.

„Wenn das Problembewusstsein da ist, wird auch mehr angezeigt“, sagt Uwe Coors, Leiter der Außenstelle Bad Doberan des Weißen Ringes. Aber: „Es passiert immer mehr als bei der Polizei angezeigt wird.“ Bei der Opferberatung des Weißen Ringes sei die Zahl der Beratungen und Anrufe 2016 auf dem gleichen Niveau gewesen wie 2015. „Wir erfahren noch weniger als die Polizei. Nicht jedes Opfer meldet sich“, so Uwe Coors. Immer wieder komme es vor, dass die Betroffenen gar nichts vom Weißen Ring wüssten.

Insgesamt liegt die Aufklärungsquote im Landkreis Rostock mit 63,7 Prozent aller Straftaten knapp ein Prozent über dem Landesschnitt. Insgesamt 5047 Tatverdächtige wurden 2016 im Landkreis ermittelt.

582 davon sind nicht deutscher Herkunft und haben laut Polizei vor allem Rohheits- und Diebstahlsdelikte begangen.

Gestohlen wurde im vergangenen Jahr im Landkreis laut Statistik offensichtlich weniger. Die Fälle gingen von 4517 im Jahr 2015 auf 4287 Fälle zurück. Allerdings war dieser Rückgang nicht gleichmäßig verteilt.

Klar angestiegen – nämlich um 9,1 Prozent – ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Besonders betroffen waren hier Eigentümer von Einfamilienhäusern im Bereich des Amtes Rostocker Heide. Hier traten Tatverdächtige mit einer Serie von Einbrüchen auf. Dabei verschafften sich die Täter Zutritt in die Häuser, in dem sie die Fensterrahmen durchbohrten und anschließend den Fenstergriff öffneten. Die Serie, die bereits im Jahr 2015 begann und sich bis Mitte April 2016 hinzog, umfasst allein 90 Straftaten.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität wurden im Landkreis 555 Delikte festgestellt, 187 mehr als im Jahr 2015. Diese Zunahme resultiere aus den polizeilichen Kontrollen und den sich anschließenden Ermittlungen, die weitere Delikte zum Vorschein bringen, wie Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, erklärt.

Im Bereich der Straßenkriminalität, in dem alle Straftaten zusammengefasst werden, die sich im öffentlichen Bereich ereignen, ist auch 2016 ein Rückgang um 8,4 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass die für den Landkreis Rostock festgestellte geringste Kriminalitätsbelastung pro 100000 Einwohner im Land von den Bürgern positiv aufgenommen werde. Denn sowohl Kriminalitätsbelastung als auch die Straßenkriminalität könnten der Bevölkerung einen Anhaltspunkt für das subjektive Sicherheitsgefühl bieten.

Doris Kesselring und Anja Levien

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