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Ablehnung für Solarpark in Althof

Bad Doberan Ablehnung für Solarpark in Althof

Althöfer Verein appelliert an Stadtvertreter / Diese stimmen nach Diskussion gegen eine Photovoltaikanlage in der „Keimzelle“ Bad Doberans

Bad Doberan. Der Solarpark für Althof ist vom Tisch. Die Stadtvertreter haben sich am Montagabend gegen die Photovoltaik-Freiflächenanlage entlang der Bahngleise in dem Gründüngsort des Doberaner Klosters entschieden. Sie lehnten den dafür notwendigen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan ab. Damit wird gar nicht erst geprüft, ob ein Solarpark an dieser Stelle möglich wäre.

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Althöfer Verein appelliert an Stadtvertreter / Diese stimmen nach Diskussion gegen eine Photovoltaikanlage in der „Keimzelle“ Bad Doberans

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Joachim Frenkel vom Verein Althof hatte sich stellvertretend für den Verein in der Bürgersprechstunde gegen den Bau einer Photovoltaikanlage ausgesprochen. „Na klar besteht Einigkeit, dass wir alternative Energie wollen, wir wollen eine saubere Umwelt und dazu unseren Beitrag leisten“, sagt Joachim Frenkel. Doch wenn bei Windanlagen ein Mindestabstand zur Wohnbebauung gelte, sollte man das auch bei einem Solarpark berücksichtigen. „Die optische Beeinträchtigung ist immens. Uns ist kein Beispiel bekannt, wo es so eine gewaltige Anlage nahe einer Wohnbebauung gibt.“ Die Ortslage Althof sei zehn Hektar groß. Genauso groß solle der Solarpark werden. „Wir werden erschlagen.“ Auch um die Infrastruktur sorgt sich der Verein, denn einzig über den Scheunenweg könnte die Anlage gebaut und gewartet werden. Zudem liege das Areal im Landschaftschutzgebiet „Kühlung“.

Die Sonnenenergie Osterhof 15 GmbH und Co. KG hatte in Althof einen Solarpark geplant, mit dem 2000 Haushalte mit Sonnenenergie versorgt werden sollten. In 20 Jahren hätte die Stadt laut Osterhof-Mitarbeiter Michael Weder mit 300000 bis 700000 Euro Gewerbeeinnahmen rechnen können. Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass warb für den Aufstellungsbeschluss. Mit dem B-Planverfahren würden alle Bedenken aufgenommen, die Möglichkeit eines Solarparks mit Berücksichtung von Denkmal- und Naturschutz geprüft, die Öffentlichkeit würde beteiligt. Thomas Römhild (UDI) stimmte Norbert Sass zu. „Wir haben uns gegen Windanlagen ausgesprochen. Sie stören den Tourismus. Wenn jetzt auch gegen die Solaranlage gestimmt wird, verweigern wir uns gegen alternative Energien.“

Jochen Arenz (parteilos) wolle die Tür für einen Solarpark in Althof gar nicht erst aufmachen. „Althof ist ein Dorf, die Keimzelle Doberans. Da haben wir das Dorfleben, was wir in der Stadt nicht haben. Ich möchte so eine Anlage nicht haben“, so Arenz. „Das ist das Herz Bad Doberans. Das wäre ein immenser Schaden, der entsteht“, äußerte sich Beatrice Ehrler (Bürgerbund) in Bezug auf die Photovoltaikanlage.

Anja Levien

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