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Abriss der Schwimmhalle im Baltic Park gestartet

Kühlungsborn Abriss der Schwimmhalle im Baltic Park gestartet

Viel kritisierter Schandfleck in Kühlungsborn wird jetzt beseitigt

Kühlungsborn. Die Kröpeliner Firma Werges hat mit dem Abriss der ehemaligen Meerwasserschwimmhalle im Kühlungsborner Baltic Park begonnen. Nachdem Werges-Mitarbeiter Michael Grottke mit seinem Bagger am Dienstag zunächst den Anbau hinter der Halle beseitigte, nahm er gestern die Rückseite des Hauptgebäudes in Angriff.

Es sieht nach einem mühseligen Unterfangen aus. Nur in kleinen Schritten, Stück für Stück, frisst sich der stählerne Greifer ins Mauerwerk und reißt es in kleinen Teilen herunter.

Doch der Abrissbagger hat es nicht nur mit leichten Ziegelsteinen zu tun. Auch Eisenteile, Holzbalken und Betonpfähle müssen abgetragen werden.

Eine genaue Prognose, wie lange er für den Abriss des gesamten Gebäudes brauchen würde, konnte Grottke nicht abgeben. „Das ist nicht in ein paar Tagen erledigt“, meint der Baggerführer und erklärt, dass er vor Pfingsten kaum fertig sein würde. Dass mit dem Abriss begonnen wurde, wird in Kühlungsborn von verschiedenen Seiten grundsätzlich begrüßt. So sagt Bürgervorsteher Uwe Ziesig (parteilos):

„Es wird Zeit, dass der Schandfleck endlich verschwindet. Das hätten wir schon früher haben können, wenn wir nicht so lange Professor Wagner und seinen Plänen zum Bau einer neuen Schwimmhalle vertraut hätten.“

Christian Mothes von der Kühlungsborner Liste meint: „Ich juble nicht, dass wir eine Schwimmhalle abreißen, aber ich bin froh darüber, dass mit dem Abriss ein städtebaulicher Missstand beseitigt wird und von dieser Stelle dann auch keine Unfallgefahr mehr ausgeht.“

Auch vonseiten der eindeutigen Befürworter für einen Schwimmhallen-Neubau wird der Abriss als Chance gesehen.

Inge Hagen-Heyde, die Vorsitzende des Schwimmhallen-Fördervereins erklärt: „Jedes Ende ist auch ein Neuanfang. Wenn die alte Halle abgerissen ist, sollte man sich zügig damit beschäftigen, wie ein Neubau zustande kommt. Für den neuen Bürgermeister, der im Herbst gewählt wird, wird dies eine erste wichtige Aufgabe sein.“

Außerhalb des Bauzaunes, der rund um die Ruine aufgestellt wurde, bleiben gelegentlich Passanten stehen, um dem Bagger bei der Arbeit zuzusehen, darunter auch Urlauber wie Reiner und Rita Möller aus Oldenburg.

„Endlich verschwindet dieser hässliche Schandfleck. Nun hoffe ich aber, dass die Villa nebenan bald saniert wird und nicht auch eines Tages noch abgerissen werden muss, weil sie nicht mehr zu retten ist“, sagt Reiner Möller.

Wäre es nach den Terminwünschen der Stadtverwaltung gegangen, hätte der Abriss schon viel früher beginnen können. Bei der vergangenen Stadtvertreterversammlung Ende April erklärte Bauamtsleiterin Peggy Westphal, dass man noch auf eine Bestätigung von der Umweltbehörde des Landkreises warte, dass sich keine Fledermäuse mehr in der Ruine aufhalten. Dieses für den Abriss erforderliche Prozedere aber zog sich in die Länge.

Den Grund dafür erklärt Kay-Uwe Neumann, Referent des Landrates: „Hintergrund der Verzögerung ist die komplizierte Suche nach einem geeigneten Ersatzobjekt und dessen notwendige rechtliche Sicherung als Grundlage der Ausnahmegenehmigung.“

Im Genehmigungsverfahren sei es Aufgabe des Antragsstellers, etwaige Ersatzmaßnahmen zur Sicherung der Population der Art vorzunehmen und dies zu belegen.

„Die Suche nach einem geeigneten Objekt gestaltete sich in diesem Fall jedoch schwierig. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock hat den Antragsteller hierbei unterstützt. Schließlich konnte ein geeigneter Standort zur Ansiedlung einer Fledermauspopulation gefunden und somit eine einvernehmliche Lösung getroffen werden“, so Neumann.

Ob am alten Standort eines Tages eine neue Schwimmhalle gebaut wird, ist offen. Noch jedenfalls ist keine Neuausschreibung für ein solches Projekt erfolgt.

Rolf Barkhorn

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