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Aldi-Filiale verkauft: Doberan bekommt ein Kaufhaus

Bad Doberan Aldi-Filiale verkauft: Doberan bekommt ein Kaufhaus

Der Discounter an der Bundesstraße schließt Ende Dezember / Kaufhaus Stolz soll Ostern 2017 eröffnet werden / Vorhaben hat Befürworter und Kritiker

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Der Aldi-Markt an der B105 schließt zum Ende des Jahres. Die Kaufhaus Martin Stolz GmbH hat die Immobilie gekauft.

Quelle: Fotos: Anja Levien (3), Almut Jaeckel

Bad Doberan. Schon lange wünschen sich einige Bad Doberaner ein Kaufhaus. Standorte waren immer wieder im Gespräch – die leer stehende Ospa-Filiale in der Mollistraße oder auf der freien Fläche an der Nienhäger Chaussee neben Penny. Jetzt ist es Gewissheit: Kaufhaus Stolz zieht an die Rostocker Straße 10. Das Unternehmen hat die Immobilie, in der sich derzeit noch der Aldi-Markt befindet, gekauft.

„Wir schließen zum 31. Dezember. Neuer Eigentümer ist Kaufhaus Stolz“, teilt eine Aldi-Sprecherin mit. Gründe für die Aufgabe der Filiale nennt sie nicht. „Wir haben die Immobilie gekauft“, bestätigt auch Jürgen Wirths, Prokurist bei der Kaufhaus Martin Stolz GmbH. „Wir sind jetzt am prüfen, was geht und was nicht.“ Ostern 2017 wolle das Unternehmen die neue Filiale eröffnen. Gespräche mit der Stadt ständen noch an, baurechtlich umbauen wolle das Unternehmen die Immobilie aber nicht. „Wir wollen nach Bad Doberan. Das ist ein toller Standort mit Fremdenverkehr.“

Und warum zieht Kaufhaus Stolz nicht in die alte Ospa-Filiale in der Mollistraße? „Der Standort ist nicht schlecht, aber der Grundstückszuschnitt ist nicht das, was wir suchen“, erläutert Jürgen Wirths. Je mehr Stöcke ein Kaufhaus habe, desto mehr Kundenfrequenz gehe verloren. „Der Kunde möchte ebenerdig ein großzügiges Angebot.“ In Kühlungsborn, wo das Unternehmen eine mehrstöckige Filiale betreibt, herrschen andere Bedingungen. „Da ist eine hohe Frequenz.“ In Doberan gebe es mit dem nahe liegenden Ostseepark Sievershagen, in dem sich der Modepark Röther angesiedelt hat, einen Mittbewerber. „Wir haben keine Angst vor Konkurrenz, aber wir müssen uns richtig aufstellen“, so der Prokurist.

In der Aldi-Filiale gebe es etwa 750 Quadratmeter Verkaufsläche. „Uns ist der Aldi eigentlich zu klein, aber die Innenstadt ist fußläufig erreichbar.“ Und da der Standort an der Nienhäger Chaussee laut Jürgen Wirths nicht auf viele Befürworter traf, sei das ein guter Kompromiss.

Dass der Aldi schließt, finden Peter und Petra Wille nicht so schön. Die Rostocker gehen hier regelmäßig einkaufen, wenn sie vom Arzt kommen. „Ein Kaufhaus macht die Innenstadt kaputt. Dann laufen alle hierhin und die kleinen Geschäfte gehen ein“, befürchtet die 57-Jährige. „Die Markensachen, die Kaufhaus Stolz verkauft, haben wir hier auch am Markt“, sagt Marita Wohlgethan. Die kleinen Läden dürfen nicht untergehen, findet Anita Gahler. „Für die älteren Leute ist es gut, wenn das Angebot erweitert wird“, so die 37-Jährige. Der Standort sei mit dem großen Parkplatz angebracht für ein Kaufhaus. Auch Melitta Glewwe-Vick ist für ein Kaufhaus in Bad Doberan. „Doberan hat das Niveau einer ehemaligen Kreisstadt längst nicht mehr. Viele Läden haben in den letzten Jahren geschlossen. Der Buchenberg ist benachteiligt“, sagt die Bad Doberanerin. Sie würde sich freuen, wenn das Angebot erweitert würde. „Bad Doberan braucht ein Kaufhaus, aber der Standort ist nicht gut“, sagt Manfred Kohl und möchte den Aldimarkt, der geräumig sei und vor dem es viel Platz zum Parken gebe, nicht aufgeben. „In der Mollistraße, da wo die Sparkasse war, wäre das Kaufhaus angebracht. Da kommt jeder zu Fuß vorbei“, sagt der 64-Jährige.

An ein Kaufhaus kann sich Melitta Glewwe-Vick noch erinnern: Das jetzige Kaffeehaus auf dem Alexandrinenplatz. „Da hat man schöne Teile an Klamotten bekommen“, sagt sie. 1955 war Grundsteinlegung für das „Dobra“. Bis 2002 wurde das heute unter Denkmalschutz stehende Haus als Kaufhaus genutzt.

Anja Levien

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