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„Auf dem Balkon hat es angefangen zu brennen“

Kühlungsborn „Auf dem Balkon hat es angefangen zu brennen“

Kühlungsborn: Schneller Einsatz der Wehr verhinderte Brandausbreitung

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Nachbarin Natalia Wähnke (M.) rief die Polizei und kümmerte sich um die Kinder, die aus der Wohnung kamen – hier mit Brunhild Gieskow (l.) und Klaus Handschke.

Kühlungsborn. In der Umgebung heulen die Alarmsirenen, mehrere Löschzüge rücken aus, und über den bereits lodernden Flammen in Kühlungsborns Borgwardt-Straße Nr. 6 herrscht an diesem Donnerstagabend kurz vor acht noch eine ganz entspannte Feierabendruhe: „Meine Frau ist nach dem Abendbrot gerade nach oben gegangen, zum Fernsehen. Ich war am PC und habe die Daten von meiner heutigen Tour nach Hamburg – ich bin Reiseleiter – eingegeben“, schildert Mieter Klaus Handschke die Situation, bevor ein Kriminalpolizist klingelt. „Er holte meine Frau und mich wegen des Feuers unter uns aus der Wohnung. Die Familie, wo der Brand offenbar begonnen hat, war auch schon raus – auf deren Flur lag eine Matratze aus dem Kinderzimmer...“, ergänzt der Mann, der seit 2006 im Haus wohnt. Seine Frau Brunhild hat das Geschehene sichtbar mitgenommen, ihr Klaus hat noch Brand-Bilder vom sicheren Nachbargrundstück aus geschossen.

OZ-Bild

Kühlungsborn: Schneller Einsatz der Wehr verhinderte Brandausbreitung

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Hier wohnt auch ein Feuerwehrmann, der seinen Kameraden umgehend die Situation schildern konnte. Er meldete sofort „Feuer groß“, auch weil zunächst noch unklar war, wie viele Menschen weiter im brennenden Haus waren. Natalia Wähnke – eine weitere Anwohnerin – berichtet davon, dass sie die Polizei rief und die beiden Kinder aus der brennenden Wohnung, die im Schlafanzug ins Freie gelaufen kamen, zu sich holte.

„Als wir eintrafen, haben wir hier die beiden Balkone im Vollbrand erlebt. Das Feuer hat sich dann nach drinnen gefressen, konnte aber aber innen schnell gelöscht werden. In den beiden oberen Wohnungen gibt es erheblichen Rauchschaden, die untere Wohnung (eine Praxis für Ergotherapie) ist nicht betroffen. Die ist soweit in Ordnung“, berichtet nach den Löscharbeiten der Kühlungsborner Wehrführer und zweiter stellvertretende Kreisbrandmeister, Andreas Wegener. Zur Brandquelle sagt er lediglich: „Es ist wahrscheinlich, dass es auf dem Balkon angefangen hat zu brennen. Dort stehen ein Grill und ein Aschenbecher. Die Kripo ermittelt noch, aber ich kann jetzt schon sagen, es ist von außen nach innen gebrannt“. Verletzt wurde niemand. In der unmittelbar betroffenen Wohnung hielten sich nach Feuerwehrangaben beim Ausbruch des Brandes ein Mann und eine Frau mit zwei Kindern auf, über ihnen das ältere Ehepaar. Die Praxis unten sei nicht belegt gewesen.

Die OZ fragt einen aufgeregten jüngeren Mann, der der Feuerwehr angibt, zur betroffenen Familie zu gehören, ob er gegrillt hätte: „Es war ein Gasgrill, der hatte gar keinen Kontakt zur Elektrik. Er war den ganzen Winter nicht an, jetzt auch nicht...“, sagt er etwas durcheinander. Dann eilt er ins Haus. Aus dem kommt Kreisbrandmeister Mayk Tessin, der sofort nach Alarmauslösung in Steffenshagen ins Auto gesprungen und nach Kühlungsborn gefahren war. Er sagt zur OZ: „Die Feuerwehr Kühlungsborn hat wirklich effizient gearbeitet. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr ist eine weitere Brandausbreitung verhindert worden. Es ist ja zu sehen, dass das Gebäude weiter verwendbar ist, auch wenn zwei Wohnungen so verraucht wurden, dass sie sicherlich nicht mehr bewohnbar sind.“

Thomas Hoppe

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