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Bargeshäger machen Weg für moderne Windräder frei

Bargeshagen Bargeshäger machen Weg für moderne Windräder frei

Auf dem Messfeld bei Admannshagen sollen bestehende Exemplare durch neue, höhere „Repowering“-Anlagen ersetzt werden / Schutzabstände zu Ortschaften werden gewahrt

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Das Messfeld bei Admannshagen: Die alten Windräder sollen jetzt durch eine moderne „Repowering“-Anlage ersetzt werden.

Quelle: Lennart Plottke

Bargeshagen. Der Weg für den Bau von zunächst vier neuen Windrädern zwischen Admannshagen und Bargeshagen ist endgültig frei: Auf ihrer Sitzung am Montagabend stimmten die Gemeindevertreter einer Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms zu. Hierbei sollen Eignungsgebiete für Windenergie-Anlagen an die aktuell geltenden „Schutzabstände“ zu Wohngebieten angepasst werden.

„Es geht einfach um vorsorgliche Maßnahmen für den anstehenden Ersatz der alten Windparks durch moderne Anlagen“, erklärt Bargeshagens Bürgermeister Eduardo Catalán. Bereits vor zwei Jahren war die in Bargeshagen ansässige Firma Wind-Consult an die Gemeinde herangetreten, um mögliche bauliche Veränderungen auszuloten, so Catalán. Nach zähen Verhandlungen habe man letztlich eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden, meint das Gemeindeoberhaupt.

So werden auf dem Messfeld am Admannshäger Ortsrand zunächst vier der fünf vorhandenen Windräder ausgetauscht und durch moderne „Repowering“-Anlagen ersetzt — mit einer maximalen Nabenhöhe von 92 Metern. „Wir landen so bei einer Gesamthöhe von 150 Metern“, macht Städteplaner Ronald Mahnel deutlich. „Und nicht, wie eigentlich möglich, von 200 Metern.“

Und auch die Anzahl der Windräder würde sich nicht von fünf auf mögliche acht erhöhen, stellt Mahnel klar: „Das ist sowohl im überarbeiteten Bebauungs- als auch im leicht geänderten Flächennutzungsplan klar festgelegt.“

Im Vorfeld dieser Änderungen hatte es vor allem mit Blick auf die Höhenvorgaben heftige Diskussionen gegeben. „Die neuen Anlagen sollen von 55 Metern Nabenhöhe auf 92 Meter anwachsen“, sagte etwa der Admannshäger Matthias Zielasko, der in unmittelbarer Nähe wohnt. „Damit die Dinger auch ja auf das Gelände passen, wird der Bebauungsplan einfach mal so angepasst.“ Tatsächlich verrichteten auf dem Admannshäger Messfeld bislang fünf Windräder ihren Dienst, die nach dem ursprünglichen B-Plan eine Nabenhöhe von maximal 55 Metern nicht überschreiten durften.

Immerhin: Die jetzt im Raumentwicklungsprogramm vorgeschriebenen Schutzabstände zur Wohnbebauung werden auf dem Admannshäger Messfeld eingehalten (siehe Kasten). „In den vergangenen Monaten hat es keine weiteren Proteste von Anwohnern gegeben“, sagt Eduardo Catalán. „Ich denke, mit dem jetzt gefundenen Kompromiss können alle leben.“

Und auch neue Vorgaben des Deutschen Wetterdienstes stünden einem Austausch der Windräder nicht im Wege, ist Catalán überzeugt. Demnach befinde sich die Admannshäger Anlage innerhalb der 15-Kilometer-Abstandszone zum Wetterradar in Warnemünde — und dürfte deshalb eigentlich nicht mehr zugelassen werden. „Es gibt hier keine konkrete Vorschrift“, macht der Bürgermeister deutlich. „Für die jetzt vorgebrachten Bedenken gibt es nach unserer Auffassung keinerlei wissenschaftliche Begründungen.“

Abstände zur Wohnbebauung werden eingehalten

92 Meter — so hoch dürfen die Naben der neuen Windräder künftig sein.

150 Meter beträgt dann die maximal zulässige Gesamthöhe der Anlagen auf dem Messfeld — festgeschrieben per städtebaulichem Vertrag. Laut regionalem Raumentwicklungsprogramm wären auf dem „Eignungsgebiet“ sogar 200 Meter möglich gewesen.

1000 Meter beträgt der „Schutzabstand“ zur Siedlung Admannshagen Ausbau, zu den Orten Admannshagen, Bargeshagen und Neu Rethwisch sowie 800 Meter zum Einzelanwesen südlich Steinbeck und den Einzelhäusern bei Rabenhorst.

Von Lennart Plottke

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