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Börgerende Baustart mit Hindernissen

Baugenehmigung für Upstalsboom Waterkant Suites in Börgerende liegt noch immer nicht vor / Schläfriger Landkreis in der Kritik

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75 Suiten, 150 Betten: So werden die neuen Upstalsboom Waterkant Suites nach der Fertigstellung 2018 aussehen. Grafik: W&N Immobilien-Gruppe

Börgerende. Eigentlich ist alles angerichtet: Das Areal An der Waterkant hinterm Deich ist eingezäunt, die Bauflächen sind abgesteckt, Bagger stehen bereit – am Wochenende ist der offizielle Startschuss für den Bau der Upstalsboom Waterkant Suites in Börgerende gefallen. „Ein bisschen was ist hier schon passiert“, sagt Knud Wilden, Geschäftsführer der W&N Immobiliengesellschaft mbH, die die Vermarktung der 75 Suiten übernommen hat. „Immerhin wurde schon mal ein großes Loch gegraben.“

OZ-Bild

Baugenehmigung für Upstalsboom Waterkant Suites in Börgerende liegt noch immer nicht vor / Schläfriger Landkreis in der Kritik

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Geplanter Start: 2018

22 Millionen Euro soll das Gesamtprojekt inklusive Möblierung kosten.

150 Betten gibt es in den Upstalsboom Waterkant Suites.

75 Suiten werden zum Kauf angeboten.

5746 Quadratmeter misst das Baufeld insgesamt. 2018 soll der Hotelbetrieb starten.

Doch genau hier liegt das Problem: „Im Moment können wir nur ein bisschen buddeln“, sagt Wim ter Harmsel, Prokurist der Waterkant Suites GmbH. „Richtig Gas geben dürfen wir noch nicht.“ Denn noch immer läge die überarbeitete Baugenehmigung nicht vor, so ter Harmsel: „Mit einigermaßen Entsetzen haben wir diese Woche erfahren, dass der Landkreis seit sieben Monaten auf der Nachtragsgenehmigung rumhängt – trotz ständiger Zusagen, dass die Erteilung erfolgt, zuletzt Anfang Mai.“ Absurd: „Plötzlich wird festgestellt, dass die erforderlichen Unterlagen ans Gesundheitsamt ,aus Versehen’ nicht weitergeleitet wurden und sich das Ganze nochmal zwei bis drei Wochen verzögert.“ Dabei sei die Statik bereits fertiggestellt und werde sofort nach Vorlage der Baugenehmigung zur Prüfung eingereicht, macht ter Harmsel deutlich.

„Bei den baulichen Änderungen geht es lediglich um Kleinigkeiten im Kellerbereich sowie im Erdgeschoss“, ärgert sich auch Börgerendes Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos). „Ich appelliere eindringlich an den Landkreis, mit der Genehmigung mal langsam in die Puschen zu kommen – wir wollen so schnell wie möglich mit der Baustelle fertig werden.“ Denn zum einen seien von möglichen Verzögerungen 30 bis 40 Mitarbeiter betroffen, macht Hagemeister deutlich: „Andererseits ist die Eröffnung des neuen Upstalsboom Hotels ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zum Seebad-Status – die Zeit drängt.“

Da die Erdarbeiten etwa acht Wochen dauern werden, habe man sich entschieden, jetzt mit den bauvorbereitenden Maßnahmen zu beginnen, erklärt Wim ter Harmsel. Drei Erdschichten tief – ein Stockwerk – wird gegraben, um die Unterkellerung für die Tiefgarage zu schaffen. Hier wird es 75 Stellplätze geben, dazu 35 Abstellräume und Platz für die Haustechnik – etwa für das Schwimmbad und die Saunalandschaft. Dabei werden 20000 Kubikmeter Erde abgetragen.

„Zwei Bagger werden für die Bodenarbeiten ausreichen“, meint Leon Kunst, Projektleiter der Upstalsboom Waterkant Suites GmbH. „Wenn keine archäologischen Funde oder ähnliche Überraschungen auftreten, dauert der Aushub etwa zwei bis drei Monate.“ Sobald die Tiefbauarbeiten abgeschlossen seien, beginnen die Installationen für die Entwässerung, so Kunst. „Leitungen und Bodenplatten werden verlegt.

Dabei nehmen die technischen Anlagen des Spa-Bereichs allein rund 50 Quadratmeter der Nutzfläche ein.“ Im Anschluss können – voraussichtlich im Sommer – die Hochbauarbeiten beginnen.

Das neue Hotel besteht ausschließlich aus Suiten und wird künftig von der Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH & Co. KG betrieben, die rund 70 Hotel- und Ferienanlagen an der Ost- und Nordsee betreut.

„Durch das Konzept des Suitenhotels ist die Realisierung eines Hotels nun möglich geworden, das die touristische Infrastruktur und Wirtschaft von Börgerende nachhaltig stärkt“, erläutert Knud Wilden.

„Neben neuen Arbeitsplätzen wird es hier auch Gastronomie, Kultur- und Freizeitangebote für Hotelgäste und die Öffentlichkeit geben.“

Das Suiten-Konzept und die Art der Finanzierung seien nicht neu, sondern lange bewährt, so Wilden: „Wir haben hier alles auf den Standort zugeschnitten: die Größe, die Architektur, den Stil und die Angebote – wie etwa das Restaurant mit Sonnenterrasse oder den Spa-Bereich mit Pool.“ Beide Einrichtungen sollen auch den Einheimischen und benachbarten Ferienapartments offen stehen.

„Früher stand hier das FDGB-Ferienheim ,Waterkant’“, erinnert sich Horst Hagemeister. „Da war bis zur Wende auch richtig Leben drin.“ Nach dem Abriss des verfallenen Gebäudes im Jahr 2008 habe die Gemeinde lange nach einem geeigneten Konzept für diesen einmaligen Standort gesucht: „Wenn das Upstalsboom Hotel wie geplant Anfang 2018 den Betrieb aufnimmt, haben wir es hoffentlich gefunden.“

Lennart Plottke

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