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Bad Doberan Doberan rüstet für Klimaschutz um

Neue LED-Technik auf der Seebrücke Heiligendamm spart 70 Prozent Energie / Stadt schiebt weitere Projekte an

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Laternen befinden sich am Anfang und Ende der Seebrücke in Heiligendamm. Mittig ist die Beleuchtung im Handlauf angebracht.

Quelle: Ute Busse

Bad Doberan. Die Seebrücke in Heiligendamm leuchtet seit Dezember in LED-Licht und das Wohngebiet Kammerhof in Bad Doberan wird mit Fernwärme versorgt. Um Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern, sind einige Projekte in Bad Doberan umgesetzt und angeschoben worden. Jährlich gibt die Stadt noch mehr als 300000 Euro für Strom aus. Zu viel, sagt Stadtvertreter Thomas Römhild (UDI) und hat noch mehr Ideen, um Energie zu sparen.

„Mein Anliegen und das der Stadtvertretung ist es, energiesparende Maßnahmen zu ergreifen, dass es zu einer CO2-Neutralität in der Kommune kommt“, sagt Thomas Römhild, Professor für Gebäudeklima und Lichttechnik an der Hochschule Wismar. Er wolle jetzt nicht den Molli auf Elektro umstellen, aber wenn man mehr alternative Energie erzeugt, als man verbraucht, könne man eine Neutralität erreichen. „Das erste Gebot ist es, den Energieverbrauch insgesamt zu reduzieren, dazu gehört es, ein Bewusstsein zu entwickeln.“

Mit der Umrüstung der Seebrücke Heiligendamm auf nachhaltige Beleuchtung werde schlagartig 70 Prozent Energie gespart, sagt Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass. Das Projekt, für dessen Lichtdesign Thomas Römhild verantwortlich zeichnet, ist ein Vorzeigeprojekt in der Branche. Viele Fachzeitschriften hätten es schon vorgestellt, sagt Sass. Die Gesamtkosten von etwa 90 000 Euro wurden zur Hälfte gefördert. „Die Beleuchtung der Wasseroberfläche unmittelbar an der Seebrücke wurde minimiert“, erläutert Ute Busse vom Stadtplanungsamt. Die Leuchten wurden in das Geländer installiert. Nur am Anfang und Ende der Seebrücke stehen moderne Laternenmasten. „Die Beleuchtung ist jetzt besser, der Blick aufs Meer nicht mehr geblendet“, sagt Sass, der jetzt die Straßenlaternen in Bad Doberan im Blick hat.

Hintergrund: Eine Umrüstung auf LED-Technik von Anlagen, die nach der Wende erschlossen wurden, könne die Stadt sich fördern lassen, erläutert Norbert Sass. Bis zu 70 Prozent Förderung könne man bekommen, wenn man nachweist, dass man Energie spart. Dazu sei er gerade in Gesprächen mit den Stadtwerken Rostock. Straßenlaternen, die umgerüstet werden könnten, stehen beispielsweise im Wohngebiet Kammerhof, im Weidengrund, am Markt oder der Neuen Reihe. „Hier ist es mit einfachen Mitteln möglich, aufzurüsten“, sagt Sass.

Der Neubau der Sporthalle am Busbahnhof wäre für Thomas Römhild ein Beispiel, wo die Stadt sagen könnte, wir wollen unter Ausschöpfung der Fördermaßnahmen eine CO2-neutrale Schulsporthalle bauen. „Dafür müssten rechtzeitig die Weichen gestellt werden“, sagt Römhild. „Wir wollen den Neubau energetisch planen und alternative Energien mit ins Spiel bringen“, sagt Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass. Diese soll auch mit Fernwärme versorgt werden, wie viele große Gebäude in der Innenstadt.

Nachdem vor etwa eineinhalb Jahren das Heizwerk Kammerhof auf Wärme-Kopplung umgerüstet wurde, soll das demnächst auch mit dem Heizwerk auf dem Buchenberg passieren, kündigt Norbert Sass an. Der Effekt sei riesengroß. Die Energie werde zentral erzeugt. „Sonst hätte jeder seine eigene Verbrennungsanlage“, sagt Sass.

Und damit das bei Neubauten nicht passiert, gibt es eine Fernwärmesatzung in Bad Doberan. „Es ist zwingend vorgeschrieben, wo die Fernwärmeleitung anliegt, muss sich jeder Haushalt anschließen“, erläutert Norbert Sass. Im neuen Wohngebiet an der Dammchaussee werde die Fernwärme „aufdiktiert“.

Von Anja Levien

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