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Händler kritisieren Verdi-Vorstoß

Kühlungsborn Händler kritisieren Verdi-Vorstoß

Gewerkschaft will per Eilantrag die aktuelle Bäderregelung kippen. Kühlungsborns Verkäufer fürchten um ihre Jobs.

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Die Strandstraße in Kühlungsborn – auch am Wochenende haben die Geschäfte hier regen Zulauf.

Quelle: Lennart Plottke

Kühlungsborn. Die einstweilige Verfügung der Gewerkschaft Verdi gegen die aktuelle Bäderregelung – bei Kühlungsborns Händlern und Gewerbetreibenden löst diese Maßnahme nur Kopfschütteln aus. „Wenn Verdi vor Gericht damit durchkommt, ist das für unser Ostseebad eine totale Katastrophe“, meint etwa Dietrich Rehpenning, Chef des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV). „Dabei dachte ich, dass diese Geschichte jetzt endlich durch ist.“

Denn eigentlich hatten sich Wirtschaft, Verwaltung und Kirchen nach langen Verhandlungen Mitte Januar auf einen Kompromiss geeinigt: Zwischen März und November dürfen auch die Läden in Kühlungsborn, Bad Doberan, Nienhagen und Rerik am Sonntag eine Stunde länger öffnen – und zwar von 12 bis 18 Uhr. Eine Regelung, die auch im Sinne der Einzelhändler im Ostseebad ist. „Das Wochenende beschert uns auch durch die vielen Tagesgäste einen großen Teil des Umsatzes“, erklärt Sandra Westphal, Verkäuferin im Kühlungsborner Kaufhaus Stolz. „Der Anteil des Sonntags schwankt dabei – je nach Jahreszeit und Wetter.“ Dennoch würden es die Kunden schon zu schätzen wissen, auch am Sonntag entspannt durch das Kaufhaus bummeln zu können, hat Westphal festgestellt.

Sollte Verdi mit ihrem Eilantrag gegen die Bäderregelung durchkommen, müssten viele Läden geschlossen werden, weil ein großer Teil des Umsatzes verloren gehe, sagt auch Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Rostock. „Die Laden-Inhaber vor allem in der Strand- und der Hermannstraße sowie am Hafen könnten doch Miete und Pacht gar nicht mehr bezahlen“, bestätigt Dietrich Rehpenning. „Betroffen wären da in erster Linie die Mitarbeiter – Entlassungen sind vorprogrammiert.“

Von Lennart Plottke

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