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Bad Doberan Händler verhindern Vollsperrung

Unmut bei Doberaner Ladeninhabern über Pläne für Alexandrinenplatz / Stadt reagiert

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Vom Molli-Bahnübergang soll die Alexandrinenstraße stadteinwärts neu gestaltet werden. Der kleine Kamp (links im Bild) wird derzeit umgestaltet und wurde bereits vergrößert. Zwischen kleinem Kamp und Gymnasium (rechts) soll die Fahrbahn und Bussspur erneuert werden.

Quelle: Fotos: Anja Levien (3), Lennart Plottke

Bad Doberan. . Die Einzelhändler in Bad Doberans Innenstadt haben sich gegen eine Vollsperrung der Straße Alexandrinenplatz gewehrt. Diese sollte für den Umbau des Bereichs zwischen Gymnasium und Kleinen Kamp vom 24. Juli bis 2. September komplett gesperrt werden, da in dieser Zeit der Schulbus-Verkehr entfällt, so die Pläne der Stadt. Darüber wurden die Händler bei einer Versammlung informiert. Zudem erfuhren sie, dass die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Bereichs ein Jahr dauern sollen. Sofort machten sie ihrem Unmut Luft. Mit Erfolg. Die Stadt lenkt ein.

 

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„„Während der Ferienzeit bedarf es keiner Voll- sperrung mehr. Der Verkehr ist, beschränkt auf 3,5 Tonnen, stadteinwärts möglich.“Norbert Sass, Bauamtsleiter

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„„Der Unmut entsteht, weil die Stadt auf die Schule Rücksicht nimmt, aber nicht auf den Tourismus. Wir können nicht einfach den Haupteingang schließen.“Jana Schmugler „Wo&men in dress“

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„„Der Unmut kam zustande, weil die Händler ein schlechtes Frühjahr hatten und jetzt die Meldung von einer Vollsperrung kam.“Christian Gottschalk Inhaber „Bunte Stube“

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Hintergrund: Der Bereich zwischen Gymnasium, Kleiner Kamp und Großer Kamp wird ab Sommer umgestaltet, Fahrbahn und Busspuren erneuert. Es sollen zwei Fußgängerüberwege geschaffen und die Kreuzung Alexandrinenplatz / Am Kamp / August-Bebel-Straße übersichtlicher gestaltet werden.

„Der Unmut kam zustande, weil die Händler ein schlechtes Frühjahr hatten und jetzt die Meldung von einer Vollsperrung kam“, sagt Christian Gottschalk, Inhaber der „Bunten Stube“ in der Mollistraße.

Er selbst habe viele Kunden aus Rostock, Wismar und Güstrow. „Wenn die Hauptverkehrsader in die Stadt gesperrt ist, suchen die sich keinen anderen Weg“, sagt Christian Gottschalk.

So sieht das auch Sandra Boock, Inhaberin des „Zickenstalls“ in der Mollistraße. Bereits wegen der jetzigen Baustelle, der Umgestaltung des Kleinen Kamps, die seit Ende März läuft, sei zu merken, dass Kunden ausbleiben. „Wenn die von Weitem rot-weiße Bauzäune sehen, sind die abgeschreckt“, sagt Sandra Boock.

Das merkt auch Jana Schmugler, die ihr Geschäft „wo&men in dress“ gegenüber der Baustelle hat. „Das ist merklich zu spüren. Viele sind nicht gewillt, in die Stadt zu fahren.“ Die Ladeninhaberin ärgert sich auch darüber, dass die Händler mit der Vollsperrung vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. „Die Stadt soll mit uns sprechen. Will sie eine Innenstadt oder nicht? Sie nimmt auf die Schule Rücksicht, aber nicht auf den Tourismus. Man kann nicht einfach den Haupteingang in die Innenstadt schließen“, sagt Schmugler. Sie habe vorgeschlagen, die Straße am Münster zu öffnen.

„Das ist eine Farce. Der Alex muss offen bleiben“, sagt auch Tourismusausschussvorsitzender Jochen Arenz (parteilos). „Der Alex darf in der Hauptsaison nicht gesperrt werden. Händler und Innenstadt sind dann abgeschnitten. Der Tourismus liegt dann brach“, so Jochen Arenz.

Die Stadt hat jetzt reagiert. Seit gestern steht fest: „Während der Ferienzeit bedarf es keiner Vollsperrung mehr. Der Verkehr ist weiterhin, beschränkt auf 3,5 Tonnen, stadteinwärts möglich“, informiert Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass, nachdem er unter anderem Gespräche mit der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli und der Unteren Straßenaufsichtsbehörde geführt habe. Nach dem 1.

September müsse man sich den weiteren Bauablauf anschauen. „Ich habe aber die Hoffnung, dass das Umfahren der Baustelle möglich sein müsste“, so Norbert Sass. Mit Ferienbeginn soll mit den Pflasterarbeiten begonnen werden.

Unmut äußerten die Einzelhändler auch darüber, dass ein Jahr gebaut werden soll. Das habe zum einen mit der Pflasterung der Straße zu tun, die aus vielen kleinen Steinen besteht und einen Unterbeton bekommt, erläutert Norbert Sass. Zum anderen könne die Bauzeit auch kürzer ausfallen, je nachdem, welches Wetter zwischen Dezember und Februar herrsche.

Land unterstützt

Rund eine Million Euro kostet die Umgestaltung der Straße Alexandrinenlpatz. Das Energieministerium unterstützt das Vorhaben mit Finanzhilfen aus der Städtebauförderung in Höhe von knapp 637

000 Euro.

Unter anderem sollen zwei Fußgängerüberwege geschaffen werden, einer zwischen Friedrich- Franz-Palais und der Straße Am Rosenwinkel rüber zum Kamp, ein weiterer vor dem Gymnasium in Richtung Kaffeehaus. Beide Überwege erhalten eine Mittelinsel.

Anja Levien

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