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Hochwasser nervt Doberans Gärtner

Bad Doberan Hochwasser nervt Doberans Gärtner

Die Anlage am Schmarlteich läuft regelmäßig über / Bodenverband will sich kümmern

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„„Wir waren gefühlt bereits 150 Mal vor Ort – aber so richtig ist das Problem für uns noch nicht deutlich geworden.“Gerhart Kukla Leiter Bürgeramt Bad Doberan

Bad Doberan. Gummistiefel sind hier Pflicht: Wer in der Doberaner Gartenanlage am Schmarlteich unterwegs ist, läuft regelmäßig Gefahr, nasse Füße zu bekommen. „Wenn es lang anhaltende ergiebige Regenfälle gibt, steht hier alles unter Wasser“, sagt Gerd Beese und schüttelt den Kopf. „Und zwar nicht nur durch die Mengen von oben, sondern vor allem auch durch den unmittelbar angrenzenden kleinen Bachlauf.“ Dieser würde immer wieder über das Ufer treten und dafür sorgen, dass die Parzellen volllaufen.

 

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Selbsthilfe: Dieses kleine Wehr soll das Wasser draußen halten.

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„„Das Gewässer befindet sich in unserer Zustän- digkeit – wir gucken uns das kurzfristig an und können vielleicht Tipps geben.“Marco Schreiber Chef Wasser- und Bodenverband

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Ist verzweifelt: Gerd Beese vor seinem durchnässten Garten am Doberaner Schmarlteich.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke (3), Andreas Meyer

„Mein Obst und Gemüse kann ich dann vergessen“, schimpft Beese, der seinen Garten hinter dem Forstamt seit gut 16 Jahren bewirtschaftet. „Alles ist gammlig und fault vor sich hin – da fragt man sich schon, ob das alles überhaupt noch Sinn macht.“ Dabei hat der Doberaner nicht nur seine Pflanzen im Blick. „Ich halte hier auch ein paar Hühner“, sagt der 49-Jährige. „Die werden doch durch den feuchten, durchweichten Boden krank.“

Für Gerhart Kukla ist dieses Problem nicht neu. „Durch diese Gartenanlage laufen drei Kanäle vom Bollhäger Fließ“, erklärt Doberans Bürgeramtsleiter. „Bei Wetterlagen, wie wir sie seit Wochen haben, sammelt sich da schnell das Wasser.“ Die Gartenanlage am Schmarlteich sei da keine Ausnahme, macht Kukla deutlich: „Wir haben das aber auf dem Schirm.“

Eine Aussage, über die sich Gerd Beese nur wundern kann: „Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon im Amt war. Mir wurde immer gesagt, dass mein Anliegen weitergeleitet wird – passiert ist aber bislang überhaupt nichts.“ Was ihn vor allem ärgere, so Beese: „Es kümmert sich niemand – es wäre ja schon ein erster Schritt, wenn mal Fachleute von der Stadt oder dem Wasser- und Bodenverband vorbeikommen würden, um sich die Misere vor Ort anzugucken. Vorzugsweise dann, wenn es so richtig stark regnet.“

Genau das habe man „gefühlt bereits 150 Mal getan“, entgegnet Gerhart Kukla. „Aber so richtig ist das Problem nicht deutlich geworden.“ Im Übrigen sei hier der Wasser- und Bodenverband erster Ansprechpartner, stellt Kukla klar. Der hat von den Sorgen der Doberaner Kleingärtner indes noch nichts gehört. „Mir ist das neu“, sagt Geschäftsführer Marco Schreiber und verspricht: „Das Gewässer befindet sich in unserer Zuständigkeit – wir werden uns das kurzfristig angucken und können vielleicht Tipps geben, wie man hier Abhilfe schaffen kann.“

Bis dahin müssen die Gartenfreunde am Schmarlteich weiter jede Menge Eigeninitiative zeigen: „Wir haben an den Zäunen sogar schon kleine Wehre gebaut, damit das Wasser draußen bleibt – keine Chance“, sagt Gerd Beese. „Der Druck ist einfach zu stark.“ Und der nächste Regen kommt bestimmt . . .

Lennart Plottke

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