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Kammerhof: Das Feld ist bereitet

Bad Doberan Kammerhof: Das Feld ist bereitet

Im neuen Doberaner Wohngebiet sind zwei große Bereiche erschlossen / Häuslebauer können starten

Bad Doberan. Die letzte Unterschrift ist geleistet, feste Straßen und Bürgersteige schlängeln sich über das noch unbebaute Kammerhof-Gelände, überall ragen Leitungsanschlüsse aus der Erde – und auf den ersten Grundstücken rollen zwischen frisch eingeschlagen Begrenzungspflöcken bereits die Bagger. „Wir haben jetzt die ersten beiden Baufelder übergeben“, freut sich Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Ostseewohnpark GmbH, einer Tochterfirma der stadteigenen Wohnungsgesellschaft Wig. „Hier ist die Erschließung für die Erweiterung des Doberaner Wohngebietes abgeschlossen.“

Zwischen Dammchaussee, Randstraße und bereits bestehendem Wohngebiet sollen in den kommenden Monaten 250 Wohneinheiten entstehen. „Stand jetzt haben wir bereits 87 Grundstücke verkauft“, freut sich Gutzmer. „Und 62 Prozent aller Baugrundstücke sind mit Interessenten belegt, nur noch 38 Prozent sind frei – für potenzielle Häuslebauer wird es langsam knapp.“

Insgesamt habe die Ostseewohnpark GmbH 4,4 Millionen Euro in die Erweiterung des Kammerhofes investiert, so Gutzmer – darunter fallen auch Grundstücksankäufe und Planungskosten: „Dabei mussten 3,7 Millionen Euro an Krediten aufgenommen werden – die Erlöse aus bisherigen Verkäufen belaufen sich aktuell auf rund zwei Millionen Euro.“

Das neue Wohngebiet ist das größte Bauvorhaben in Bad Doberan seit der Wende. Eigentlich war auf der Fläche jahrelang ein Ferienpark vorgesehen. Eine Investorensuche vonseiten der Stadt blieb erfolglos. Nachdem der Bedarf an Einfamilienhausflächen stieg, entschied man sich, das danebenliegende Wohngebiet Kammerhof zu erweitern.

„Wir hatten hier eine Vielfalt an Eigentümer-Strukturen“, erklärt Doberans amtierender Bürgermeister Norbert Sass. „Bodenneuordnungsverfahren, Umlegungsverfahren, angepasster Flächennutzungsplan – da war im Vorfeld jede Menge Arbeit zu tun.“ Er sei froh, dass sich Stadt und Stadtvertretung hier konstruktiv eingebracht hätten, so Sass: „Denn letztlich profitieren wir alle vom neuen Wohngebiet.“

Offene Fragen gebe es noch für die Bebauung in der ersten Reihe, sagt Norbert Sass: „Hier müssen wir klären, was städtebaulich und vor allem höhentechnisch möglich ist.“ Denn direkt an der Dammchaussee sind die Grundstücke erheblich größer – „hier erlaubt der Plan auch eine andere Bebauung als im Rest des Wohngebietes“.

Konkret sei auf den 1500 bis 1600 Quadratmeter großen Flächen der Bau von zwei- bis dreigeschossigen Häusern möglich, erklärt Ostseewohnpark-Chef Gutzmer: „Der B-Plan soll aber noch einmal überarbeitet werden, damit die künftige Bebauung etwas filigraner wird.“ Denn erste Architekten-Entwürfe hätten doch „sehr mächtig“ gewirkt: „Ein Problem ist, dass das Gelände zur Dammchaussee hin abfällt – wenn dann die Bauherren noch eine Souterrain-Wohnung planen, haben wir hier am Ende Fünfgeschosser stehen – das kann niemand wollen.“ Deshalb werde sich der Bauausschuss am 6. Dezember noch einmal mit dem B-Plan und den Gestaltungsvorgaben beschäftigen, kündigt Norbert Sass an: „Schön, dass die Investoren für die Überplanung Verständnis zeigen.“

Unterdessen geht die Erschließung des Geländes weiter. „Beim Baufeld zwei sind wir leider wetterbedingt ein bisschen im Verzug“, sagt Gutzmer. „Das wird sich noch bis zum Frühjahr hinziehen.“ Die Felder vier und sieben sollen im kommenden Sommer fertig erschlossen sein. Damit auf dem Kammerhof künftig ein ruhiges Wohnen möglich ist, wird darüber hinaus ab Januar 2017 am Dreieck Dammchaussee/Verbindungsweg eine Lärmschutzwand errichtet: „Das sollte bis Mai geschafft sein – dazu bauen wir den Lärmschutzwall fortlaufend weiter.“

Und: Aktuell gebe es Verhandlungen mit einem Träger, der sich auf einem der Grundstücke den Bau einer Kita vorstellen könnte, sagt Arno Gutzmer: „Sicher ist das zwar noch nicht – aber es sieht ganz gut aus.“

Lennart Plottke

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