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Kammerhof: Letztes Grundstück verkauft

Bad Doberan Kammerhof: Letztes Grundstück verkauft

Wig vergibt letzte Fläche an der Bussardstraße / Wohngebiet bringt zwölf Millionen Umsatz und wird erweitert

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Arno Gutzmer, Chef der Wohnungsgesellschaft Wig, steht auf dem letzten Grundstück im Wohngebiet Kammerhof, das jetzt verkauft wurde.

Bad Doberan. Die letzten beiden Grundstücke im Wohngebiet Kammerhof 11 sind verkauft. Auf der Fläche an der Bussardstraße sollen 14 Wohneinheiten für betreutes Wohnen entstehen. Das teilt Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Wohnungs- und Investitionsgesellschaft Wig, mit, die von der Stadt für Vermarktung und Erschließung des Gebietes beauftragt wurde. Zwölf Millionen Euro Umsatz habe der Verkauf der Grundstücke im Wohngebiet gebracht.

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Wir wohnen seit Oktober hier. Unser Sohn hat hier gebaut. So können wir auch unsere Enkelin mehr betreuen.“Ingrid Schoon (65),

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Erweiterung

250 Grundstücke werden zwischen der Dammchaussee und der Randstraße erschlossen. Damit wird das Wohngebiet Kammerhof erweitert. Die Vermarktung läuft bereits. Ende des Jahres sollen die ersten Hausbauer beginnen können.

Noch gibt es zwischen Thünenstraße, An den Salzwiesen und Randstraße einige Baustellen. So baut die Ostseewohnprojekte an der Bussardstraße derzeit ein Haus mit 14 altersgerechten Eigentumswohnungen und an einigen Einfamilienhäusern sind noch die Handwerker im Einsatz. Doch die Grundstücke sind jetzt alle verkauft. Die Voraussetzungen dafür waren nicht die einfachsten, denn die Kammerhof 11 KG, Eigentümer der Grundstücke, meldete 2004 Insolvenz an.

„Zu dem Zeitpunkt waren noch circa 125000 Quadratmeter Bauland, zum Großteil noch unerschlossen, vorhanden“, teilt Gutzmer mit. Da 2008 eine Gläubigerbank auf 1,1 Millionen Euro verzichtete, sei die Stadt in der Lage gewesen, die restliche Forderung von 2,2 Millionen Euro aufzukaufen, die von Stadt und Wig finanziert wurden, erzählt der Wig-Geschäftsführer. 2010 konnte die Insolvenz beendet und mit dem Grundstücksverkauf begonnen werden. Die Kammerhof 11 KG wurde in die Ostsee-Wohnpark GmbH & Co. KG Bad Doberan umfirmiert. Seitdem wurden 181 Kaufverträge abgeschlossen, so Arno Gutzmer. 270 neue Haushalte seien in dem Wohngebiet entstanden, in dem Einfamilienhäuser, Wohnblocks und betreutes Wohnen gebaut wurden.

Von den zwölf Millionen Euro Umsatz habe die Stadt bereits fünf Millionen Euro ausgezahlt bekommen, 3,5 Millionen seien in die restliche Erschließung gegangen und zwei Millionen in die Vermarktung und Bewirtschaftung der Gesellschaft geflossen, zählt Gutzmer auf. „Mit dem verbleibenden Vermögen werden noch Restarbeiten ausgeführt. Im Randgebiet sind noch zwei Regenrückhaltebecken zu errichten.“

Noch nicht alle Grundstücke im Wohngebiet sind bebaut. „Eins, zwei Eigentümerheime fehlen noch. Da liegt es an den Käufern, wann diese anfangen“, erläutert Gutzmer. Die Fläche neben der Bussardstraße 13 hat die Wig erworben. Hier plant die Wohnungsgesellschaft 20 Wohnungen, so der Geschäftsführer.

Das Wohngebiet sei recht lebendig geworden mit Kita und Frisör und verschiedenen Versorgungseinrichtungen, so Gutzmer. Mehr als die Hälfte der Grundstücksbesitzer komme von auswärts, ein Großteil aus der Rostocker Ecke.

Eine Kundin aus dem Stuttgarter Raum sei beispielweise in Heiligendamm auf Kur gewesen und habe sich dann entschieden, in Doberan zu bauen, erzählt Arno Gutzmer. Zwischen 80 und 105 Euro habe der Quadratmeter gekostet. Die Nachfrage sei am Ende schon sehr hoch gewesen. Daher habe die Stadt auch entschieden, den Bebauungsplan 12 weiterzuentwickeln. Zwischen Dammchaussee und Randstraße entstehen etwa 250 weitere Grundstücke.

Seit zehn Jahren wohnt Harry Kellner in einem Heim im Kammmerhof. „Es lebt sich gut hier“, sagt der 74-Jährige. „Hier gibt es alles, was ein Mensch braucht.“ Seit Oktober lebt Ingrid Schoon im Wohngebiet. Die Renterin ist aus Rostock in die Münsterstadt gezogen. „Unser Sohn hat hier gebaut. So können wir auch unsere Enkelin mehr betreuen“, sagt die 65-Jährige. Was fehlt sei ein Geldautomat. „Man muss immer nach Doberan rein, um an Bargeld zu kommen.“

Anja Levien

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