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Kreuzfahrer auf die Sommerrodelbahn

Bad Doberan Kreuzfahrer auf die Sommerrodelbahn

Doberaner sehen in der Stadt viel Potenzial für eine Entwicklung des Tourismus / Kritik am Radwegenetz

Bad Doberan. Das Radwegenetz ausbauen, Althof und Vorder Bollhagen als Ausflugsziele mit einbeziehen, Kreuzschifffahrer in die Münsterstadt locken – die Doberaner sehen in ihrer Stadt viel Potenzial für die Entwicklung des Tourismus. 65 Rückmeldungen sind auf den Fragebögen der Stadt bei der Touristinformation eingegangen. Vor allem Einwohner hatten sich nach dem Aufruf zu Wort gemeldet, aber auch Freizeitanbieter und Hoteliers brachten Anregungen mit ein, welche Stärken und Schwächen sie in der Stadt sehen. Das Ergebnis wird am 14. Juli öffentlich vorgestellt. Auf der Grundlage der Befragung soll ein Tourismuskonzept entwickelt werden. Das bestehende ist von 1997.

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Doberaner sehen in der Stadt viel Potenzial für eine Entwicklung des Tourismus / Kritik am Radwegenetz

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Die Ergebnisse der Befragung zum Tourismuskonzept werden am 14. Juli bei einer Sondersitzung des Tourismusausschusses um 18.15 Uhr im Rathaus vorgestellt.

„Gewünscht ist sanfter Tourismus und Kultur. Wir sind nicht der Partyort, das ist deutlich rausgekommen“, nennt Jochen Arenz, Vorsitzender des Tourismusausschusses, ein Ergebnis. Viele Übereinstimmungen beim Potenzial habe es beim Thema Kreuzfahrer gegeben, die in Warnemünde ankommen. „Wir müssen denen Tagesangebote machen“, sagt Arenz. Während die Eltern sich Doberan angucken, könnten die Kinder auf der Sommerrodelbahn Zeit verbringen. Letztere würde sowieso zu wenig wahrgenommen, dabei zählten die Betreiber im vergangenen Jahr 160000 Fahrten, so Arenz. „Wir müssen aus Warnemünde mehr abgreifen“, sagt auch Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos). Bisher gebe es die Tour Molli-Kühlungsborn, ergänzt Tourismuschefin Andrea Lang. Nicht nur für die Kreuzfahrer würden sich zum Beispiel Themenspaziergänge durch die Stadt anbieten – ebenfalls ein Hinweis aus den Antworten. „Alles soll erlebbarer gestaltet werden. Hier würde sich unsere Bädergeschichte anbieten“, sagt Lang.

Auch bei den kulturellen Veranstaltungen sehen die Befragten noch Potenzial, das Kloster und Münster könnten erlebbarer werden. „Wenn das Wirtschaftshaus ein Dach hat, wollen wir die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern herholen“, sagt Thorsten Semrau. Als Beispiel wird auch ein historischer Weihnachtsmarkt auf dem Klostergelände vorgeschlagen.

Angeregt wird zudem, sich mehr auf Familien zu konzentrieren. „Der Familienurlaub ist bei den Angeboten noch nicht so im Fokus, da könnten wir uns mehr spezialisieren“, sagt Andrea Lang. Zu einer kinderfreundlichen Stadt gehört laut den Befragten auch ein Fahrradverleih. Dieser fehlt in der Stadt, kritisieren die Doberaner. Überhaupt gebe es laut den Befragten viel Potenzial im Fahrradtourismus. Als Schwäche sehen die Münsterstädter das Radwegenetz. „Radwege innerhalb der Stadt fehlen, das haben wir auch schon als Feedback von Gästen bekommen“, sagt Andrea Lang. „Es gibt auch keine Radabstellplätze, da haben wir massiven Nachholbedarf“, sagt Arenz. „Wir müssen in den Fahrradtourismus investieren“, ergänzt Thorsten Semrau.

Bemängelt wurde auch, dass beispielsweise Althof nicht touristisch erschlossen ist, obwohl es mit seiner Kapelle, der Kirchruine und der Natur Potenzial für Wanderer und Radfahrer habe. Auch das Gut in Vorder Bollhagen mit seinem Hofladen habe Potenzial. Für Heiligendamm werden sich mehr Veranstaltungen gewünscht. Bisher konzentrierten diese sich – bis auf das historische Anbaden – sehr auf Bad Doberan. Stärken sehen die Doberaner im Münster und der Klosteranlage, beim Molli, dem Bädermuseum und in der Architektur der Stadt. Vorgeschlagen wurde, die Touristinformation in den Roten Pavillon zu verlegen. „Der Standort im Rathaus ist nicht attraktiv“, nennt Arenz den Kritikpunkt. Der Großteil der Befragten war der Meinung, dass man die umliegenden Gemeinden in einem Tourismuskonzept berücksichtigen sollte, sagt Andrea Lang.

Anja Levien

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