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Läden in der Mollistraße wechseln die Inhaber

Bad Doberan Läden in der Mollistraße wechseln die Inhaber

Am 10. März wird das Einzelhandelskonzept für die Doberaner Innenstadt zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist auch dringend notwendig.

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Sandra Boock ist zuversichtlich, dass sich ihr „Zickenstall“ in der Mollistraße gut entwickeln wird.

Quelle: Jens Wagner

Bad Doberan. Am 10. März wird das Einzelhandelskonzept für die Doberaner Innenstadt zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist auch dringend notwendig. In diesem Jahr haben in der Mollistraße bereits drei Ladeninhaber gewechselt. Zudem sucht die Ostseesparkasse Rostock noch nach einem Mieter für ihr Objekt. Neue Ladeninhaber sind optimistisch.

 

OZ-Bild

Sandra Boock ist zuversichtlich, dass sich ihr „Zickenstall“ in der Mollistraße gut entwickeln wird.

Quelle: Jens Wagner

Ich werde künftig auf jeden Fall die Bäder-

regelung voll ausschöpfen und auch sonntags öffnen.“Juliane Radike, Galerie

Radike I Kittelmann

Für den im Moment noch leer stehenden Blumenladen gebe es bald schon einen Nachfolger, kündigt Petra Kneifel vom Gewerbeamt an. Welchen ließ sie aus Datenschutzgründen offen. Wer in den ehemaligen Handy-Shop einziehen wird, sei noch offen. „Aber ich bin mir sicher, dass sich auch dort bald was tun wird“, sagte sie.

Zu kleinteilig, kein Magnetgeschäft, schlechte Parkplatzsituation, fehlende Marketingoffensiven — das ist die vernichtende Bilanz eines Gutachtens der Firma „cima-Beratung und Management“ aus dem vergangenen Jahr (die OZ berichtete). „Eine bedeutende Maßnahme für die Attraktivität der Bad Doberaner Innenstadt ist die Einigung der Ladeninhaber auf gemeinsame Kernöffnungszeiten und deren öffentlichkeitswirksame Vermarktung“, heißt es in der Studie. Das sieht auch Juwelier Bernhard Thüne als Knackpunkt. Bereits in zweiter Generation betreibt die Familie das Schmuckgeschäft in der Mollistraße. Sein Erfolgsrezept: „Wir haben seit vielen Jahren immer die gleichen Öffnungszeiten“, sagt Thüne. Wenn alle Läden zur gleichen Zeit geöffnet hätten, käme auch mehr Kundschaft. „Gehen Sie mal an einem Freitag um 16 Uhr durch die Mollistraße. Fast jedes zweite Geschäft hat dann schon geschlossen“, sagt Thüne etwa überspitzt. Deshalb sei auch die Bäderregelung seiner Meinung nach nicht sinnvoll.

Von der Möglichkeit in den Sommermonaten länger zu öffnen, will aber Juliane Radike auf jeden Fall Gebrauch machen. Sie betreibt gemeinsam mit Julia Kittelmann die Galerie einige Hausnummern weiter und übernahm die Ladenfläche des Glasbläsers vor knapp zwei Wochen. Kunstwerke konnte sie bereits an einem Samstag verkaufen. „Das ist toll. Ich werde künftig auf jeden Fall die Bäderregelung voll ausschöpfen und auch sonntags öffnen“, sagt sie. Dass sie Kunst an Laufkundschaft verkaufe, damit habe sie nicht gerechnet und schreibt das unter anderem der günstigen Lage zu.

Gerade erst ist Sandra Boock mit ihrem „Zickenstall“ vom Alexandrinenhof in die Mollistraße gezogen. Hier war vorher das Modegeschäft „Skyline“. Seit knapp zwei Wochen hat sie schon geöffnet. „Die Lage ist hier einfach viel besser. Der Laden ist nun durch die Schaufenster viel heller“, sagt die Inhaberin, die Bekleidung und Dekoartikel für die weibliche Kundschaft — deshalb der Name „Zickenstall“ — anbietet. Die ersten Umsätze habe sie bereits gemacht.

Ob ein Kaufhaus in der Mollistraße Einzug halten wird, bleibt weiter unklar. Von der Größe her käme die Immobilie der Ostseesparkasse (OSPA) infrage, die ihre Filiale an den Markt verlegen wird.

Wann? „Demnächst“, sagt OSPA-Sprecherin Katrin Stüdemann. Das Unternehmen sei im Gespräch mit einigen Interessenten, was das Objekt in der Mollistraße angeht. Ob darunter ein Kaufhaus sein wird, wollte sie nicht sagen. Kaufhaus Stolz jedenfalls hatte der Stadt bereits eine Absage erteilt und favorisiert eher die grüne Wiese mit guter Parkplatzanbildung (die OZ berichtete). Diese Dinge werden in einem Entwicklungskonzept für den Einzelhandel erarbeitet. Dieses wird am 10. März um 18.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses vorgestellt.

Termin, 10. März, 18.15 Uhr

Das Gutachten

88,9 Prozent — so hoch ist der Kaufkraftindex in Doberan. Damit liegt die Stadt nur wenige Punkte unter dem Bundesdurchschnitt und sogar über dem Wert in der Hansestadt Rostock. Pro Jahr machen die Verkäufer in der Stadt einen Umsatz von 62 Millionen Euro. Mitte 2015 gab es 118 Händler in der Stadt, mit 19500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die Gutachter der Firma „Cima-Beratung und Management“ bemängelten, dass der Einzelhandel zu kleinteilig ist, es schlechte Parkmöglichkeiten, ein Magnetgeschäft sowie keine einheitlichen Öffnungszeiten gibt.

OZ

Von Katarina Sass

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