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Lange Umwege für Autofahrer: B 105 und Tannenweg gesperrt

Lange Umwege für Autofahrer: B 105 und Tannenweg gesperrt

Gleichzeitige Bauarbeiten hätten sich nicht verhindern lassen / Sperrung im Rostocker Tannenweg bis Sommer 2018 / Ein Abschnitt soll in diesem Jahr fertig sein

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Alles nach Plan: Fabian Voll von der örtlichen Bauüberwachung, Bauleiter Daniel Möller und Thomas Möller von Strabag (v.l.) sind mit dem Verlauf der Baumaßnahmen am Tannenweg zufrieden. Fotos (2): Lisa Fritsche

Rostock/Bad Doberan. Für viele Autofahrer wird derzeit die Fahrt nach Rostock zur Weltreise: Der Tannenweg ist bereits seit August 2015 für die Sanierung der Straße sowie des Trink-, Schmutz und Regenwassernetzes gesperrt – und nun wird auch noch auf der B105 gebaut. Dass beide Baustellen gleichzeitig den Weg von Westen in die Hansestadt versperren, ließ sich laut Amt für Verkehrsanlagen jedoch nicht vermeiden: „Sicher sind das zwei Trassen, die nach Rostock führen. Bei dem Bau des Tannenweges werden jedoch tiefgründige Leistungen erbracht. Bei der B 105 handelt es sich um eine kurzfristige Maßnahme“, erklärt Eberhard Braun vom Amt für Verkehrsanlagen. Polizei, das Straßenbauamt Stralsund und die Stadt Rostock stünden permanent im Gespräch über bevorstehende Baumaßnahmen, im Juni zuletzt über die Erneuerung der B 105. „Es ist notwendig, dort jetzt zu bauen, da die Fahrbahndecke bereits sehr verschlissen ist“, betont Braun.

OZ-Bild

Gleichzeitige Bauarbeiten hätten sich nicht verhindern lassen / Sperrung im Rostocker Tannenweg bis Sommer 2018 / Ein Abschnitt soll in diesem Jahr fertig sein

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Bauarbeiten Tannenweg

4010 Quadratmeter Asphaltbefestigung werden im zweiten Abschnitt gebaut.

685 Meter Beleuchtungskabel werden insgesamt verlegt.

5Meter tiefe Schächte werden für die Bauarbeiten ausgehoben, die eine grundlegende Sanierung des Trinkwassernetzes sowie eine Schmutz- und Regenwassererschließung umfassen.

6,5 Meter Breite misst die Straße nach dem Bau. Zusätzlich wird ein 3,25 Meter breiter Rad- und Gehweg gebaut.

Zwar sei in dieser Zeit mit einer höheren Belastung auf der für den Tannenweg ausgewiesenen Umleitungsstrecke über die L 10 (Satower Straße), L 13 (Richtung Hanstorf) und die K 8 (Richtung Parkentin) zu rechnen. Dennoch gebe es Möglichkeiten, problemlos auszuweichen, beispielsweise über Elmenhorst und die Rigaer Straße.

Die ursprüngliche Umleitungsstrecke habe sich jedoch bereits etabliert. „Die Verkehrsteilnehmer haben sich schnell auf die langfristige Sperrung des Tannenwegs eingerichtet“, erklärt der Bauleiter der Stadt Rostock, Daniel Möller. Fußgänger und Radfahrer könnten außerdem jederzeit den Tannenweg passieren. „Das nutzen einige Leute aus Klein und Groß Schwaß.“

Nach der Fertigstellung des Bereichs zwischen dem Klein Schwaßer Weg und der Zufahrt zum Gewerbepark wird derzeit im zweiten Abschnitt gebaut. Auf einer Länge von 350 Metern ist die Straße von der Kreuzung Am Richtfunkturm bis zum Rostockpark 22 aufgerissen. Seit Juni bauen dort die Hansestadt Rostock und Eurawasser im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes.

Es sei ein guter Sommer für den Bau gewesen: „Bislang gab es keine starken Regenfälle. Das kann in zwei Wochen aber schon ganz anders aussehen“, sagt Daniel Möller.

Durchgeführt werden die Arbeiten von der Strabag AG. Der große Regenwasserkanal sei bereits bis zur Kreuzung fertiggesellt. Danach werden die Straßenabläufe und Drainagen gesetzt. „Den Asphalt wollen wir dann bis Mitte Oktober bauen“, ergänzt Thomas Möller von Strabag. Danach wandert die Baustelle weiter. Es folgen Arbeiten an der Kreuzung Am Richtfunkturm sowie im dritten Teil bis zum Haubentaucherweg.

„Wir liegen gut im Zeitplan und werden im Oktober abschätzen, ob wir den Kreuzungsbereich noch in diesem Jahr bauen“, erklärt Daniel Möller. Die Arbeiten dort könnten dann bereits zum Jahresende abgeschlossen sein: „Das hängt von der Witterung ab.“ Die Fertigstellung des zweiten 600 Meter langen Bauabschnittes ist für Ende Juni 2017 vorgesehen. Die Kosten belaufen sich für die Stadt Rostock auf 1,1 Millionen Euro. 335000 Euro investiert Eurawasser in den zweiten Abschnitt. Wie teuer die Baumaßnahmen insgesamt werden, könne man noch nicht sagten. „Wir haben noch keine Schlussrechnung“, erklärt Möller. Ab Juli 2017 sollen die Arbeiten auf dem dritten Abschnitt bis zur Rennbahnallee fortgesetzt werden. „In diesem Abschnitt wird es schwieriger, da dort viele Anwohner sind“, erklärt Fabian Voll von der örtlichen Bauüberwachung. Bisher habe man aber für alle Anlieger Zufahrten einrichten können. Die Baumaßnahmen sollen 2018 komplett abgeschlossen sein.

Lisa Fritsche

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