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Marstall soll Besucherzentrum werden

Bad Doberan Marstall soll Besucherzentrum werden

Verein will Doberaner Klostergelände mehr beleben / Möglicher Standort für Tourist-Info

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Die Wig darf hier keine Miete verlangen.Jochen Arenz, Ausschuss-Vorsitzender

Bad Doberan. . Ein Besucher- und Informationszentrum, darin unter anderem das große Klostermodell mit der gesamten Anlage sowie drei Gemälde des Doberaner Historienmalers Ludwig Bang – so sehen die Pläne des Klostervereins für einen etwa 100 Quadratmeter großen Bereich im denkmalgeschützten Marstall aus. „Neben Wohnungen und Geschäften würde sich die mittige, zweigeschossige Halle im Innern des Gebäudes für solch ein Zentrum gut eignen“, meint Manfred Lennartz, der im Verein die „Planungsgruppe Kloster“ leitet. Zudem seien in anderen Gemeinden mit ähnlichen Anlagen solche Einrichtungen längst Standard.

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Verein will Doberaner Klostergelände mehr beleben / Möglicher Standort für Tourist-Info

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„Am Doberaner Kloster fehlt einfach ein Besucherzentrum“, ist auch Sabine Schulze überzeugt. „Aber ich denke, dass die Stadt das Entwicklungspotenzial hier erkannt hat.“ So seien unter Anregung und Mitwirkung des Klostervereins in den vergangenen Jahren etwa das Torhaus und das Amtshaus saniert oder die Backhaus-Mühle revitalisiert worden, macht die Denkmalpflegerin und zweite Vereins-Vorsitzende deutlich: „Für diese Maßnahmen haben wir zehn Jahre Vorarbeit geleistet.“

Der Erfolg gebe allen Seiten recht, so Schulze: „Die Besucherströme nehmen von Jahr zu Jahr zu – der Bedarf für einen zentralen Anlauf- und Informationspunkt ist da.“ Deshalb könnten hier künftig auch die Führungen durch die Klosteranlage starten: „Wir sollten nicht nur der Kirche die ersten Informationen zum Gelände überlassen.“

Der Klosterverein sehe sich als Partner der Stadt, erklärt Sabine Schulze: „Wir wollen unterstützen – dabei sind wir sicher nicht immer bequem.“ In diesem Zusammenhang wundere sie sich über die von der stadteigenen Wohnungsgesellschaft Wig eingeforderten Mietzahlungen für die Räumlichkeiten im Marstall: „Der Verein soll hier einen Euro pro Quadratmeter hinlegen, dazu kommen noch einmal zwei Euro pro Quadratmeter für die Nebenkosten – das halte ich nicht für richtig.“

Findet auch Jochen Arenz, der im Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft sitzt: „Das Modell ist vergleichbar mit dem Kornhaus und dem Ehm-Welk-Haus – hier gibt es Veranstaltungen im Auftrag der Stadt, nicht zum Selbstzweck.“ Deshalb könne man auch für das Besucherzentrum im Marstall vom Klosterverein keine Miete verlangen, ist Arenz überzeugt: „Das geht gar nicht.“ Hier müssten sich Wig, Stadt und Klosterverein dringend zusammensetzen und eine Lösung finden.

Dann will Arenz auch eine weitere Idee vorstellen: „Vielleicht könnten wir hier ja auch Teile der Tourist-Information unterbringen“, schlägt der Stadtvertreter und Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus vor: „Mit dem jetzigen Standort im Doberaner Rathaus bin ich nach wie vor sehr unglücklich.“ Ein guter Gedanke, meint auch Ausschuss-Kollegin Monika Schneider: „In der jetzigen Planung ist das Besucherzentrum ja eher ein ,toter’ Raum – die Auslagerung der Tourist-Info würde hier zusätzlich für deutlich mehr Belebung sorgen.“

Die Stadt sei zu 80 Prozent Eigentümerin des Grundstücks, sagt Sabine Schulze: „Der Marstall hat das Potenzial, die Aufgabe eines Besucher- und Infozentrums zu übernehmen – man muss es nur wollen.“

Lennart Plottke

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