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Nienhagen plant kleinen Bootshafen

Nienhagen Nienhagen plant kleinen Bootshafen

Breiter Sandstrand, kleiner Bootshafen mit 50 Liegeplätzen, dazu Tauchschule und Bootsverleih — geht es nach Haie-Jann Krause, könnte diese Vision an Nienhagens ...

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Breiter Strand, kleiner Bootshafen, 50 Liegeplätze: So könnte die Nienhäger Ostseeküste im Jahr 2020 aussehen. Grafiken: Haie-Jann Krause/Inros Lackner SE

Nienhagen. Breiter Sandstrand, kleiner Bootshafen mit 50 Liegeplätzen, dazu Tauchschule und Bootsverleih — geht es nach Haie-Jann Krause, könnte diese Vision an Nienhagens Ostseeküste schon in knapp vier Jahren Realität sein. „Das wäre doch wirklich ein touristisches Highlight“, meint der Architekt, der aktiv im Nienhäger Ausschuss für Gemeindeentwicklung mitarbeitet. „Denn die bauliche Entwicklung unseres Ostseebades an Land steht schon in starkem Widerspruch zu der am Wasser.“

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Breiter Sandstrand, kleiner Bootshafen mit 50 Liegeplätzen, dazu Tauchschule und Bootsverleih — geht es nach Haie-Jann Krause, könnte diese Vision an Nienhagens ...

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Im Zuge dieser Entwicklung sei in den vergangenen Jahren auch die Einwohnerzahl erheblich angestiegen, so Krause: „Die damit einhergehende Gestaltung des Strandbereiches sowie eine Sicherung des Steilufers sind aber ausgeblieben — es gibt hier viel zu wenig Kapazitäten, und auch angemessene maritim-touristische Attraktionen für unsere Feriengäste fehlen.“

Deshalb habe er gemeinsam mit weiteren Mitstreitern aus der CDU-Fraktion ein Konzept entwickelt, um den Küstenstreifen ab Hauptstrand Richtung Warnemünde zu verbreitern und gleichzeitig attraktiver zu gestalten, erklärt Krause. So sei im ersten Schritt etwa das Anlegen von mindestens zehn neuen Buhnenreihen geplant, darüber hinaus eine Aufspülung von Ostseesand zu einer Strandverbreiterung von insgesamt 15 bis 20 Metern: „Zudem könnten die Strandabgänge Schulweg und Technopark ausgebaut werden — vor allem mit Toiletten sowie kleineren saisonalen Strandversorgungen.“

Als zweiten Schritt sehe das Konzept den Bau eines Wasserwanderrastplatzes mit bis zu 50 Liegeplätzen vor — plus zusätzlicher touristischer Attraktionen wie Tauchschule, Bootsverleih oder Segelkurse, blickt der Architekt in die Zukunft: „Insgesamt reden wir hier von einem Investitions-Volumen in Höhe von knapp 10 Millionen Euro — und wir sind guter Hoffnung, dafür eine 90-prozentige Förderung aus Schwerin zu bekommen.“

Denn in den vergangenen anderthalb Jahren habe es bereits viele positive Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, diversen Ämtern wie etwa dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) oder der Unteren Bauaufsichtsbehörde sowie der Forst gegeben, erklärt Haie-Jann Krause und stellt klar: „Wir haben alles abgeklopft und geprüft, bauen hier keine Luftschlösser — das hat schon alles Hand und Fuß.“

Aktuell befinde man sich in der Gutachten-Phase und hoffe, auch die Nienhäger Gemeindevertretung von diesem ambitionierten Projekt überzeugen zu können, sagt Michael Flügel, Vorsitzender im Bauausschuss: „Unser Ostseebad stößt gerade in der Hauptsaison längst an seine Grenzen — und das wird mit dem Ausbau des Radwanderweges E9 in den kommenden Jahren nicht besser.“ So hätten vor allem auch Rostocker Tagesgäste eine komfortablere Möglichkeit, schnell an der Ostsee entlang nach Nienhagen zu kommen, erklärt Flügel: „Und dafür brauchen wir mehr Platz — das dürfte auch im Interesse der Hansestadt liegen.“

Für das geforderte Umweltgutachten müsse jetzt Geld in die Hand genommen werden, erklärt der Bauausschuss-Vorsitzende: „Und viel Zeit lassen können wir uns auch nicht mehr.“ Denn um nicht aus dem aktuellen Förderzyklus herauszufallen, müsse das Projekt bis spätestens 2020 umgesetzt werden, macht Flügel deutlich: „Ziel ist es, Mitte 2018 mit der Umsetzung zu beginnen und Ende 2019, Anfang 2020 fertig zu sein.“

Um Einwohnern und Gästen die Pläne direkt vor Ort vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, soll es am 2. April eine Informationsveranstaltung auf der Pergola-Wiese an der Promenade geben.

„Wenn wir das realisiert bekommen, wäre das für unsere Gemeinde ein Paukenschlag“, wirbt auch Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) für das Millionen-Projekt. „Das kann der künftigen Entwicklung des Ortes nur guttun.“

Millionen-Projekt

10 Millionen Euro könnte die Stranderweiterung an der Nienhäger Küste inklusive neuem Wasserwanderrastplatz insgesamt kosten.

15 bis 20 Meter breit soll der Strandabschnitt Richtung Warnemünde nach Sandaufspülungen werden.

10 neue Buhnenreihen sehen die Planungen ebenfalls vor.

50 Liegeplätze für Boote plus zusätzliche touristische Attraktionen wie Tauchschule, Bootsverleih oder Segelschule könnten sich die Planer am Nienhäger Strand ebenfalls vorstellen. 2020 soll das Projekt spätestens umgesetzt sein.

Von Lennart Plottke

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