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Ob Tankstelle oder Blumenladen: Die Kunden bleiben weg

Satow Ob Tankstelle oder Blumenladen: Die Kunden bleiben weg

Satower Geschäfte und Unternehmen leiden schon jetzt unter der Straßensperrung zwischen Heiligenhagen und Satow / Und die soll noch bis Juni andauern

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Leider kein seltenes Bild: gähnende Leere an der Satower Tankstelle. Die Straßensperrung verhindert den Durchgangsverkehr.

Quelle: Renate Peter

Satow. Leere an den Säulen der Satower Tankstelle. Seit die Brücke über die Tessenitz für den Neubau abgerissen und die Landesstraße zwischen Satow und Heiligenhagen gesperrt ist, kommen nur noch wenige Kunden. „Wir spüren das extrem. Unser Umsatz ist deutlich zurückgegangen. Ich stehe selber mit im Laden, damit wir Stunden einsparen“, sagt der Inhaber Bernd Lüth. Und da er Mitglied im Unternehmerverein Satow und Umgebung ist, weiß er, dass es anderen ähnlich geht. Geschäfte und Firmen, auch das Hotel, hätten mit Verlusten zu kämpfen. „Dass die Brücke gemacht werden muss, wussten wir. Aber ich bin erbost, dass es so lange dauern soll“, sagt Lüth. Er habe beobachtet, dass in den ersten vier Wochen gar nicht so viel an der Baustelle passiert sei.

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Satower Geschäfte und Unternehmen leiden schon jetzt unter der Straßensperrung zwischen Heiligenhagen und Satow / Und die soll noch bis Juni andauern

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Weder die Zeit noch die Umleitung kann er nachvollziehen und Bernd Lüth fragt sich, ob wirklich Alternativen geprüft worden sind – eine Umgehung an der Baustelle beispielsweise. „Es wird einige noch böse erwischen. Für den Ort ist es nicht gut“, sieht er voraus.

Seine Mitarbeiterin Jana Hecker sieht es ebenso. „Es ist schlimm. Wir spüren das. Und dann so lange. Der ganze Durchgangsverkehr ist weg. Auch die Kunden unserer Poststelle sind verunsichert.“

Tankstellen-Kunde Hans-Jürgen Stein scherzt zwar: „Ich dachte, Ihr hättet zu wegen geringer Beteiligung“, doch auch er sieht die Situation alles andere als positiv, obwohl es ihn persönlich nicht betrifft. „Ich fahre von Groß Bölkow aus gleich zur Autobahn“, sagt er.

Richtig sauer ist gestern Vormittag Jens Hallensleben aus Kösterbeck. Er hatte einen Werkstatt-Termin im Ford-Autohaus Allwardt und hatte nichts von der Umleitung gewusst. „20 Kilometer Umweg über Bad Doberan und Kröpelin. Natürlich bin ich zu spät gekommen“, sagt er. Allerdings: „Die Ausschilderung haut hin“, erklärt der Kösterbecker, der seit 1994 Stammkunde bei Allwardt ist.

„Wir bemühen uns, die Kunden bei Absprachen über die Sperrung zu informieren“, sagt Service-Beraterin Marlies Stubbe. Das Ford-Autohaus habe viele Kunden aus Rostock, die nun über die A 20 kämen.

„Doch der ganze Durchgangsverkehr ist weg“, betont sie.

Das bestätigt auch Bianca Rohmann, Inhaberin des „Blumenparadies“. „Die Sperrung ist sehr zu merken. Die Kunden fehlen. Das höre ich überall. Schlimm, dass es so lange dauert“, sagt sie. Seit 2001 hat sie das „Blumenparadies“ direkt an der Durchgangsstraße, seit 2015 auch eine kleine Poststelle drin. Sie selber muss von Klein Bölkow täglich einen Umweg fahren.

Liane Heincke aus Jürgenshagen kauft für ihren Vater im BHG-Geschäft für Baustoffe, Haus und Garten ein. Dafür muss sie jetzt eine große Umleitung fahren. Über Rederank, Püschow, Reinshagen nach Heiligenhagen. „Das ist schon ein großer Umweg und Aufwand“, sagt sie. Im BHG-Geschäft sei es seit der Sperrung etwas ruhiger geworden, erklärt Verkäuferin Ursula Schläger. „Die Kunden kommen zu uns aus allen Dörfern rundherum. Aber die Hauptsaison bei dem Sortiment sei das Frühjahr. „Abwarten, was es bringt“, sagt Ursula Schläger.

Neue Brücke über die Tessenitz wird gebaut

Seit Ende September müssen Autofahrer einen Umweg machen, um nach Satow zu gelangen. Im Auftrag des Straßenbauamtes Stralsund finden an der Brücke über die Tessenitz zwischen Satow und Heiligenhagen an der L 10 Straßenbauarbeiten statt. Die Landesstraße ist an der Stelle voll gesperrt. Und das bis Mitte Juni 2017.

Eine offizielle Umleitung wird über Kröpelin, Altenhagen und den Radegaster Kreisel nach Satow empfohlen. Da die gesperrte Straße eine Landesstraße ist, muss die Umleitung auch über eine Landesstraße erfolgen. Die Strecke vom Kammerhof in Richtung Püschow ist nur dem Schul- und Linienbusverkehr vorbehalten.

Die Brücke war marode und seit Jahren war hier eine Straßeneinengung.

Renate Peter

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