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Paddeln wie in der Südsee – vor dem Strand von Rerik

Rerik Paddeln wie in der Südsee – vor dem Strand von Rerik

Das Ostseebad ist Gastgeber des 12. Hawaiian Sports Festivals

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Der Franzose David Szlachta (Mitte) testete gestern Vormittag schon mal gemeinsam mit zwei Sportkameraden aus seiner Heimat das Wettkampfrevier am Strand von Rerik. Szlachta ist in der Surfski-Szene international sehr erfolgreich bei Wettkämpfen unterwegs.

Quelle: Fotos: Lutz Werner

Rerik. Die Hawaii-Leute sind wieder da. Heute und morgen wird der Strand an der Seebrücke des Ostseebades Rerik – und das Revier im Wasser davor – zum Schauplatz des 12. Hawaiian Sports Festivals. Der beste Platz, das hierzulande ungewöhnliche Treiben zu verfolgen, ist die Seebrücke. Zu sehen sind Wettkämpfe in Einer- und ZweierSurfski und in Einer- und Zweier-Outriggern.

OZ-Bild

Das Ostseebad ist Gastgeber des 12. Hawaiian Sports Festivals

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Surfski – das sind für das Meer taugliche, überlange und sehr schmale Kajaks, die für einen Ritt auch auf hohen Wellen geeignet sind. Outrigger sind ebenfalls Ozean-taugliche Kajaks mit Ausleger, die im Unterschied zum Surfski, bei denen Doppelpaddel benutzt werden, mit einem einblättrigen Stechpaddel bewegt werden. Ihren Ursprung haben sie bei den Ureinwohnern der Südsee-Inseln – wie Hawaii. Daher rührt auch der Name des Festivals.

Die Hawaii-Karawane kommt seit 2005 immer im Juni zu ihrem Festival nach Rerik. „Unser Ostseebad ist durch den Hafen im Haff mit den vielen Yachten und den Fischkuttern sehr maritim geprägt. Die Ocean-Sportler mit ihren ganz besonderen Kajaks sorgen für ein paar Tage für Wassersport, den wir hier sonst nicht haben. Das bringt für unsere Gäste eine zusätzliche Attraktion“, stellt Stefanie Quaas, die Leiterin der Kurverwaltung, fest. Sie fügt hinzu: „So ein Sport-Wochenende – noch vor der eigentlichen Hochsaison – bringt Übernachtungen in Größenordnungen und auch die Restaurants profitieren davon.“

68 Boote – Einer und Zweier – wurden gemeldet. Die Sportler kommen oft mit ihren Familien, Freundinnen oder Freunden. Das Festival hat längst auch eine internationale Dimension. Am Start werden diesmal Sportler aus Deutschland, Frankreich, Portugal, Tschechien und der Schweiz sein. Einer von ihnen ist der Franzose David Szlachta (30), der weltweit bei Wettkämpfen – auch mit der französischen Nationalmannschaft – in der Ocean-Sports-Szene mit dem Surfski unterwegs ist. 2015 wurde der Mann von der Atlantik-Küste der Normandie bei den Weltmeisterschaften auf Tahiti Dreizehnter. Bei Europameisterschaften gab es für ihn schon Platzierungen in den Top 10. In Frankreich wird er derzeit auf Platz 3 in der nationalen Rangliste der Surfski-Fahrer geführt. Beim Hawaii-Festival in Rerik ist er zum ersten Mal dabei. „Schönes, ruhiges Städtchen mit freundlichen Menschen, gutes Wettkampf-Revier. Allerdings bin ich doch an mehr Wind und Wellen gewöhnt“, so der sympathische Franzose, der gestern schon mal gemeinsam mit zwei Sportfreunden aus der Heimat die Ostsee testete.

„Ocean Sports ist in Deutschland noch immer ziemlich exotisch, eine Randsportart. Durch solche Festivals wie in Rerik können wir uns bekannter machen“, sagt Guido Wrede aus Wuppertal, einer der Organisatoren. Thomas Zachert – ein Mitorganisator, der vom Bodensee anreiste – stellt fest: „Die wirklich großen Wettkämpfe mit der perfekten Welle und Wind gibt es in den USA, Südafrika, Australien, auch an der europäischen Atlantikküste. Dort geht es auch um Preisgeld – und die Aufmerksamkeit der Medien ist groß. Vor allem außerhalb Europas, wo unser Sport sehr populär ist. Hier steht der Spaß in der Gemeinschaft Gleichgesinnter im Vordergrund. Wir sind froh, dass wir wieder zu Gast in Rerik sein können.“

Diese Wettkämpfe gibt es: Die Einer-Kajaks – Surfski und Outrigger – starten heute um 14 Uhr zu ihrem 20-Kilometer-Rennen, die Zweier morgen um 11 Uhr. Wo, ist noch unklar. Wahrscheinlich führt die Strecke von Timmendorf auf Poel zur Reriker Seebrücke. Oder in umgekehrte Richtung. Auch die Zeit kann sich verschieben. Alles hängt von Wind, Wellen und der generellen Wetterlage ab. Der Oceanman, der Vierkampf der Rettungsschwimmer im Schwimmen, Laufen, Board paddeln und Surfskifahren beginnt voraussichtlich am Sonnabend um 18 Uhr an der Seebrücke.

Lutz Werner

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