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Reddelich plant Kita-Neubau

Reddelich/Bad Doberan Reddelich plant Kita-Neubau

Drei Träger haben Interesse, den Bau im Gewerbegebiet zu finanzieren / Auch Bedarf in anderen Gemeinden

Reddelich/Bad Doberan. Die Gemeinde Reddelich plant den Neubau einer Kindertagesstätte im Gewerbegebiet. Mit diesem soll die Anzahl der Plätze von 28 auf 50 erhöht werden.

OZ-Bild

Drei Träger haben Interesse, den Bau im Gewerbegebiet zu finanzieren / Auch Bedarf in anderen Gemeinden

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Drei Träger haben Interesse angemeldet, die Kosten für das neue Gebäude zu übernehmen, teilte Bürgermeister Ulf Lübs am Dienstagabend im Sozialausschuss der Gemeinde mit. Auch in anderen Gemeinden herrscht hoher Bedarf an Kita-Plätzen. In Kühlungsborn wurde in diesem Jahr schon über eine vierte Kita diskutiert und auch in Bad Doberan sind die Kapazitäten ausgereizt.

Grund für die Neubaupläne in Reddelich: Die jetzige Kita „Rohrspatzen“ der Volkssolidarität an der Alten Dorfstraße ist in einem Wohnhaus untergebracht, das in den 50er Jahren zur Kita umfunktioniert wurde. „Seitdem wurde am Haus ,rumgedoktert’. Wir müssen befürchten, dass sich Auflagen bald nicht mehr umsetzen lassen“, sagt Lübs. Zwar sei das Kita-Dach jetzt saniert worden und es bestehe kein akuter Zeitdruck, aber Mängel am Haus seien weiterhin vorhanden. Am jetzigen Standort könne jedoch kein Neubau realisiert werden, ohne die Betreuung der Kinder zu unterbrechen. Die Gemeinde habe mit Trägern gesprochen und drei – die Volkssolidarität, das Deutsche Roten Kreuz und Jul – hätten Interesse signalisiert, einen Neubau zu finanzieren und die Kita dann auch zu betreiben.

Als Fläche ist ein 8000-Quadratmeter-Grundstück im Gewerbegebiet vorgesehen, welches im Besitz der Gemeinde ist und an die Streuobstwiese grenzt. Ob das Grundstück an den Träger verkauft oder verpachtet wird, müsse noch besprochen werden, hieß es im Sozialausschuss. „Im Gewerbegebiet funktioniert die Genehmigung einer Kita relativ einfach, die nächste Wohnbebauung ist relativ weit weg und es gibt genug Freifläche für die Kinder“, sagt Görres Grenzdörffer, Vorsitzender des Sozialausschusses. Der Ausschuss war sich darüber einig, dass dort ein Landkindergarten etabliert werden soll.

„Wir brauchen nichts Spezielles. Wir haben keine Konkurrenz wie in der Stadt“, so Grenzdörffer.

Ergebnis der Sozialausschusssitzung: Als nächster Schritt sollen die interessierten Träger angeschrieben werden und deren Konzepte und Baupläne abgefragt werden, denn 8000 Quadratmeter werde wohl keiner benötigen. Die restliche Fläche könnte perspektivisch für Erweiterungsbauten, einen Hort oder Betreutes Wohnen genutzt werden, sollte der Bedarf bestehen.

Weiterer Grund für einen Neubau ist der Bedarf an Plätzen. Regelmäßig gebe es Anfragen in der Kita, teilt Ausschussmitglied und Kita-Leiterin Kirsten Schildt mit. Ähnliches Bild in Bad Doberan:

„Zurzeit sind alle Einrichtungen in der Stadt kapazitativ ausgelastet“, teilt Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla mit. Zum Teil würden die Träger mit befristeten Ausnahmegenehmigungen vom Jugendamt für die dringendste Bedarfsdeckung arbeiten. Auf der Warteliste im Kindergarten- und Krippenbereich ständen derzeit 15 Anmeldungen. Dem Jugendamt des Landkreises sei die Situation bekannt. „Auch die Kapazitäten der Tagesmütter sind ausgelastet.“ 166 Krippenplätze und 396 Kindergartenplätze stehen in Bad Doberan zur Verfügung. Hinzukommen 20 Plätze bei Tagesmüttern. Einen Kita-Neubau plane die Stadt nicht, so Gerhart Kukla. „Wir können jedoch ein Grundstück im neuen B-Plan-Gebiet Nr.12 anbieten.“ Damit ist das neue Wohngebiet an der Dammchaussee gemeint, das derzeit erschlossen wird.

Der Bau einer vierten Kita wurde im Ostseebad Kühlungsborn diskutiert, doch zuletzt im Sozialausschuss im September davon Abstand genommen. Die Kitas sind ausgelastet, nur vereinzelnd sind Plätze frei. Die Träger wollen auf den Bedarf flexibel reagieren.

Der ist in der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen so hoch, dass gehandelt werden muss. Die Kindertagesstätte „Storchennest“ wird um zwölf Krippenplätze erweitert. Dafür soll die Vereinsgaststätte des 1.FC Obotrit Bargeshagen umgebaut werden, der Förderbescheid ist bereits da.

In Satow wird die Kita „Knirpsenland“ bereits erweitert. Bisher werden hier 105 Jungen und Mädchen betreut, künftig sollen es 150 sein. Dafür wird ein Neubau für drei Millionen Euro errichtet. Im Frühjahr soll Richtfest sein.

Anja Levien

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