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Schönheitskur fürs Ostseebad: Neue Grünflächen, breitere Wege

Nienhagen Schönheitskur fürs Ostseebad: Neue Grünflächen, breitere Wege

Der Radweg wird an der Promenade umgeleitet, damit sich Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr in die Quere kommen / Neue Fahrradständer werden installiert

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Vor „Tante Emma“ wird es jetzt schön. Der Geschäftsführer der „Hanseatische Umwelt CAM GmbH“, Martin Staemmler, legte selbst mit Hand an. Neuer Boden und Grasssamen wurden aufgebracht.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Nienhagen. Endlich kann Silke Keller an ihrem „Tante Emma“-Laden drei Tische herausstellen. „Das sah doch schlimm aus“, sagte sie. Am Wohn- und Geschäftshaus wurden im Auftrag der Gemeinde Grünflächen angelegt. Ausgeführt von der Firma „Hanseatische Umwelt CAM GmbH“ aus Sandhagen. „Ich bin froh, dass die Flächen nun gepflegt aussehen“, sagt die Unternehmerin. Der Rasen hat es in sich: Einen wesentlichen Anteil an der Qualität haben gut kompostierte und vererdete Grünschnittkomposte, Algen, verschiedene Sande und aktive Bodenkulturen. „Es handelt sich um den ersten Bauabschnitt von etwa 80 Quadratmeter um den ‚Tante Emma' Laden, der mit einer speziellen Grasmischung eingesät wurde“, so der Geschäftsführer der Hanseatischen Umwelt, Martin Staemmler.

OZ-Bild

Der Radweg wird an der Promenade umgeleitet, damit sich Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr in die Quere kommen / Neue Fahrradständer werden installiert

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„Ich bin froh, dass die Flächen nun gepflegt aussehen.“

Silke Keller,

Geschäftsfrau

„Freude und Lohn war für uns das glückliche Gesicht der Ladenbetreiberin, die schon lange auf ein ansprechendes Ambiente im Außenbereich wartete“, so der Diplom-Agraringenieur.

Damit wie geplant zu Pfingsten alles grün ist, muss die Ansaat nun vom Bauhof alle drei Tage bewässert werden. Lange Haltbarkeit, geringe Folgekosten bei richtiger dreimal jährlicher Düngung, das verspricht Fachmann Staemmler, der selbst Hand mit anlegte, als die Erde aufgebracht wurde. Silke Kellers Bedenken, dass „Rasenlatscher“ alles wieder zunichtemachen, wurde mit einem provisorischen Zaun gelöst: „Wir werden dort eine feste niedrige Abzäunung setzen“, sagt Bürgermeister Uwe Kahl, der jetzt an vielen Stellen in Nienhagen Verschönerungen vornehmen lässt.

„Jetzt beschäftigen wir drei Vollzeit-Bauhofmitarbeiter und einen auf geringfügiger Basis“, sagt der Bürgermeister. Die Leitung übernahm Birger Mendrina, denn Nienhagen wächst und die Arbeit wird mehr. „Der erhöhte Personalstand machte sich bemerkbar“, so Kahl erfreut. Der Bauhof sei gepflegter und die Mäharbeiten im Ostseebad konnten besser koordiniert werden. Auch der Technopark werde stärker eingebunden. Eine rundum gute Sache sei das, sagt Kahl. Gräben wurden ausgebaggert, Bäume beschnitten und ein lang anstehendes Problem angegangen: „Wir leiten den Radweg um. Es gab schon öfter Beschwerden von Gästen und Einheimischen“, so Uwe Kahl. Denn die Promenade ist zu schmal für Radler und Fußgänger. „Die Promenade kann nicht verbreitert werden, weil sie sich teilweise in Privatbesitz befindet“, erklärt er. Die Firma Tief-und Rohrleitungsbau Rudolf Zimdars aus Dargun verbreiterte den um die 40 Meter langen Weg seitlich des Hotels „Nienhäger Strand“ von 1,50 Meter auf 2,10 Meter. Hinweisschilder werden zukünftig Radfahrern den Weg weisen, der von der Straße hinter der Pergola, rechts neben dem „Strandrestaurant“ entlangführt, und dann wie gewohnt an der Strandkorbwiese weitergeht.

Es sind die wenigen Meter, die nun die Promenade entlasten, wo sich regelmäßig Fußgänger und Radler in die Quere kamen, weil dort wegen des ausgewiesenen Ostseeküsten Radweges E9 kein Absteigen vom Rad angeordnet werden konnte. „Uns geht es darum, die Räder von der Promenade zu bekommen. Das ist kein schönes Bild, außerdem verstellen sie massiv den Weg, wenn sie geparkt werden“, sagt Kahl. Doch irgendwo müssen sie hin, wenn die Gäste an den Strand gehen. Deshalb lässt die Gemeinde unter der Pergola auf einer Breite von etwa 30 Metern bis Anfang Juni 50 neue Fahrradständer installieren. „Für weitere zehn suchen wir jetzt noch den besten Platz“, sagt Kahl.

Angedacht ist auch die Neugestaltung des Kreisels in der Kliffstraße. Auch dort soll der Mutterboden ausgetauscht und neu bepflanzt werden. Ein Blumenmeer soll dort entstehen.

Von Sabine Hügelland

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