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Straßenbauamt lehnt Leitplanke an L 12 ab

Rethwisch Straßenbauamt lehnt Leitplanke an L 12 ab

Erforderliche Grabentiefe von drei Meter wird nicht erreicht / Nienhäger kämpft weiter um Sicherheit

Rethwisch. Das Straßenbauamt Stralsund wird an der Landesstraße 12 zwischen Bad Doberan und Rethwisch keine Schutzleitplanke aufstellen. „Die Nachmessung ergab, dass die Gräben unter 2,90 Meter tief sind, sodass wir keine Handhabe haben, eine Schutzleitplanke zu setzen“, sagt Hans-Jürgen Höcker vom Straßenbauamt Stralsund, der die Messung in Auftrag gegeben hatte.

 

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Dieter Harder und Horst Hagemeister (vorn) veranschaulichen die Tiefe des Grabens.

Quelle: A. Levien

Busfahrer Dieter Harder und Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister fordern eine Leitplanke an der viel befahrenen Strecke, die vor allem im Winter gefährlich sei (die OZ berichtete). „Der Straßenabschnitt gleicht einem Damm“, sagt Dieter Harder. Im Winter bei Glatteis könne der Wind das Auto schnell von der Fahrbahn drücken, dann droht das Abrutschen in den tiefen Graben. Als Voraussetzung für eine Leitplanke nennt das Straßenbauamt eine Grabentiefe von über drei Metern und einen Neigungswinkel von eins zu drei. Zudem müsse die Anzahl der Autos stimmen, die täglich die Straße nutzen. Letzteres sei auf jeden Fall ausreichend.

Warum das Straßenbauamt an dem Neigungswinkel und der Drei-Meter-Grenze festhält, ist für Dieter Harder unverständlich. „An vielen Straßen sind Leitplanken verbaut, da gibt es kaum einen Graben und manchmal geht es sogar an einer Böschung bergauf“, so der Nienhäger, der seit über40 Jahren Erfahrungen als Lkw- und Busfahrer sammelt.

„Wenn wir Unfallschwerpunkte haben oder Alleebäume dicht an der Fahrbahn stehen, werden dort Leitplanken gesetzt“, sagt Hans-Jürgen Höcker. „Das haben wir an der L12 zwischen Bad Doberan und Rethwisch nicht. Uns sind da die Hände gebunden.“ Auch die Polizei sieht auf der Strecke zwischen Bad Doberan und Rethwisch keinen Unfallschwerpunkt, bekam seit dem 1. Januar 2015 einen Unfall gemeldet, bei dem ein Fahrzeug von der Straße abgekommen war. Das Auto war von einer Böe erfasst worden und rutschte in den Graben.

Dieter Harder will weiter für die Sicherheit auf diesem Straßenabschnitt kämpfen und bekommt nach seinen Aussagen jetzt auch Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Aussagen der Polizei könne er nicht nachvollziehen. „Ich selber habe drei Unfälle miterlebt, Horst Hagemeister ebenfalls. Wir sind der Meinung, dass jeder Unfall, der hätte geschützt werden können, einer zu viel ist.“

al

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