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Tiefe Gräben: Leitplanke für die Landesstraße?

Rethwisch Tiefe Gräben: Leitplanke für die Landesstraße?

Dieter Harder und Horst Hagemeister fordern zwischen Rethwisch und Bad Doberan Schutz für Autofahrer / Straßenbauamt prüft

Rethwisch. Der Nienhäger Dieter Harder und Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister stehen im tiefen Graben an der Landesstraße 12 zwischen Bad Doberan und Rethwisch.

 

OZ-Bild

Autofahrer Dieter Harder und Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister (vorne) zeigen, wie tief der Graben neben der L12 ist. Sie fordern eine Leitplanke.

Quelle: Fotos: Anja Levien/ Henrik Nitzsche
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Im Mo- ment sieht es so aus, dass wir nicht die erforderliche Tiefe haben. Nächste Woche erwarte ich genaue Ergebnisse von der Vermessung.“ Hans-Jürgen Höcker, Straßenbauamt

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Autofahrer Dieter Harder und Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister (vorne) zeigen, wie tief der Graben neben der L12 ist. Sie fordern eine Leitplanke.

Quelle: Fotos: Anja Levien/ Henrik Nitzsche
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Im Mo- ment sieht es so aus, dass wir nicht die erforderliche Tiefe haben. Nächste Woche erwarte ich genaue Ergebnisse von der Vermessung.“ Hans-Jürgen Höcker, Straßenbauamt

Über drei Meter tief

Die Voraussetzungen für eine Schutzplanke sind laut Straßenbauamt Stralsund erfüllt, wenn ausreichend Autos täglich auf der Strecke fahren, die Tiefe neben der Fahrbahn über drei Meter und der Neigungswinkel 1 zu 3 ist.

Über ihren Köpfen sausen die Autos vorbei. Die beiden Männer wollen deutlich machen, wie gefährlich die L12 für Autofahrer werden kann, wenn sie von der Straße abkommen. Sie fordern eine Leitplanke an der viel befahrenen Strecke. Die Voraussetzungen dafür werden gerade vom Straßenbauamt Stralsund überprüft. Tendenz: Eine Gefährdung ist nicht gegeben. Das sehen Dieter Harder und Horst Hagemeister anders.

Vor allem im Winter sei die Strecke zwischen Bad Doberan und Rethwisch gefährlich. „Die Straße ist ein Damm, sie ist nicht geschützt durch Bäume oder Sträucher“, sagt Dieter Harder. Neben der Landesstraße an beiden Seiten steile Abhänge. „Da geht es etwa drei Meter in die Tiefe.“ Der 60-Jährige nutze die Strecke regelmäßig, habe hier auch Erfahrungen als Busfahrer gesammelt. Er selbst sei im Winter schon in die Situation gekommen, dass er durch Wind und Glatteis neben den Fahrstreifen gedrückt wurde. Daher habe er sich beim Straßenbauamt und beim Verkehrsministerium des Landes informiert.

Eine Leitplanke sei nach Prüfung abgelehnt worden. Es gebe kein Gefährdungspotential. „Ich will nicht sagen, dass die Strecke unfallträchtig ist, aber ich will verhindern, dass etwas passiert.

Menschen sollen nicht zu Schaden kommen, nur weil an falscher Stelle gespart wird“, sagt Harder und setzt sich weiter für eine Leitplanke ein.

Unterstützung bekommt der 60-Jährige jetzt von Bürgermeister Horst Hagemeister. „Ich habe oft erlebt, dass man bei Glatteis alleine vom Wind weggeschoben wird. Ich kenne genügend Leute, die schon im Graben lagen“, erzählt Horst Hagemeister. Zum Glück sei noch kein Schulbus dort heruntergerutscht. „Wir bauen zur Sicherheit eine Buswendeschleife, aber der Anfahrtsweg ist saugefährlich“, sagt Hagemeister und schüttelt den Kopf. Vor Bäumen würden Schutzplanken gebaut, aber nicht dort, wo Menschen geschützt werden können.

Das Straßenbauamt Stralsund überprüft derzeit, ob die Voraussetzungen für eine Schutzplanke an der L12 zwischen Bad Doberan und Rethwisch vorliegen. Dieses wäre der Fall, wenn die Grabentiefe über drei Meter und der Neigungswinkel eins zu drei betragen würde, erläutert Hans-Jürgen Höcker vom Straßenbauamt Stralsund. „Im Moment sieht es so aus, dass wir nicht die erforderliche Tiefe haben“, sagt Höcker. Um eine Entscheidung zu treffen, habe er angeordnet, dass der Einschnitt und der Böschungswinkel in den nächsten Tagen vermessen werden. Der Dezernent im Straßenbauamt rechnet nächste Woche mit den Ergebnissen.

„Sollten die drei Meter Tiefe gegeben sein, dann würden wir Schutzplanken setzen“, sagt Höcker. Das sei abschnittsweise möglich. Ein Problem sei der Schnee im Winter. Dadurch, das weder Bäume noch Sträucher der Straße Schutz bieten, würde sich Schnee an der Leitplanke sammeln. Zudem drücken Räumfahrzeuge diesen an die Planke. Der Aufwand, die Straße frei zu halten, steige.

Die Entscheidung über den Bau einer Leitplanke sei keine finanzielle Geschichte, hebt Höcker hervor. Es könne jedoch nicht überall eine Schutzplanke hingesetzt werden, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden. „Natürlich wird es mal vorgekommen sein, dass jemand in den Graben gerutscht ist, aber mir ist nicht bekannt, dass es ein Unfallschwerpunkt ist.“

Das bestätigt auch die Polizei. Seit 1. Januar 2015 habe es einen Unfall gegeben, bei dem ein Fahrzeug von der Straße abgekommen ist, informiert Polizeisprecherin Kristin Hartfil. Das Auto sei aus Richtung Rethwisch 400 Meter vor dem Kreisverkehr von einer Windböe erfasst worden, kam rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. „Aus Sicht der Polizei ist eine Schutzbeplankung an der Strecke nicht erforderlich.“

Anja Levien

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