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Transparenz für Verbraucher: Landwirt öffnet seinen Hof

Fienstorf Transparenz für Verbraucher: Landwirt öffnet seinen Hof

Am Sonntag lädt Landwirt Jan Hinrich Kühl in seinen Betrieb ein / Doberaner Bauernverband will Kunden zeigen, „wie wir arbeiten“ / Viele Produzenten vertreten

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Miriam und Jan Hinrich Kühl laden zum Tag des offenen Hofes nach Fienstorf ein.

Quelle: Michael Schißler

Fienstorf. /Bad Doberan. Die Tische und Stühle stehen schon bereit, das Unkraut ist gejätet: Für Sonntag haben Jan Hinrich Kühl und seine Frau Miriam zum Tag des offenen Hofes nach Fienstorf bei Broderstorf eingeladen.

„Wir sind darüber ganz froh“, sagt Volker Bredenkamp, Vorsitzender des Bauernverbandes Bad Doberan. „Uns ist daran gelegen, unseren Kunden zu zeigen, wie wir arbeiten und dass wir nichts zu verstecken haben.“

Der von Jan Hinrich Kühl geführte Betrieb steckt in einer scharfen Diskussion im Hinblick auf den Bau einer Hähnchenmastanlage. Und auch das kommt dem Bauernchef in Bad Doberan entgegen: „Wir wollen hier die Diskussion anstoßen.“ Wenn der Verbraucher mit regionalen Lebensmittel versorgt werden wolle, dann müsse er auch akzeptieren, „dass die Ställe hier stehen“.

„Wir wollen den Skeptikern die Möglichkeit geben, sich alles anzusehen und alles zu hinterfragen“, sagt auch Jan Hinrich Kühl. „Es muss Vertrauen zur regionalen Produktion geschaffen werden, nur dadurch kann man Diskrepanzen abbauen.“ Kühl bedauerte in diesem Zusammenhang, dass lediglich noch zwei Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung etwas mit dem Landwirtschaft zu tun hätten.

Am Sonntag allerdings soll den Gästen aus der Region die Landwirtschaft wieder nahe gebracht werden. „Wir haben hier ein Grillwagen mit regional aufgezogenen Hähnchen“, sagt Jan Hinrich Kühl. „Der Geflügelzüchter Wiesenhof wird über seine Arbeit informieren. Und andere Landwirte kommen auch, um ihre Produkte vorzustellen. Vertreten sein werden beispielsweise die Fleischerei Wiechmann aus Pankelow, ebenso wie eine Imkerei.“

Im Vordergrund aber steht die Landwirtschaft auf dem 1600 Hektar großen Hof, den Jan Hinrich Kühl mit fünf festangestellten Mitarbeitern und zwei Lehrlingen bewirtschaftet. Angebaut werden auf den Flächen Mais, Weizen, Raps und Gerste. Kühl betreibt zudem eine Biogasanlagen, „mit der wir nun Strom dann erzeugen wollen, wenn er auch gebraucht wird.“

Bei den Betriebsführungen geht es darüber hinaus in Lagerhallen und in die Getreidetrocknung. „Wir werden hier erklären, dass auch die geplante Geflügelmastanlage zu diesem Konzept gehört und die einzelnen Kreisläufe auf unserem Hof funktionieren“, sagt Kühl. „Wir wollen dabei dann deutlich machen, dass das alles nichts mit Verschmutzung und Verklappung zu tun hat, sondern im Blick auf nachhaltiges Wirtschaften auch einen Sinn ergibt.“

Die Führungen allerdings beschränken sich nicht nur auf den Fienstorfer Hof, sie führen auch zu Kühls Verbundpartner Frank Jager in Broderstorf. Die Gäste können sich dort über die Arbeit eines Milchviehbetriebs informieren.

Jahrmarkt der Landwirtschaft

Ein buntes Angebot wird auf die Gäste in Fienstorf warten. Die Landfrauen aus Satow bieten Kaffee und Kuchen an, für die Kinder ist eine Strohburg aufgebaut, für die Kinder gibt es zudem Betriebsführungen und die Möglichkeit, auf Ponys zu reiten. Detlev Göllner stellt die Arbeit der Jäger vor. Wer möchte, kann sich an einer Melkstation versuchen, außerdem wird ein Rasenmäherparcour aufgebaut sein. Miriam Kühl wird ihre Zuchtpferde dem Publikum präsentieren. Sammler von alten Schleppern werden ihre Traktoren der neuen Landtechnik gegenüberstellen. Auch für die Freunde von Kremserfahrten ist gesorgt. Zudem wird eine Pferdedentistin ihre Arbeit erläutern. Ansehen können sich die Gäste auch, wie landwirtschaftlicher Boden untersucht wird. Der Hoftag beginnt am Sonntag um 10 Uhr.

Michael Schißler

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