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Willkommen zu Hause: Junge Leute zieht’s an die Ostsee

Heiligendamm Willkommen zu Hause: Junge Leute zieht’s an die Ostsee

Arbeiten in MV ist in: Das Grand Hotel Heiligendamm begrüßt in diesem Jahr 21 neue Azubis / Nach Stationen in Zürich, London und Berlin kehrt auch Juliane Rhode zurück an die Küste

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„Das ist schon ein Umwerben von Fachkräften.“Thomas Peruzzo, Direktor Grand Hotel

Heiligendamm. Sie ist in Wittenbeck aufgewachsen, hat in Kühlungsborn eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht – und sich dann ihre Sporen in Zürich, London und Berlin verdient. „Vier Jahre Marriot Grand Residences, drei Jahre Ritz-Carlton, drei Jahre Adlon“, zählt Juliane Rhode ihre beruflichen Stationen auf. „Das war alles toll – aber irgendwann zieht es einen immer an die Ostsee zurück.“

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Arbeiten in MV ist in: Das Grand Hotel Heiligendamm begrüßt in diesem Jahr 21 neue Azubis / Nach Stationen in Zürich, London und Berlin kehrt auch Juliane Rhode zurück an die Küste

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Jetzt arbeitet die 37-Jährige als „Regional Sales Manager“ im Grand Hotel Heiligendamm, ist hier Ansprechpartnerin für Veranstaltungen aller Art. Ob Weihnachtsfeiern, Firmen-Jubiläen oder Meetings – „ich komme aus der Region und weiß, wovon ich rede“, sagt Rhode. „Ich glaube schon, dass das für die Leute ein nicht unwesentlicher Punkt ist.“

Nach anderthalb Jahren an der Rezeption im Berliner Ritz-Carlton sei es an der Zeit gewesen, auch die Hintergründe des Hotel-Betriebes genauer zu verstehen, erklärt die junge Frau. „Deshalb bin ich – nach meiner Ausbildung an der Hotelfachschule – vom Front-Office in den Verkauf gewechselt.“

Die Geburt von Töchterchen Greta im Jahr 2013 sei eine Zäsur in ihrem Leben gewesen, erklärt Juliane Rhode. „Da stand für mich fest – ich möchte zurück in meine Heimat.“ Denn hier habe sie eine tolle Kindheit verlebt: „Nach der Schule ging’s oft direkt zum Strand.“ Und genau das wolle sie nun auch ihrer Tochter ermöglichen: „Die Kleine soll an der Ostsee aufwachsen – es gibt einfach nichts Schöneres.“

Vom Berliner Adlon aus habe sie besonders gern auf das Brandenburger Tor geblickt – ihr Lieblingsplatz im Grand Hotel sei jetzt die Dachterrasse, sagt Juliane Rhode: „Da sehe ich auf der Ostsee die Boote und Schiffe – und mir wird immer wieder klar, wie besonders das ist.“ Denn vor der Wende wäre solch ein Anblick noch völlig illusorisch gewesen, meint die 37-Jährige.

Dass das Grand Hotel und die mecklenburgische Ostseeküste für junge Leute nicht nur ein attraktives Lebens-, sondern auch ein begehrtes Arbeitsumfeld bietet, hat auch Direktor Thomas Peruzzo mit Blick auf das neue Ausbildungsjahr festgestellt: „Bei uns fangen 21 Azubis an – deutlich mehr, als eigentlich geplant war.“ Doch wenn sich junge Menschen für das Grand Hotel interessierten und sich hier qualifizieren wollten, „machen wir da keinen Deckel drauf“, stellt Peruzzo klar.

Was den Direktor besonders freut: „Wir können wieder mehrere Köche und Restaurantfachleute ausbilden – das ist Goldstaub.“ Dabei kämen 20 von 21 Azubis nicht aus MV: „Die Frage für uns war: Wie informieren sich die jungen Leute von heute“, erklärt Thomas Peruzzo. „Ob über Online-Kanäle, Apps, Matching-Seiten, aber auch auf Messen – wir machen da schon mehr als früher.“ Dazu gebe es attraktive „Starter-Pakete“ – und die Personalabteilung baue von Beginn an nicht nur einen Kontakt, sondern eine „Beziehung“ zum neuen Mitarbeiter auf, so Peruzzo: „Das ist schon ein Umwerben von Fachkräften.“

Damit das Leben und Arbeiten künftig noch attraktiver wird, sollen in Heiligendamm im kommenden Jahr soziale Wohnungen für Mitarbeiter gebaut werden. „Wir sind mit der Stadt Bad Doberan in guten Gesprächen“, sagt Thomas Peruzzo. „Geplant sind 60 bis 80 Einheiten.“

Juliane Rhode hat ihr Zuhause in Wittenbeck bereits gefunden. Nach fast 15 Jahren unterwegs in Deutschland und Europa nehme sie die Ostsee jetzt ganz anders wahr, sagt die junge Mutter – und ihre Augen leuchten: „Da genießt man den Sturm und sogar den Regen – und was gibt es Schöneres als ein Picknick am Strand . . .“

Lennart Plottke

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