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Wirtschaftshaus: Stadt legt Entwurf für Dachsanierung vor

Bad Doberan Wirtschaftshaus: Stadt legt Entwurf für Dachsanierung vor

Das Bauamt hat der AG Kloster ein konkretes Nutzungskozept für die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes am Münster präsentiert / Stadtvertreter müssen noch entscheiden

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Die Realität: Die Ruine des 1979 abgebrannten Wirtschaftsgebäudes könnte nun endlich zu neuem Leben erweckt werden. Ein Spitzdach aus rotem Ziegeln ist vorgesehen.

Quelle: Andreas Meyer

Bad Doberan. Mehrere Millionen Euro fließen in die Sanierung des 1979 abgebrannten Wirtschaftsgebäudes gegenüber vom Kornhaus. Ein Mühlenrad ist bereits installiert worden, der Klosterverein hat 71000 Euro Spenden für das dringend benötigte Dach der Ruine gesammelt. Die Weichen sind gestellt. Nun hat die Stadt ein konkretes Nutzungskonzept präsentiert, was als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln gilt. Am Mittwoch traf sich die „Arbeitsgruppe Kloster“, um über das Konzept zu sprechen, bevor es den Stadtvertretern vorgestellt wird.

OZ-Bild

Das Bauamt hat der AG Kloster ein konkretes Nutzungskozept für die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes am Münster präsentiert / Stadtvertreter müssen noch entscheiden

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In der AG sind neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Bürgermeister Thorsten Semrau, die Untere Denkmalschutzbehörde, der Klosterverein, das Kornhaus, die Kirchengemeinde sowie Tillmann Hahn als Stadtvertreter und Interessent. Sie alle waren sich am Ende der zweistündigen Sitzung einig: „So könnte man es machen.“ Bevor der Antrag auf Fördermittel gestellt werden kann, hat die Stadtvertretung das letzte Wort.

Nach Jahren des zähen Ringens können die Planungen nun weiter vorangetrieben werden. Der Clou: Mit dem neuen Konzept könnte auch die Dachsanierung bereits im ersten Bauabschnitt realisiert werden.

Und das sogar zu zwei Dritteln. Zur Erinnerung: Noch vor einem Jahr sah Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass kein Licht am Ende des Tunnels, was eine mögliche Dachsanierung anging. Ein provisorisches Dach deckt bisher einen Teil des Gebäudes ab.

Ziel des neuen Entwurfes sei gewesen, so Sass, verschiedene Nutzungsarten zu prüfen. Dazu holte die Verwaltung einen Statiker ins Boot. Eine Brauerei könnte bereits im Erdgeschoss entstehen, so ist es schon lange auf dem Papier vorgesehen. Bestätigt ist jetzt, dass neben der Braustube, Lagerräumen und dem Mühlenradbereich ein 125 Quadratmeter großer Gastraum mit Ausgang zur Terrasse und einem Durchgang zur 50 Quadratmeter großen Küche möglich ist. In dem Anbau an der Westseite könnten die Sanitäranlagen untergebracht werden. „Das bietet sich an, weil es in dem Anbau keine Fenster gibt“, sagt Andreas Baumgart von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Darüber gebe es auch Nistmöglichkeiten für die Fledermäuse. Für künftige Veranstaltungen soll ein überdachter Bühnenbereich (45 Quadratmeter) in der Mitte zur Verfügung stehen. Über der Mühle, im ersten Obergeschoss ist die Nutzung aufgrund des Gastronomiebetriebes im Erdgeschoss eingeschränkt. Denkbar ist auf einer Fläche von mehr als 250 Quadratmetern ein Ausstellungsraum. Dieser wäre über ein seperates Treppenhaus erreichbar. Im ersten Obergeschoss ist auch eine Herberge möglich mit neun Zimmern.

Im zweiten Obergeschoss sollen Büros entstehen. „Das Dachgeschoss wird vorerst nicht genutzt“, erläuterte Sass. Passend zum historischen Gewand wird das Dach mit roten Ziegeln gedeckt und Gauben bekommen.

Auch wenn es sich nur um einen Entwurf handelt, könnte es nun rasch vorangehen. Es gibt bereits einen potenziellen Betreiber für die Brauerei. Dieter Heinen aus Aschaffenburg möchte mit Tillmann Hahn zusammen eine Brauerei-Gaststätte eröffnen. Ein gemeinsames vollständiges Betreiberkonzept haben sie bereits in der Schublade, bestätigte der Sternekoch. „Ich habe ihn im Rathaus bekannt gemacht. Nun könnte es endlich losgehen, wenn die Voraussetzungen geschaffen sind“, so Hahn.

Für Diskussionen sorgte auf der Sitzung sein Einwand, dass für den Braumeister noch Lagerräume fehlen würden. „Die sind wichtig“, betonte er. Norbert Sass und Ellen Stage entgegneten, dass die Möglichkeiten eingeschränkt seien. Das seien Detailfragen.

Katarina Sass

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