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Zu enge Bahnsperre beschäftigt Behindertenausschuss

Reddelich Zu enge Bahnsperre beschäftigt Behindertenausschuss

Der Behindertenbeirat des Landkreises Rostock hat sich für den Umbau der Bahnsperre am Bahnübergang Reddelich eingesetzt.

Reddelich. Der Behindertenbeirat des Landkreises Rostock hat sich für den Umbau der Bahnsperre am Bahnübergang Reddelich eingesetzt.

Hintergrund: Bürgermeister Ulf Lübs hatte kritisiert, dass die Querung – drei ineinander verschränkte Bügel – an der Glashäger Straße nicht behindertengerecht sei. Mit seinem Handbike kann er die Sperre nur mit viel Mühe und Rangieren passieren. So geht es auch Radfahrern mit Anhängern, Müttern mit Doppelkinderwagen und anderen, die ein breites Gefährt mit sich führen. Die Bahn ist anderer Meinung und verweist auf die Einhaltung gültiger Richtlinien. Auch ein Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Bahn und dem Bürgermeister vor einigen Jahren, der mit seinem Handbike bewies, dass die Querung zu eng ist, überzeugte nicht. Stattdessen erklärte sich der Konzern einverstanden, dass sie einen Umbau dann befürworte, wenn die Gemeinde die Kosten trage. Das aber darf die Kommune aus haushaltsrechtlichen Gründen schon nicht. Dabei würde es den Reddelichern schon genügen, wenn die der Umlaufsperre – so der Name im Fachjargon – minimal umgebaut würde. Zum Beispiel, indem eine Strebe entfernt oder die Abstände um zehn Zentimeter versetzt würden, sagte Lübs damals (OZ berichtete).

Wilfried Kändler, Vorsitzender des Behindertenausschusses im Landkreis, will helfen. „Ich habe das im Ausschuss thematisiert und ich habe an die Bahn geschrieben und um eine gütliche Regelung gebeten“, sagt Kändler. Er setze sich für eine individuelle Lösung ein, obwohl es noch zahlreiche weitere Fälle gebe, in denen der Bahnübergang zu eng sei. „Die Bahn hat gesagt, dass sie der Umbau zu viel Geld kostet“, so Kändler. Also habe er sich erkundigt, ob der Gemeinde durch Fördermittel – zum Beispiel durch europäische Leadermittel, geholfen werden kann. „Aber das ist nicht der Fall.“

Weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung habe Kändler erhalten und will sein Anliegen deshalb noch in diesen Tagen erneut bei der Bahn ins Gespräch bringen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub in Nordrhein-Westfalen hatte bereits vor Jahren diese Umlaufsperren kritisiert und sieht in ihnen eher eine Gefahr als eine Sicherheitsmaßnahme, die Radfahrer und andere zwingen soll, abzusteigen.

kas

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