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Zoff um Edeka-Neubau

Kühlungsborn Zoff um Edeka-Neubau

Grüne sorgen mit Kritik für Zündstoff / Fraktionen wehren sich gegen Behauptungen

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Weitere Fachleute werden sich damit befassen.Hans-Joachim Ollhoff (HGV), Stadtvertreter

Kühlungsborn. Der Frieden im Ostseebad ist in Gefahr. Grund ist ein geplanter Edeka-Neubau in der Reriker Straße. Hier sollen die vorhandenen Gebäude abgerissen und ein neues Haus an gleicher Stelle gebaut werden. Die Verkaufsfläche würde sich von 700 auf 1500 Quadratmeter vergrößern. Die Grünen gingen zum Angriff über und kritisierten all diejenigen, die sich lange mit diesem Großprojekt beschäftigt haben: Stadtvertreter, Verwaltung und Investor (die OZ berichtete). Aus verschiedenen politischen Lagern wird nun Unmut breit. Viele wehren sich gegen die Äußerungen der Grünen.

OZ-Bild

Grüne sorgen mit Kritik für Zündstoff / Fraktionen wehren sich gegen Behauptungen

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„Dieses Niveau hatten wir in dieser Form noch nie in Kühlungsborn. Hier wird der Verwaltung öffentlich Schlamperei vorgeworfen, sie habe falsch aus dem Einzelhandelskonzept zitiert. Außerdem ist es unmöglich, wie mit dem Investor umgegangen wird“, so Stadtpräsident Uwe Ziesig (parteilos). Unterstützung erhält er vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Sebastian von Jutrzenka. „Politik soll verlässlich sein. Wir können dieses Projekt nicht lange und ausführlich beraten, um es kurz vor dem Ende wieder über den Haufen zu werfen“, sagt er.

Uwe Ziesig spricht die Vorstellungen der Grünen an, die einen neuen Markt auf Stelzen bauen oder das Gebäude aufstocken würden, um somit einen Neubau auf einer größeren Fläche zu verhindern. „Bei allem Verständnis für die Natur: Ein Gebäude dort auf Stelzen bauen zu wollen, ist nicht nachvollziehbar“, so der Stadtpräsident. Behörden sind bereits zum Thema Edeka-Neubau gehört worden. „Mit einem Beschluss der Stadtvertreter würden sich weitere Fachleute, unter anderem aus den Bereichen Natur und Forst damit befassen. Aus diesem Grund gibt es Bebauungspläne“, sagt Hans-Joachim Ollhoff (HGV).

Mit einem Neubau würde das angrenzende Biotop versiegelt sein, so die Kritik der Grünen. Bauamtschefin Peggy Westphal sagte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, dass dieses Biotop nur am Rande betroffen sein wird. „An dieser Stelle wird kein Biotop zugebaut. Die Aussage der Grünen stimmt nicht“, so Christian Mothes (Kühlungsborner Liste). Eine Wallanlage soll neben den geplanten Neubau aufgeschüttet werden, „damit ist dieses Gebiet nur geringfügig betroffen“, sagt er.

Ein weiteres Thema ist der Verkehr, der laut Grünen zunehmen wird, wenn ein neuer großer Parkplatz gebaut wird – verbunden mit einer zunehmenden Lärmbelästigung. „Auch diese Aussage kann so nicht hingenommen werden. Der erste Plan des Investors war es, im Grünen Weg neu zu bauen. In diesem Fall hätten die Leute aus der Innenstadt ins Auto steigen und dorthin fahren müssen“, so Mothes. Es gebe viele Bewohner im direkten Umfeld der Reriker Straße, die den jetzigen Standort auch weiterhin zu Fuß oder mit dem Rad erreichen wollen. „Ein neuer und größerer Edeka-Markt wird deshalb dort benötigt. Ich bin guten Mutes, dass sich die Stadtvertretung dafür entscheiden wird“, sagt Mothes.

Seit 2012 plant der Inhaber einen Neubau

Der Edeka-Markt wurde 1992 in der Reriker Straße nach den damaligen Standards gebaut. Der jetzige Inhaber Mario Hoffmann plant schon länger einen Neubau – seit 2012. Denn die Verkaufsfläche sei mittlerweile zu klein, der Platz für Autos nicht mehr ausreichend. Sein ursprünglicher Plan: zusammen mit Kaufhaus Stolz im Bebauungsgebiet 25 im Grünen Weg neu bauen. Ein Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte, ließ diesen Traum platzen. Derartige Neubauten auf der „grünen Wiese“ seien mittlerweile von der Landesplanung unerwünscht. „Ich hatte aber einen Plan B in der Schublade“, so Hoffmann. Er will auf der Wiese direkt hinter seinem Markt neu bauen. Wenn es steht, sollen die beiden bestehenden Häuser (Markt und Getränkemarkt) für neue und größere Parkplätze abgerissen werden. Die Verkaufsfläche im neuen Markt soll von 700 auf 1500 Quadratmeter erweitert werden.

Mathias Otto

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