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Region Rostock Dank Sonne zu sauberen Straßen
Region Rostock Dank Sonne zu sauberen Straßen
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17:35 05.12.2018
v.l.: Senator Holger Matthäus, Einsatzleiter René Weilandt und der Geschäftsführer der Stadtentsorgung, Henning Möbius, testen die Modelle, die in den kommenden Tagen in Betrieb gehen werden. Das Econtop-Modell Mr.Fill ist schlicht und unaufgeregt. Durch Klappe und Presse bekommen Möwen keine Chance. Quelle: Moritz Naumann
Warnemünde

Solarpress, Clean cub oder Econ Top: Hinter diesen klangvollen Namen verstecken sich solarbetriebene Müllbehälter, die in Zukunft sowohl in Rostock als auch in Warnemünde dafür sorgen sollen, dass die Stadt sauberer wird. Die Stadtentsorgung und Ortsbeiräte wünschen sich Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu Optik und Funktionalität der Modelle.

„Wenn am Strom oder auf dem Warnemünder Markt die Müllbehälter voll sind, dauert es nicht lange, dass eine Möwe die herausstehenden Reste in der Umgebung verteilt“, sagt der Geschäftsführer der Stadtentsorgung Rostock, Henning Möbius. Und gerade in solch hochfrequentierten Bereichen sei eine ständige Entleerung schwierig. „Da die Müllbehälter in Warnemünde nicht viel Fassungsvermögen haben, leeren wir sie schon täglich. Und das ist sehr kostspielig“, sagt René Weilandt, Einsatzleiter Straßenreinigung.

Geringerere Kosten durch Komprimierung

Ein neues Müllentsorgungssystem soll nun dafür sorgen, Kosten zu reduzieren und die Straßen nachhaltig sauberer zu halten. Die am Mittwoch vorgestellten elektronischen Papierkörbe besitzen ein Solarpannel, welches die Presse und den Sensor mit Strom versorgt. Laut Hersteller reiche eine Stunde Sonne für vier Wochen Betrieb. Die Presse im Müllbehälter kann den Inhalt mehr als fünffach verkleinern. „In die Vorrichtung passt eine handelsübliche Mülltonne mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern. Durch die Presse bekommen wir nun mindestens 600 Liter unter“, sagt Henning Möbius. Der Sensor hingegen misst den Befüllungsgrad und informiert über das Web die Stadtentsorgung, wann eine Entleerung notwendig ist. Die Hoffnung der Stadtentsorgung ist, dass man die Behälter nicht mehr täglich leeren muss, dadurch Personalkosten eingespart werden und die Routen der Stadtentsorgung effizienter planbar sind.

So sehen die Modelle aus, die künftig das Bild in Warnemünde mitprägen.

Bis Juni 2019 werden in Warnemünde drei Behälter auf den Prüfstand gestellt. Sie werden auf Höhe der Mühlenstraße 26, der Kirchenstraße 3 und am Bahnhof beim Zugang zur Mittelmole platziert. Sie besitzen neben dem Müllbehälter einen integrierten Aschenbecher. Zwei der Modelle besitzen eine Klappe, die durch ein hygienisches Fußpedal geöffnet wird. Das auffälligste Modell ist farblich rot. „Der sieht aus wie eine Altkleiderspende“, sagt der Vorsitzdende des Ortsbeirates Warnemünde, Alexander Prechtel. Er hat schon einen Wunschkandidaten: „Ich finde das graue Modell am besten, weil es am ehesten als Müllbehälter erkennbar ist.“ Das Wichtigste für die Warnemünder: Bei allen Modellen sei ein Befall durch Möwen ausgeschlossen.

Durch Feedback bessere Entscheidungen treffen

Auch entlang der Rostocker Innenstadt, zwischen Neuen Markt und Breite Straße, werden drei der Behälter aufgestellt. „Wenn die Modelle sich in diesen Bereichen bewähren, prüfen wir einen Austausch der bisherigen Behälter“, sagt Henning Möbius. Die Kosten für einen Solarpapierkorb belaufen sich auf etwa 5000 Euro. Ein QR-Code auf allen Behältern verweist auf eine Website, auf der Bürger ihre Meinung zu der neuen Entsorgungshoffnung abgeben können. „Nur so bekommen wir wichtige Erkenntnisse aus dem Alltagsbetrieb“, sagt Möbius. Hier gelangen sie zum Formular.

Moritz Naumann

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