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„. . . dann stirbt ein Teil unserer Stadt“

Ribnitz-Damgarten „. . . dann stirbt ein Teil unserer Stadt“

Familie Rohde aus Ribnitz-Damgarten besucht seit Jahrzehnten die Veranstaltungen im Stadtkulturhaus. Auch sie sprechen sich vehement gegen eine Privatisierung aus.

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Das Stadtkulturhaus in Ribnitz-Damgarten soll zum 31. Dezember privatisiert werden, um Kosten zu sparen.

Quelle: Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten. Ribnitz wird immer ärmer, findet Familie Rohde. Mit diesem Satz spielt Ursula Rohde (75) auf die Privatisierungspläne für das Stadtkulturhaus an. Die Stadt will das Gebäude verkaufen, zum 31. Dezember 2018 soll Schluss sein. Dabei verbinden Generationen von Einheimischen viele schöne Erinnerungen mit dem Haus. Und zu ihnen gehört auch die Ribnitzer Familie Rohde.

Die Menschen werden das Stadtkulturhaus vermissen

Generationsübergreifend haben sie sich dort über Jahrzehnte amüsiert. Sei es nun bei der Abschlussfeier von der Schule, oder bei Faschings- und Silvesterfeiern gewesen, sagt Torsten Rohde (51), Inhaber der Firma Lüri. „Man hängt nicht immer an einem alten Zopf, aber das Stadtkulturhaus werden die Menschen vermissen, wenn es nicht mehr da ist“, bestätigt seine Mutter Ursula.

Die Schlündelgründer wären obdachlos

Ganz besonders würden sie die Aufführungen der Schlündelgründer vermissen. „Das ist der Höhepunkt der Weihnachtszeit“, findet Claudia Rohde (49). Keine Aufführung haben sie verpasst. Schließt das Stadtkulturhaus ist die Theatergruppe obdachlos. Jahr für Jahr probt Ina Lächelt-Schulz dort mit den Darstellern für die Auftritte. Ohne das Gebäude müsste sich die Theatergruppe eine alternative Spielstätte außerhalb der Stadt suchen oder sich sogar auflösen (die OZ berichtete). Das Begegnungszentrum ist aufgrund der kleinen Bühne für die Theatergruppe ungeeignet. Das Begegnungszentrum als Ersatz für das Stadtkulturhaus? Dagegen spricht sich auch Familie Rohde aus.

Das Begegnungszentrum ist kein Ersatz

Obwohl Ursula und Gottfried Rohde (79) etliche Lesungen und Aufführungen im Stadtkulturhaus erlebten, ins Begegnungszentrum wollen sie nicht. „Das Ambiente ist nicht das gleiche“, erklärt Ursula Rohde. Doch zwei Veranstaltungsorte könne sich die Stadt nicht leisten, ist aus dem Rathaus zu hören. Das Stadtkulturhaus erfordere bei weiterer Nutzung, in den nächsten Jahren Investitionen in Millionenhöhe. Deshalb sei die Privatisierung eine Option und hebelte das Gebäude auf die sogenannte Migrationsliste der Verwaltung, auf der Maßnahmen niedergeschrieben wurden, die das finanzielle Loch im Haushalt stopfen könnten. Die Familie hat Pläne für die Zukunft geschmiedet. Schließt das Stadtkulturhaus, fahren sie in andere Städte, um Kultur zu erleben.

Carolin Riemer

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