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1579 verteilte Kindersuchbänder haben sich bewährt

Prerow 1579 verteilte Kindersuchbänder haben sich bewährt

Zahl der Vermisstenmeldungen am Ostseestrand ging für die Prerower Lebensretter in der vergangenen Wachsaison deutlich zurück

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Ein Kindersuchband. Dank dieser Bändchen hatte es die Prerower DLRG-Ortsgruppe in diesem Jahr mit deutlich weniger Suchmeldungen zu tun. Sie sind von 37 im Vorjahr auf 17 gesunken.

Quelle: DLRG

Prerow. Aus der halben Republik, mindestens, waren sie zur Jahreshauptversammlung angereist: die Mitglieder der Ortsgruppe Prerow der Deutschen Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG). Einige von ihnen leben sogar in der Schweiz. Rund 30 Mitglieder konnte Vorsitzender Uwe Jahn am Sonnabend im Prerower Kulturkaten „Kiek In“ begrüßen, dazu den Bürgermeister und Leiter des Kurbetriebes Prerow. Nicht zuletzt gewährleistet der ehrenamtliche Einsatz der DLRG die hohen Sicherheitsstandards für die Strandgäste des Ostseebades (rotes Banner, blaue Flagge). Mit Erfolg: Keinen Todesfall musste die Ortsgruppe in der abgelaufenen Saison verzeichnen – die schönste Null der Einsatzstatistik, die Christian Hoschek vorstellte.

 

OZ-Bild

Mathias Benedix (38), hier mit seinem jungen Hund Eduard, ist seit 14 Jahren Rettungsschwimmer.

Quelle: Susanne Retzlaff

Die Saison in Zahlen

128 Tage umfasste die Wachsaison. Sie begann am 14. Mai und endete am 18. September.

14 767 Wachstunden

leistete die Prerower DLRG-Ortsgruppe in diesem Jahr.

Es kam zu 400 Erste-Hilfe-Fällen,

davon 40 schweren.

21 Menschen wurden gerettet. Drei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. 14 waren jünger

als 14 Jahre.

Auffällig in einer sonst eher durchschnittlichen Saison waren die wenigen Vermisstenmeldungen. Sie sind auf zwölf Kinder- und fünf Elternsuchmeldungen gesunken. Im Jahr zuvor hatte es die Ortsgruppe noch mit 37 Suchmeldungen zu tun. Da haben sich die 1579 verteilten DLRG-Kindersuchbänder bewährt.

In den Fokus der breiten Aufmerksamkeit seien besonders Flüchtlingsthemen gerückt, ließ Öffentlichkeitsarbeiter Thorsten Erdmann ausrichten. Auch die Prerower Ortsgruppe hatte in Griechenland geholfen. Höhepunkt für die meisten Lebensretter war jedoch die große gemeinsame Übung mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Nicht nur am Strand und in den Wachtürmen zeigte die DLRG Präsenz, sondern auch bei der Absicherung von Events wie Anbaden, Drachenbootrennen, Wassersportveranstaltungen oder Hafenfesten. Die damit verbundene tiefere Verankerung im und mit dem Ort ist allseits erwünscht.

Den mehr als deutlichen Anstieg der Mitgliederzahl von rund 100 im Vorjahr auf aktuell 165 führt Uwe Jahn nicht nur auf die Möglichkeit der Doppelmitgliedschaft zurück, sondern ebenso auf die Aktivitäten vor Ort. Auch die Unterstützung des Schwimmlagers der Freien Schule Prerow sei eine „feine Sache“ gewesen.

„Ausbildung bindet“, weiß Carsten Rosenberg aus Münster, in der Ortsgruppe Prerow für diesen Bereich zuständig. Sieben neue Wachführer wurden ausgebildet. „Die Schwimmfähigkeit der Kinder nimmt immer mehr ab“, beschreibt er eine wachsende Herausforderung. Da die Angebote in den Schulen zurückgehen, werde immer öfter der Urlaub für Kurse genutzt. Umso wertvoller seien Kooperationen mit Kita-Erziehern oder Schulen. In der kommenden Saison werden unter anderem Rettungsschwimmkurse und Sanitätslehrgänge angeboten.

Neu im Angebot ist ein öffentlicher Erste-Hilfe-Kurs für Führerscheinanwärter und Ersthelfer in Unternehmen. Mit ihrem Sachverstand will die Ortsgruppe die Gemeinde auch beim Bau des Ersatzhafens unterstützen, bot Jahn an.

Auf der Liste der DLRG steht der schrittweise Ersatz der Rettungstürme ganz oben, zuvorderst der an der Ostseeklinik, die inzwischen einen sehr guten Strandzugang habe, sowie ein Arbeitsboot als Ersatz für die „Nordic 2“. Das sei noch für dieses Jahr eingeplant und ausgeschrieben, versicherte Kurdirektor Lothar Jaeschke. 110000 Euro jährlich koste die Wasserrettung, hinzu kämen indirekte etwa 60000 sinnvoll investierte Euro.

Regelungsbedarf sehen Gemeinde und Wasserretter beim Umgang mit Surfern. Hier gebe es ein „latentes Problem der Sicherheitskollision zwischen Baden und Surfen“, so Jahn. Die DLRG setzt auf bessere Aufklärung und verweist wie auch der Chef des Kurbetriebes auf den bestehenden Sportstrand.

Für ihr langjähriges Engagement zeichnete Uwe Jahn Enrico Barth und René Alm mit dem bronzenen Ehrenzeichen der DLRG aus.

Susanne Retzlaff

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