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1831 Erstklässler: Polizei bereitet sich auf Schulstart vor

Rostock 1831 Erstklässler: Polizei bereitet sich auf Schulstart vor

Mädchen und Jungen werden mit Signal-Kappen ausgestattet / Gelbe Banner warnen Autofahrer / Polizei führt Kontrollen vor den Grundschulen durch

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Emily (l.) und Emma (beide 6 Jahre alt) von der Europakindertagesstätte wissen, wie man auch zwischen parkenden Autos vorsichtig guckt, ob die Straße frei ist. Fotos (4): Ove Arscholl

Rostock. Bald wird es wieder hektisch auf Rostocks Straßen: Für 1831 Jungen und Mädchen beginnt am 5. September zum ersten Mal die Schule. In diesem Jahr sind es 150 Erstklässler mehr als 2015. Ein Grund für Polizei, Verkehrswacht und Dekra, sich darauf vorzubereiten. Mit gelben Hinweisbannern, roten und reflektierenden Kappen für Kinder sowie Kontrollen vor den Schulen sollen Autofahrer auf die geänderte Situation sensibilisiert werden.

OZ-Bild

Mädchen und Jungen werden mit Signal-Kappen ausgestattet / Gelbe Banner warnen Autofahrer / Polizei führt Kontrollen vor den Grundschulen durch

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Die Dekra verteilt unter dem

Motto „Sicherheit braucht Köpfchen“ signalrote Kinderkappen an knapp 2000 Rostocker Erstklässler:

www.dekra.de/kinderkappen

An acht Stellen im Stadtgebiet werden am Montag die Spannbänder mit der Aufschrift „Brems Dich! Schule hat begonnen“ angebracht. Die knapp drei mal einen Meter großen Bänder hängen an markanten Stellen und weisen auf den bevorstehenden Schulanfang der insgesamt 32 Einrichtungen hin. „Unter anderem in der Hinrichsdorfer Straße und im Verbindungsweg – überall, wo wir Schwerpunkte im Verkehr sehen“, erläutert Polizeihauptkommissar Siegmund Bruhn.

Die Präventionsarbeit sei laut Polizeirat Sebastian Schütt, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Rostock, enorm wichtig. Grundschulkinder könnten Gefahrensituationen schwerer erkennen. Sie seien noch nicht groß genug, sodass Autofahrer sie hinter parkenden Fahrzeugen rechtzeitig erkennen können. „Und sie können Entfernungen und Geräusche von herannahenden Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen“, sagt Sebastian Schütt.

Aber sie können üben, damit sie ihren Schulweg sicher meistern. Wie die beiden Sechsjährigen Emma und Emily von der Europakindertagesstätte in Kassebohm. 100 Tage vor dem ersten Schultag beginnen wir damit, die Mädchen und Jungen Gefahren auf der Straße besser erkennen können und sie somit sicher zur Schule kommen“, sagt Erzieherin Catrin Osterloh-Hülsebeck. Bei gemeinsamen Spaziergängen haben die Kinder Warnwesten an. „Sie werden auch darauf vorbereitet, sich nicht zu schubsen und genügend Abstand zur Bordsteinkante einzuhalten“, so die Erzieherin. Emma und Emily zeigten gestern, was sie schon gelernt haben. Erst die Augen nach links, dann nach rechts und wieder links. Zwischen den parkenden Autos lugten sie vorsichtig hervor, um zu sehen, ob ein Auto kommt.

„Die Erzieher in Kindergärten und wir bereiten die künftigen Schüler optimal auf den Schulalltag vor. Der größte Teil liegt aber bei den Eltern. Wie überquere ich die Straße? Welche Bedeutung haben die verschiedenen Farben einer Ampel? Diese und weitere Fragen sollten Eltern schon weit vor Schulbeginn mit ihren Kindern üben“, berichtet Polizeihauptmeisterin Kerstin Lange. Vor allem deshalb, weil die Präventionsberaterin mit ihrem Team nicht alle Rostocker Kitas besuchen kann. In diesem Jahr waren es 15. Aber für diese Aufgabe, kündigt ihr Kollege Siegmund Bruhn an, soll die Zahl demnächst von drei auf fünf Mitarbeiter ansteigen.

Wenn die Schule am 5. September beginnt, setzt die Polizei auf Vorbeugung und regelmäßige Kontrollen. „Wir werden an 40 verschiedenen Stellen, besonders wo sich Schwerpunkte beim Schulweg abzeichnen, vertreten sein“, so Schütt. Außerdem verteilt die Dekra-Niederlassung Rostock-Stralsund 2000 signalrote Sicherheits-Kappen an alle Rostocker Erstklässler. „Seit 2004 werden sie unter dem Motto ,Sicherheit braucht Köpfchen’ verteilt. Mit einem reflektieren Kappenrand sind die Mädchen und Jungen auch in den dunklen Herbst- und Wintermonaten leicht zu erkennen“, berichtet Thomas Gramsch, stellvertretender Dekra-Leiter.

Mathias Otto

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