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Älteste Radfahrerkirche mit neuer Küche

Pantlitz Älteste Radfahrerkirche mit neuer Küche

In Pantlitz reichen Mitglieder der Gemeinde ihren Gäste täglich eine Stärkung am Wegesrand

Pantlitz. Die Radfahrerkirche in Pantlitz war in Vorpommern die erste ihrer Art. Radler und Wanderer werden hier seit nunmehr elf Jahren in der Saison mit heißem Kaffee, Kuchen und Würstchen versorgt – eine Stärkung am Wegesrand für kleines Geld. Jeden Tag stehen zwei Frauen in der Küche und warten auf die Reisenden, montags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Und auch wenn die Radler Flick- oder Werkzeug und eine Luftpumpe benötigen, können die Gemeindemitglieder helfen.

In die neue Saison startet das Gotteshaus nun mit einer neuen Küche. Diese haben die freiwilligen Helfer gestern eingebaut. Den Löwenanteil der Arbeit stemmte Küster Ingo Peters. Der 63-Jährige ist der Helfer in der Not. Der gelernte Schlosser baute schon die große Kirchturmuhr selbst, nun war die Küche dran. Zusammen mit Zimmermann Holger Beier (50) fertigte er eine große Arbeitsfläche und baute Abwäsche, Schränke und Küchengeräte ein. Umso trauriger ist, dass Beier nicht mehr erleben kann, wie sehr sich vor allem die weiblichen Gemeindemitglieder über ihre neue Küche freuen. Er verstarb vor zwei Wochen plötzlich an einem Herzinfarkt.

Die Saison beginnt am 1. Mai. „Manchmal kommen unverhofft große Reisegruppen, 20 bis 30 Personen“, erzählt Margitta Niemann (62). Sie schenkt in Pantlitz seit zehn Jahren Kaffee ein, tischt Kuchen auf, gibt Ausflugstipps und beantwortet die Fragen der Touristen. An einer Wand in der Radfahrerkirche hängt eine große Deutschlandkarte. Stecknadeln liegen in einem Behältnis darunter. „Hier kann sich jeder Gast, der uns besucht hat, verewigen und seinen Wohnort mit einer bunten Nadel markieren“, erklärt Küster Peters. Er zeigt auf unzählige Nadelköpfe, die aus der Karte ragen. Die meisten Besucher kommen aus dem Norden. „Aber wir hatten auch schon Touristen aus Amerika, Irland, Italien und den Niederlanden“, sagt Margitta Niemann.

In der kommenden Saison wollen sie „einfach so weiterarbeiten wie bisher“, sagt der Küster. Denn das habe immer gut funktioniert. Das Team sei eine eingeschworene Gemeinschaft. Nur kleine Löffel und neues Kaffeegeschirr, das fehle ihnen für die neue Küche.

caro

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