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Auch die Turnhalle in Damgarten muss saniert werden

Ribnitz-Damgarten Auch die Turnhalle in Damgarten muss saniert werden

Sportausschuss informierte sich über den Zustand der Halle / Anbau weist zahlreiche Risse auf und muss ersetzt werden

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Die Risse im Mauerwerk des Anbaus sind nicht zu übersehen.“Antje Weilandt, Sportstättenverantwortliche

Ribnitz-Damgarten. Die Mitglieder des Sportausschusses waren sich mit Bauamtschef Heiko Körner einig: Die Sporthalle der Harbig-Schule in Damgarten hat eine Sanierung nötig. Wann man die angehen könne und woher das Geld kommen soll, diese Frage kann derzeit allerdings niemand beantworten. Zumal auch an der Bernsteinschule in Ribnitz große Investitionen notwendig sind, ebenso wie an der Grundschule in Damgarten (die OZ berichtete). Sicher ist nur eines, so Bauamtschef Körner während der jüngsten Sitzung des Gremiums: Es geht um etliche Millionen Euro im Bereich Schulen und Sportstätten der Stadt. Er verwies in der Sitzung des Sportausschusses darauf, dass Verwaltung und Stadtvertreter das Thema Schulen im Zusammenhang mit Bemühungen um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt habe. „Wir müssen jetzt Konzepte erarbeiten und Finanzierungsgrundlagen finden. Das geht nur in Etappen.“

Zur Erinnerung: Beim Projekt Bildungs-Campus Ribnitz-West geht es um Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro. Beim Schulstandort Damgarten wird von vier Millionen Euro gesprochen. „Wir wissen, dass es an der evangelischen Grundschule Damgarten und an der Harbig-Schule sowie an der Sporthalle einen großen Sanierungsbedarf gibt“, so Körner. Die Harbig-Schule und die Turnhalle sind in die Jahre gekommen, erläuterte Antje Weilandt, in der Stadtverwaltung verantwortlich für Sport und Sportstätten, bei einem Vororttermin. Denn mit den Bauarbeiten an Schule und Turnhalle wurde bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges begonnen, Schulunterricht fand während des Krieges aber nicht statt, da die Gebäude für die Rüstungsproduktion genutzt wurden. Erst 1950 konnte der Schulbetrieb aufgenommen werden. 1996 bis 2001 sei die Turnhalle im Rahmen der Möglichkeiten einmal durchsaniert worden, erläuterte Antje Weilandt weiter. Genutzt werde sie von der Regionalen Schule Rudolf Harbig, von der evangelischen Grundschule und der evangelischen Kita „Sonnenblume“. Außerdem trainieren hier unter der Woche zahlreiche Mitglieder von Sportvereinen.„In der Zeit von 15 bis 22 Uhr ist die Halle brechend voll. Von den Vereine hören wir immer wieder, dass sie sehr gern die Halle nutzen, unter anderem wegen der guten Akustik.“ Allerdings seien Mängel nicht zu übersehen, so hätten sich im Mauerwerk des Anbaus Risse gebildet, machte Antje Weilandt während der Begehung deutlich. Als Einstieg in die Diskussion hatte Peter Range, stellvertretender Schulleiter, Überlegungen der Schule vorgestellt. Sie reichen vom Neubau einer Sporthalle bis hin zum Abriss von Teilen des Anbaus und Schaffung von neuen Unterrichtsräumen. Ins Spiel gebracht wird von der Schule auch ein Zwischenbau zwischen Schulgebäude und Sporthalle. Das Thema Unterrichtsräume spielt in den Überlegungen der Schulleitung deshalb eine große Rolle, weil der Bedarf so groß ist, dass die Stadt für die Harbig-Schule fünf Räume im Gymnasium anmieten musste.

Bauamtschef Körner machte deutlich, aus Sicht der Stadt sei die Anmietung von Unterrichtsräumen im Gymnasium derzeit die finanziell sinnvollste Variante. Was die Turnhalle betrifft, schlug er vor, den eigentlichen Hallenkörper zu sanieren. Beim Anbau, wo sich ein Umkleideraum für die Sportlehrer, Fitnessraum und Lagermöglichkeiten für Sportgeräte befinden, reiche eine Sanierung hingegen nicht, sagte Körner. „Der muss ersetzt werden.“

Namensgeber ist Jahrhundert-Läufer Rudolf Harbig

Die Bauarbeiten an der Damgartener Schule begannen Ende der 1930er Jahre. Sie standen im Zusammenhang mit dem starken Bevölkerungswachstum in der Stadt. Dieses resultierte aus dem Bau des Fliegerhorstes Pütnitz. Räume des Gebäudes und die Turnhalle wurden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges von den Walther Bachmann Flugzeugwerken Ribnitz als Werkstätten für die Produktion von Flugzeugteilen genutzt. Erst am 20. Juli 1950 konnte das Schulgebäude in der Schulstraße eingeweiht werden. Den Namen erhielt sie von dem berühmten „Jahrhundert-Läufer“ Rudolf Harbig.

Von Edwin Sternkiker

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