Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Ausstellung soll an Köster Suhr erinnern Im Ribnitzer Wohlfühlhaus wurde dafür ein Arbeitskreis gegründet

Ribnitz-Damgarten Ausstellung soll an Köster Suhr erinnern Im Ribnitzer Wohlfühlhaus wurde dafür ein Arbeitskreis gegründet

Wenn von dem Ribnitzer Lehrer Richard Suhr (1892 bis 1959) die Rede ist, dann beginnen noch heute die Augen vieler älterer Ribnitzer zu leuchten. Zu ihnen gehört Uwe Kerber.

Voriger Artikel
Der BMX-Profi und seine Mission
Nächster Artikel
Feuerwehr: 174 Einsätze und vier Todesfälle

Die Klasse 1a der Jungenschule Alte Klosterstraße 1948 mit ihrem Lehrer Richard Suhr. Dieses Foto befindet sich im Besitz von Uwe Kerber.

Quelle: Foto: Privat

Ribnitz-Damgarten. Wenn von dem Ribnitzer Lehrer Richard Suhr (1892 bis 1959) die Rede ist, dann beginnen noch heute die Augen vieler älterer Ribnitzer zu leuchten.

OZ-Bild

Wenn von dem Ribnitzer Lehrer Richard Suhr (1892 bis 1959) die Rede ist, dann beginnen noch heute die Augen vieler älterer Ribnitzer zu leuchten. Zu ihnen gehört Uwe Kerber.

Zur Bildergalerie

Zu ihnen gehört Uwe Kerber. Er war Richard Suhr am 1. September 1948 bei der Einschulung in der ehemaligen Jungenschule in der Alten Klosterstraße erstmals begegnet. „Richard Suhr wurde an diesem Tag mein erster Klassenlehrer, von dem ich heute sagen kann, dass er einer der Besten meiner Schulzeit war.“

Uwe Kerber gehört einer vor Kurzem im Ribnitzer Wohlfühlhaus in der Langen Straße gegründeten Arbeitsgruppe an, die sich das Ziel stellt, eine Ausstellung über Richard Suhr, oder Köster Suhr, wie ihn Schüler und Eltern nannten, vorzubereiten. Die soll sich seinem Wirken als Lehrer von 1919 bis 1957 in Ribnitz widmen und auch seine großen Verdienste, die er sich bei der Erforschung der Heimatgeschichte und der Pflege der plattdeutschen Mundart erworben hatte, darstellen. So gründete Suhr 1931 den „Plattdeutschen Verein für Ribnitz und Umgebung“ und wurde auch zum Gewährsmann für den Volksprofessor Richard Wossidlo. Die beiden Männer korrespondierten intensiv in den Jahren 1931 bis 1939 miteinander.

Am Ende waren es rund 100 Briefe, die zwischen Waren und Ribnitz hin und her gegangen waren. Sie wurden nach dem Tode Suhrs von dessen Frau an das Bernsteinmuseum übergeben. Auch an diese Zusammenarbeit mit Wossidlo soll in der Ausstellung erinnert werden. Ebenso an die Gründung des Heimatmuseums durch Richard Suhr im Dezember 1954. Aus diesem sollte sich später das Deutsche Bernsteinmuseum entwickeln.

„Das Ganze wird keine Hauruck-Aktion.Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen“ , sagt Initiator Rolf Reuter vom Wohlfühlhaus, dessen Träger das Pflegeteam Strehlau ist. Wenn alles gut gehe, könne die Ausstellung frühestens Ende dieses Jahres im Wohlfühlhaus eröffnet werden, so Reuter. Er freut sich, dass sich neben Uwe Kerber auch Eleonore Rösel, Petra Wilkenloh, Gudrun von Loga sowie David Knitschki bereit erklärt haben, bei diesem Projekt mitzumachen. Man werde sich auch an Hans Erichson, der viele Jahre als Direktor des Bernsteinmuseums gewirkt hat und der beste Kenner des Lebens und Wirkens Richard Suhrs ist, wenden. Kontakt habe man auch zu Axel Attula, dem wissenschaftlichen Leiter des Bernsteinmuseums, aufgenommen.

Gearbeitet werden soll in mehreren Arbeitsgruppen. Die eine wird in Archiven nach Material suchen, eine weitere sich mit der Grabstelle Suhrs befassen. Außerdem sollen auch Schüler und Lehrer der Harbig-Schule ins Boot geholt werden. Reuter: „Es soll eine Ausstellung für die Stadt und mit der Stadt sein.“ Soll heißen: Um möglichst viel interessantes und bisher unbekanntes Material zusammenzutragen, sind die Einwohner der Stadt aufgerufen, sich mit Gegenständen, Fotos und schriftlichen Zeugnissen, die an Suhr erinnern, zu beteiligen. Wer Leihgaben zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 03821/7099921 zu melden. Diese Leihgaben sollen zusammen mit Exponaten, die Richard Suhr für das Ribnitzer Heimatmuseum zusammengetragen hat, der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zu diesen Stücken gehörte unter anderem eine große Steinkugel. Die hatte Uwe Kerber so um das Jahr 1955 am südlichen Bahndamm beim Klosterbach gefunden. „Ich brachte sie Herrn Suhr, dessen großer Traum 1954 mit der Eröffnung des Heimatmuseums in Ribnitz in Erfüllung gegangen war. Mein alter Lehrer war sehr erfreut darüber und meinte, es müsste sich dabei um eine Kanonenkugel aus den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815 oder früher handeln. Es war das letzte Mal, dass ich Richard Suhr gesehen hatte.“

Jahrzehnte als Lehrer tätig

Richard Suhr wurde 1892 in Rövershagen geboren. Von 1919 bis 1957 war er als Lehrer in Ribnitz tätig. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer widmete er sich der Erforschung der Heimatgeschichte und der Pflege der plattdeutschen Mundart. Suhr wirkte sowohl bei der Vorbereitung der 700 Jahr-Feier von Ribnitz 1933 als auch bei der 700/725 Jahr-Feier von Ribnitz-Damgarten 1958 mit. In der Festschrift 1958 veröffentlichte er mehrere Beiträge. „Ein Denkmal setzte sich Richard Suhr mit der Gründung des Heimatmuseums in Ribnitz“, so Hans Erichson in einem OZ-Artikel am 2./3. Mai 2006.

Edwin Sternkiker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ralswiek

Auf einer Insel fernab von Rügen feiert Wolfgang Lippert heute seinen 65.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Beilagen
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.