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107 Kilometer: Ultralang und ultraschön

Barth/Saal/Zingst 107 Kilometer: Ultralang und ultraschön

Längster Lauf in MV startet Anfang September / Streckenposten gesucht

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Läufer Henry Fiddike und Jörg Beyer, der den Ultramarathon auf dem Rad begleitet.

Quelle: Foto: Carolin Riemer

Barth/Saal/Zingst. Es wird der längste Lauf, den es in Mecklenburg-Vorpommern gibt und die Organisatoren stehen bereits in den Startlöchern. 107 Kilometer misst die Strecke des Ultra-Marathons, den Henry Fiddike (54) am 9. September auf die Beine stellt.

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Längster Lauf in MV startet Anfang September / Streckenposten gesucht

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Bis Ende August können sich Läufer für die drei Kategorien (Ultra-Marathon, Staffel-Lauf und Rund and Bike) anmelden. Das Startgeld beträgt 50 Euro.

Weitere Infos im Internet unter www.fischland-darss-zingst-ultramarathon.eu; Helfer können sich gern unter ☎ 01 72/ 160 79 89 melden

17 Läufer haben sich bislang angemeldet. Ihr Weg führt sie auf einem Rundkurs um die Boddengewässer der Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, vorbei an Fischer- und Boddendörfern. Der Startschuss fällt morgen früh um 4 Uhr im Stadion in Ribnitz. Von dort aus geht es über Saal, Fuhlendorf und Pruchten über die Halbinsel und zurück ins Ribnitzer Stadion. 16 Stunden werden die Läufer schätzungsweise für die Mammut-Strecke benötigen.

Henry Fiddike und sein Kumpel Jörg Beyer testeten den Weg im vergangenen Sommer und stellten fest: „Wir können fast die ganze Zeit auf den Radwegen der Region laufen.“ Behördliche Hürden wurden aus diesem Grunde auch schnell genommen, denn der Ultra-Marathon behindert den Verkehr kaum. Fünf Mal müssen die Läufer eine Straße überqueren, ansonsten geht es auf der abwechslungsreichen Strecke auf Rad- und Wanderwegen entlang. Zwischen Dierhagen und Wustrow liegt der kräftezehrendste Abschnitt – dann müssen sich die Teilnehmer nämlich durch den weichen Strandsand quälen. Dort ging selbst dem trainierten Fiddike die Puste aus. Auf den Bunen musste der Bankkaufmann eine Pause einlegen. „Denn im Sand benötigt man doppelt so viel Kraft.“

Alle Kommunen, die Straßenverkehrsbehörde und auch die Polizei stehen hinter uns“, erzählt Fiddike. 5500 Flyer hat der Extremsportler, der bereits 80 Langstrecken-Läufe erfolgreich hinter sich brachte, drucken lassen und verteilt sie nun vorzugsweise auf anderen Laufveranstaltungen. Das Interesse bei Sportlern aus ganz Deutschland ist groß. Eigentlich mangelt es nur an einer Stelle: „Wir benötigen dringend freiwillige Helfer, die an den etwa 16 Versorgungspunkten für die Läufer da sind.“ Auch Streckenposten werden noch gesucht. In einem dicken Aktenordner sammelt Henry Fiddike alles, was für die Organisation eines solchen Sport-Events nötig ist. Sponsoren müssen gefunden, Urkunden gedruckt, Straßenschilder angefordert und Medaillen angefertigt werden.

Dabei grenzt die Qualität der Medaillen an kleine Kunstwerke. Sie entstehen derzeit in der Saaler Töpferei Löber. Die Motive sind maritim: ein Zeesboot, eine Sonne. „Dazu blaues Schleifenband und fertig ist die Auszeichnung, von der auch die Region profitieren soll“, erklärt der Organisator, der sich als Veranstalter den Leichtathletikverein Ribnitz-Damgarten-Sanitz ins Boot holen konnte.

Jeder, der es bis ins Ziel schafft, bekommt außerdem ein sogenanntes „Finisher-Shirt“ – auch dafür wählte Fiddike ein maritimes Motiv.

Der Ultra-Marathon im September soll nämlich keine Eintagsfliege, sondern der Auftakt für eine regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung sein. „Wir möchten Land und Leute präsentieren und Menschen in unsere Region holen, die vielleicht noch nie Urlaub hier gemacht haben.“ Deswegen bewirbt er den Lauf auch bundesweit in Internet-Gemeinschaften, die sich auf Läufer spezialisiert haben. Mit Erfolg.

Eine junge Frau aus Thüringen nutze den Ultra-Marathon beispielsweise zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, erzählt Fiddike. Für diejenigen, die sich nicht zutrauen mehr als 100 Kilometer auf den Beinen zurückzulegen, hat der Organisator auch die Kategorien „Run and bike“ und den Staffellauf hinzugefügt. Fünf Sportler werden für den Staffellauf benötigt – jeder von ihnen legt etwa 20 Kilometer zurück. Beim Paarlauf „Run and Bike“ startet eine Person auf dem Rad, während der Teamkollege läuft. Auf der Hälfte der Strecke wird dann getauscht. Henry Fiddike hofft, dass sich möglichst viele Anwohner an der Strecke einfinden. „Denn was motiviert einen Sportler mehr, als das Anfeuern?“

Carolin Riemer

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