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Barth Alles gelernt, was ein Schulkind braucht

Flüchtlingskinder bekamen keinen Kita-Platz – Da gaben ihnen drei Bartherinnen Vorschulunterricht

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Ich weiß was! Dank der ehrenamtlichen Initiative konnten die Kinder für den Einstieg in den Schulalltag vorbereitet werden.

Quelle: Ole Spata/dpa

Barth. Was tun, wenn für Flüchtlingskinder im Vorschulalter kein Kita-Platz zur Verfügung steht? Im Verein „Willkommen in Barth“ war schnell eine Lösung gefunden. „Unsere regelmäßigen Arbeitstreffen dienen dem gegenseitigen Austausch der Mitglieder und Unterstützer. Als bekannt wurde, dass nicht alle Vorschulkinder aus der Gemeinschaftsunterkunft einen Kita-Platz erhalten hatten, erklärten sich drei Frauen bereit, zu helfen“, berichtet Vereinsvorsitzender Reinhard Marx. Karin Graumann, Ruth Graumann und Christa Klingner-Alert haben ehrenamtlich in der evangelischen Kindertagesstätte St. Marien in Barth die Vorschulkinder betreut.Einmal wöchentlich gaben sie den Unterricht.

Fünf Kinder aus Afghanistan, Aserbaidschan, Tschetschenien und aus der Ukraine leben mit ihren Eltern seit einem Jahr in der Barther Gemeinschaftsunterkunft. Sie haben wie andere Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Bertolt-Brecht-Straße keinen Kita-Platz bekommen. „Für Kinder im Vorschulalter ist das besonders bedauerlich, weil die Kita unter anderem zur Sprachförderung beiträgt und einen Übergang in die Grundschule darstellt“, erklärt Marx. Dank der ehrenamtlichen Initiative konnten die Kinder in den vergangenen Monaten spielerisch ihre Deutschkenntnisse erweitern und verfestigen. Alle haben gemeinsam gesungen, Reime aufgesagt und gebastelt. Sie haben ihren Körper und die Gliedmaßen kennengelernt, haben gelernt, welche verschiedenen Obst- und Gemüsesorten es gibt.

Die Kinder haben geübt, wie man beispielsweise die Schere oder auch den Stift richtig hält. Auch das Wissen über die Farben, Formen und Zahlen konnten die Mädchen und Jungen vertiefen. „All das sind wichtige Fähigkeiten und Grundvoraussetzungen, die ein Schulkind braucht“, erklärt Marx. „Dabei waren die Kinder immer sehr offen und vergnügt“, ergänzt er. Sie hätten konzentriert und gewissenhaft gearbeitet. „Die Kinder hatten viel Spaß am Lernen und sind gerne in die Vorschule gekommen“, lässt der Vereinsvorsitzende die Zeit Revue passieren.

Auch den ehrenamtlichen Betreuerinnen habe es Freude bereitet, den Kindern etwas beizubringen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und sie für den Einstieg in den Schulalltag vorzubereiten. „Schnell haben sie sich aneinander gewöhnt“, sagt Reinhard Marx und freut sich darüber.

Zum Abschluss des Vorschulunterrichtes durften die Flüchtlingskinder auch ihre Eltern mitbringen. Bei Kuchen, Kaffee und Tee ließen sie die Vorschule ausklingen. Bald beginnen die Sommerferien und danach werden die Kinder in die erste Klasse eingeschult.

Detlef Lübcke

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