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An die Säge, fertig, los!

Fuhlendorf/Barth An die Säge, fertig, los!

Zingster „Schwarzspechte“ stellen bei Waldolympiade im Fuhlendorfer Forst einen neuen Landesrekord auf

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Hier kommt es auf den sauberen Schnitt an: Die Mitschüler feuern Ron beim Sägen an. Fotos (3): Detlef Lübcke

Fuhlendorf/Barth. War das ein Spaß! Passend zur Waldolympiade des Forstamtes Schuenhagen bekamen gestern die vierten Klassen aus Barth, Prerow und Zingst einen Tiernamen.

OZ-Bild

Zingster „Schwarzspechte“ stellen bei Waldolympiade im Fuhlendorfer Forst einen neuen Landesrekord auf

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„Ihr heißt jetzt nicht mehr 4c, sondern Wildschwein“, benannte Forstamtsleiter Andreas Baumgart die Barther Nobert-Schülern um. Dazu überreichte er der Klasse auch eine offizielle Namensurkunde.

„Geil“ und „Cool“ hallte es durch den Fuhlendorfer Wald. Ein schallendes Gelächter brach unter den Schülern aus. Nicht nur die 4c fand den Namen Wildschwein extrem lustig, auch die anderen Viertklässler und ihre Begleiter konnten sich vor Lachen kaum halten.

Für die 4a der Nobert-Schule hatte sich Andreas Baumgart den Namen „Füchse“ ausgedacht. „Buchfinken“ nannte er die 4b. Die Teilnehmer der evangelischen Grundschule Barth waren die „Eichhörnchen“. Die Viertklässler der Freien Schule Prerow bekamen die Namen „Waldmäuse“ und „Rothirsche“. Die Zingster Schüler hießen „Schwarzspechte“.

Wie gerade bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich war auch bei der Waldolympiade im Fuhlendorfer Forst Teamgeist gefragt. „Es kommt nicht auf die Einzelleistung an, sondern auf die Mannschaft“, erklärte Forstamtsmitarbeiterin Katrin Fleischer den Kindern. An mehreren Stationen hatten sie spielerisch und im Wettbewerb zueinander Kenntnisse rund um den Lebensraum Wald sowie Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.

Katrin Fleischer betreute die Station „Tiere des Waldes“. Auf einer Decke waren 21 Präparate von Tieren des Waldes ausgebreitet. Felle und Geweihe gehörten dazu, auch Kot. Bilder mit Fußspuren waren auf der Decke ebenfalls ausgebreitet. Aufgabe der Schüler war es, die Präparate und Spuren den jeweiligen Tierarten zuzuordnen.

Geschicklichkeit war 100 Meter weiter beim „Kombinationsschnitt“ nötig. „Ron, Ron, Ron“ feuerten die Buchfinken ihren Mitschüler an und klatschten dazu in die Hände. Ron sägte eine etwa zehn Zentimeter dicke Scheibe von einem dünnen Baumstamm ab. Aber nur bis zur Hälfte. Für die andere Hälfte hatte Mitschülerin Emmy mit der Handsäge die Vorarbeit geleistet. Bei dieser Station kam es auf einen sauberen Schnitt an. Wie ein richtiger Forstarbeiter hatten die Kinder dabei Helm und Arbeitsschutzhandschuhe zu tragen.

Treffsicherheit wurde den Viertklässlern beim Zapfenzielwerfen abverlangt. Jeder Klasse standen dafür 100 Kiefernzapfen zur Verfügung. An einer weiteren Station waren Baumarten zu bestimmen.

„Am tollsten fanden viele Schüler das Überwinden von Hindernissen“, sagte Katrin Fleischer. Dazu waren Baumstämme über einen Graben gelegt worden, auf denen es zu balancieren galt.

Wohl die allerschönste Station für alle war das Lagerfeuer am Waldrand. Hier waren ausnahmsweise keine Aufgaben zu lösen – über der Feuerschale konnten sich die Kinder eine Wurst braten. Christine Ramthun und Doris Gipp vom Forstamt passten auf das Feuer auf.

An jeder Station wurden Punkte vergeben. 118 und damit die höchste Punktzahl erreichten die Viertklässler der Grundschule Zingst. Damit sicherten sich die Schwarzspechte den Pokal – einen aus Holz gefertigten Waldhamster. Die Zingster können sich nun sogar Hoffnung auf den Landessieg machen. Denn: Sie knackten den bisherigen Rekord. Der lag bei 111 Punkten, aufgestellt im Mai von der Klasse 4a der Bauermeister-Grundschule in Ribnitz-Damgarten und einer Schule aus dem Forstamtsbereich Grevesmühlen. Der Landessieger soll noch vor den Sommerferien ermittelt werden, wie Katrin Fleischer berichtete.

Viertklässler entdecken den Wald für sich

138 Grundschüler beteiligten sich gestern an der Waldolympiade des Forstamtes Schuenhagen: 81 aus Barth, 30 aus Prerow und 27 aus Zingst.

7 Stationen waren im Fuhlendorfer Wald für die Schüler eingerichtet.

Im Forstamt Schuenhagen wird die Waldolympiade seit zehn Jahren aus-

getragen. Am 21. Juni ist die nächste Olympiade – dann in Stralsund.

29 Forstämter gibt es ein Mecklenburg-Vorpommern. Jedes Forstamt startet Waldolympiaden. Die Besten der Regionen ermitteln später den

Landessieger.

Die Waldolympiade ist eine Initiative der Landesforstbehörde für Schüler der vierten Klassen mit gleichen Inhalten und Bewertungen. Es werden an der Umwelt orientierte Bildungsinhalte mit Bewegung und motorischem Training verbunden.

Detlef Lübcke

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