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Auf Berliner Café-Tour Ideen gesammelt

Hessenburg Auf Berliner Café-Tour Ideen gesammelt

Nach dem Kranich-Museum und Kranich-Hotel bekommt Hessenburg nun auch ein Kranich-Café

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Bettina Klein vor der alten Schmiede in Hessenburg.

Quelle: Fotos: Detlef Lübcke

Hessenburg. Das Motorengeräusch einer Stichsäge unterbricht die Ruhe auf dem Gutshof in Hessenburg. Clemens Klein sägt verschiedene Holzteile zurecht. Der 30-jährige Architekt braucht sie für einen Tresen. Die alte Schmiede gleicht zurzeit noch einer Baustelle. Doch bereits am Karfreitag soll ab 14 Uhr nichts mehr daran erinnern. Nach dem Kranich-Museum und Kranich-Hotel will Gutshofbesitzerin Dr. Bettina Klein dann auch ein Kranich-Café eröffnen.

OZ-Bild

Nach dem Kranich-Museum und Kranich-Hotel bekommt Hessenburg nun auch ein Kranich-Café

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Zwei Wochen lang haben wir uns Cafés angeschaut.“ Bettina Klein,

Eigentümerin des

Gutshofes in Hessenburg

In der ehemaligen Schmiede war zuletzt schon ein Café und Restaurant eingerichtet. Bettina Klein hatte dessen Leitung einem freien Mitarbeiter übertragen. „Um für den weiteren Ausbau des Gutshauses den Rücken frei zu haben“, wie sie erklärt. Bis Ende 2015 lief der Betrieb des Cafés und Restaurants. Seitdem ist Winterpause. Nach einvernehmlicher Trennung hat Bettina Klein die alte Schmiede nun wieder übernommen.

Nichts soll mehr so sein wie vorher. Mit einem völlig neuen Konzept will Bettina Klein der alten Schmiede neues Leben einhauchen. Mit ihrem Sohn Clemens ist sie durch Berlin gereist. „Zwei Wochen lang haben wir uns zusammen in der Hauptstadt Cafés angeschaut, um Ideen und Anregungen zu sammeln“, berichtet Bettina Klein. Als „Café-Studientour“ bezeichnet sie mit einem Lächeln diese Rundreise durch die Berliner Café-Szene.

Das Hessenburger Kranich-Café folgt dem allgemeinen Trend zur Selbstbedienung. Statt Speisen à la carte setzt Bettina Klein unter anderem auf 300- bis 350-Gramm-Kartoffeln. Sie werden im Lehmbackofen gegart und mit verschiedenen Beilagen angeboten. Das Kranich-Café soll ein Ort zum Herunterkommen werden. Zeitungen und Zeitschriften sollen zum Verweilen auf bequemen Sitzmöbeln einladen. Das Kranich-Café werde im Stil der 50er Jahre eingerichtet, erklärt Bettina Klein. Ihr Sohn Clemens kümmert sich um das Gestalterische und Bauliche. Der Berliner Architekt berät sich mit Alex Schweder.

Der New Yorker Künstler plante und kuratierte das Kranich-Museum. Unter seiner Leitung ist auch das 2015 eröffnete Kranich-Hotel entstanden. „Beide skypen oft miteinander und tauschen sich dabei zum Café aus“, sagt Bettina Klein.

Die Tresen verkleidet Clemens Klein mit altem Mamor aus einer Villa der bekannten Kölner Bankiersfamilie Oppenheim. Für einen der Tische verarbeitet er alte Dielen aus dem Hessenburger Gutshaus.

Kranich-Museum, Kranich-Hotel und Kranich-Café sollen aufeinander abgestimmt sein und als Einheit betrachtet werden. Drei Außenterrassen geben den Blick auf das Gutshaus frei. Zwei von ihnen sind mit Ostseekies bedeckt worden. Um die Terrassen herum sind verschiedene alte Obstbaumsorten angepflanzt worden.

Für das Kranich-Café hat Bettina Klein zwei Mitarbeiterinnen eingestellt. Im Sommer soll noch eine Aushilfskraft hinzukommen.

Das Kranich-Café wird von März bis Mai und Oktober bis Januar mittwochs bis sonntags geöffnet haben. In der Hauptsaison, von Juni bis September, steht es den Gästen auch dienstags offen.

Die vorherige Einrichtung der Schmiede wird an diesem Sonnabend und Mittwoch von 10 bis 14 Uhr auf einem Trödel- und Antikmarkt im Gutspark angeboten.

Bettina Klein ist 2012 mit dem Friedrich-Lisch- Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden. Die aus Hessen stammende Unternehmerin sanierte die Guts- und Parkanlage seit 1999.

Von Detlef Lübcke

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