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Auszeichnung für junge Naturschützer

Barth Auszeichnung für junge Naturschützer

Eine gute Idee und harte Arbeit brachte der Förderschule „Jan-Amos Komensky“ in Barth den Titel der Umweltschule ein

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Eine Win- win-Situation: Umweltschutz und Orientierung für den Beruf.“Liane Palatschek, Schulleiterin

Barth. Die Flagge ist gehisst: „Umweltschule in Europa“, so darf sich die Förderschule „Jan-Amos Komensky“ in Barth nun nennen. Auch wenn der Name der Schule auf der Urkunde, die die Minister Mathias Brodkorb und Till Backhaus unterzeichneten, falsch geschrieben ist – der Titel ist amtlich. Und es steckt eine Menge Arbeit dahinter. Seit zwei Jahren reichten Schulleiterin Liane Palatschek und ihr Lehrerteam Projekte ein, dokumentierten deren Entwicklung und hofften, dass die Jury ihre Mühen mit dem Prädikat Umweltschule belohnt. Denn nicht jede Bewerbung wird angenommen. Der Schul- und Naschgarten war den Juroren allerdings die Auszeichnung wert. Nicht nur weil eine Schülerfirma, die sich seit Jahren um die Pausenversorgung kümmert, Kräuter, Obst und Gemüse aus dem schuleigenen Garten verarbeitet. Sondern weil die Kinder und Jugendlichen derzeit auch an einer neuen Schulwiese arbeiten – genauer gesagt an einer Wiese für den Stieglitz, dem Vogel des Jahres. Der Bestand des bunten Singvogels, der auch Diestelfink genannt wird, ist in den vergangenen Jahren in Deutschland stark zurückgegangen. Er ernährt sich von den Samen verschiedener Blütenpflanzen, Gräsern und Bäumen. Doch da bunte Wiesen zunehmend seltener werden, findet der Stieglitz weniger Nahrung. „Zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) wollen wir nun eine Stieglitz-Wiese einrichten“, erzählt die Schulleiterin. Sozusagen einen bunt gedeckten Tisch für den kleinen Federfreund. Das Saatgut, das Andrea Strecker vom Nabu der Schule spendierte, liegt zwar noch im Lehrerzimmer, aber bald geht es los.

Nicht nur der Vogel profitiert von dem Projekt, sondern auch die Schüler im Biologieunterricht. Zunächst entfernten sie den Rasen. An einer Stelle der neuen Schulwiese tragen die Umweltschüler nährstoffarmen, an der anderen Stelle nährstoffreichen Boden auf. Lediglich einen Bereich lassen sie unberührt und beobachten, welche Pflanzen sich dort wild entwickeln. Wie die Schulwiese aussehen soll, erklärt Liane Palatschek: „Wir ziehen Kräuter und Blumen heran. Fertigen Schilder, auf denen die Namen der Pflanzen vermerkt sind und beobachten das Ökosystem Wiese mit allen dort lebenden Insekten.“ Es soll ein Insektenhäuschen entstehen und in Zukunft möchte die Schulleiterin auch Bienenvölker auf dem Gelände ansiedeln.

Der Titel „Umweltschule in Europa“ brachte der Bildungseinrichtung aber nicht nur einen guten Namen ein, sondern birgt auch finanzielle Vorteile. Bis zu 5000 Euro können die Lehrer nun für Gartengeräte, Schilder und Saatgut beantragen. „Viele Projekte funktionieren heutzutage nur noch, wenn man die richtigen Fördertöpfe anzapft“, weiß die Schulleiterin. Zwei Jahre lang dürfen sie ihren Titel nun erst einmal behalten, bevor sie ihn weiter verteidigen – mit neuen Projekten, die sich erfolgreich für die Bildung nachhaltiger Entwicklung eingesetzt haben.

Ausgezeichneter Umweltschutz

35Schulen in Mecklenburg-Vorpommern erhielten den internationalen Titel für besonderes Engagement. Insgesamt nahmen 45 000 Schulen aus 59 Staaten an der Ausschreibung teil, die hierzulande von der „Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung“ vertreten wird. Im Schulamtsbereich Greifswald ist Barth die einzige Schule, die den internationalen Titel erstmals erwarb. Die Recknitz-Grundschule in Ahrenshagen, ebenfalls Umweltschule, konnte ihr Prädikat aktuell bereits zum vierten Mal verteidigen. Durch die Projekte werden Schulgebäude und Schulgelände auf verschiedene Arten zum Praxisfeld für den Unterricht.

Carolin Riemer

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