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Barth: Viel Ärger um einen Drucker

Barth Barth: Viel Ärger um einen Drucker

In der Stadt gibt es nur noch einen Kontoauszugdrucker der Sparkasse / Bürger sind verärgert und sammelten mehr als 1000 Unterschriften für ein zweites Gerät

Barth. Ein Drucker erhitzt in Barth die Gemüter: Fast 9000 Einwohner müssen sich hier nämlich einen einzigen Kontoauszugdrucker teilen. „Wie soll das funktionieren?“, fragt Reinhard Hellwig (64). Bislang gab es noch im Famila-Markt der Vinetastadt einen Drucker für die Auszüge. Doch der wurde abgebaut. Nun gibt es nur noch ein Gerät. Das steht in der Sparkassen-Filiale in der Langen Straße.

Es wird keinen Ersatz geben. Er wurde zu wenig genutzt.“Kati Ambrosat,

Sparkasse Vorpommern

„Dort gibt es aber kaum einen Parkplatz. Auch die Einwohner umliegender Dörfer ließen sich meist beim Einkaufen ihre Kontoauszüge in dem Supermarkt ausdrucken. Sollen die nun extra alle ins Zentrum fahren, um auf ihre Dokumente zugreifen zu können?“ Reinhard Hellwig kämpft für den Drucker – und nicht nur er.

Da sich die Mitarbeiter im Famila-Markt seit dem Abbau vor Beschwerden kaum retten können, sammelten sie Unterschriften für den Erhalt des Druckers. „Weit mehr als 1000 sind es bislang“, informiert Mitarbeiterin Mareen Nehls. Täglich schimpfen die Menschen über den fehlenden Drucker. Erfolglos. Das Geldinstitut will für keinen Ersatz sorgen.

Reinhard Hellwig nahm Kontakt zur Sparkasse Vorpommern auf und informierte die Mitarbeiter, dass ein einzelner Drucker für eine Stadt wie Barth nicht ausreiche.

In einem Antwortschreiben an Hellwig und auf Nachfrage der OZ erklärt Pressesprecherin Kati Ambrosat die Gründe für den ersatzlosen Wegfall des Gerätes. „Es handelt sich um geschäftspolitische Entscheidungen, denen fundierte interne Analysen zugrunde liegen. Kurz: Der Drucker wurde einfach nicht ausreichend genutzt. Außerdem gab es nach einem Umbau im Famila keinen Platz mehr für einen Drucker, sondern lediglich für einen Geldautomaten.“ Die Sparkasse müsse sich, wie jedes betriebswirtschaftliche Unternehmen, an die neuen Entwicklungen anpassen. „Das heißt, ein Kontoauszugdrucker kostet Geld. Wir müssen Miete für ihn zahlen und ihn mit Papier befüllen.“ Und in Zeiten, in denen sich das Kundenverhalten ändere und viele Menschen das Angebot des Online-Bankings nutzen, fallen einige Geräte weg. Reinhard Hellwig ist nicht zufrieden mit der Auskunft. Er nutzt das Internet nicht, um seine Bankgeschäfte zu regeln. Und auch dem Angebot, sich die Kontoauszüge regelmäßig gegen einen Aufpreis mit der Post nach Hause schicken zu lassen, kann er nichts Gutes abgewinnen.

Carolin Riemer

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