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Barth bekommt ein Vinetarium

Barth Barth bekommt ein Vinetarium

Für 29,4 Millionen Euro soll am Hafen ein Freizeitkomplex mit Schwimmbad, Bowlingbahn, Restaurant, Kinosälen, Wellness- und Fitnessangeboten, Geschäften und Ferienwohnungen entstehen

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So soll das Vinetarium aussehen. Der Komplex soll für knapp 30 Millionen Euro am Barther Hafen entstehen. Markantes Wahrzeichen wird ein 15 Meter hohes Kuppeldach mit einem Durchmesser von 30 Metern sein. Simulation/

Quelle: Architekturbüro/detlef Lübcke

Barth. „Alles was in Barth bisher fehlte, bekommen wir nun auf einen Schlag“, sagte Bauausschussvorsitzender Ernst Branse (CDU) während der Sitzung am Dienstagabend zur Präsentation des Projektes „Barther Vinetarium“. Der Freizeitkomplex mit Schwimmbad, Bowlingbahn, Restaurant, zwei Kinosälen, Wellness- und Fitnessangeboten, kleinen Geschäften und 40 Ferienwohnungen soll auf dem ehemaligen Fischfabriksgelände am Hafen entstehen. Aufgrund des großen Investitionsvolumens von 29,4 Millionen Euro komme nach Auffassung Branses der richtigen Vertragsgestaltung immense Bedeutung zu. „Es gibt genug Beispiele für Kommunen, denen ein Schwimmbad später finanziell auf die Füße gefallen ist.“ Der Vertrag soll bis zur nächsten Stadtvertretersitzung sein.

 

OZ-Bild

Kino, Schwimmbad und Bowlingbahn allein hätten sich nicht gerechnet.“ Bürgermeister Stefan Kerth (SPD)

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Das Projekt in Zahlen

14 400 Quadratmeter wird die Nettofläche des Vinetariums betragen.

5640 Quadratmeter davon entfallen auf den öffentlichen Bereich.

4300 Quadratmeter stehen für die Wohnbebauung zur Verfügung.

2600 Quadratmeter sind für das Schwimmbad geplant.

500 Quadratmeter wird die Wasserfläche einnehmen.

86 Pkw-Stellplätze für Bewohner und Gäste wird die Tiefgarage bieten.

Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) sagte, dass sich die jahrelange Verhinderung einer Bebauung des Fischfabriksgeländes am Ende gelohnt habe. Nun gebe es ein Freizeitprojekt, das den Hafen nicht völlig zubaue. „Natürlich muss die Wirtschaftlichkeit stimmen. Kino, Schwimmbad und Bowlingbahn allein hätten sich nicht gerechnet“, so das Stadtoberhaupt. „Deshalb funktioniert es nur über die gleichzeitige Bewirtschaftung von Ferienwohnungen und Appartements.“

Der einheimische Architekt Daniel Brand hat das Projekt gemeinsam mit einem Dresdner Partnerbüro entwickelt. Er berichtete über die Vorgeschichte. Sie hatte 2014 mit einer gemeinsamen Ideenfindungsgruppe, die alle Wünsche zusammentrug, begonnen. Hintergrund sei die Erwartung einer zusätzlichen Kapazität von 1500 Gästebetten am Barther Hafen gewesen (Speicher II, Bossow-Gelände, Monser Haken). „Für diese Urlaubsgäste werden dringend saisonverlängernde Maßnahmen benötigt.“ Die Barther würden von den Angeboten ebenfalls profitieren, zum Beispiel beim Schulschwimmen. Investor Michael Budzinski von der II. Wohnen in Norden GmbH sei auf ihn mit eigenen Vorstellungen zugegangen. Er habe auch den Arbeitsnamen „Vinetarium“, der zu einem sich vor mehr als zehn Jahren zerschlagenen Projekt gehörte, übernommen. Themengerecht solle die Landschaft des Schwimmbades als versunkenes Vineta dargestellt werden.

Nach den Vorstellungen des zukünftigen Betreibers Us Play soll das Bowlingcenter zehn Bahnen und ein Restaurant mit 80 Plätzen, das Kino zwei Vorführsäle mit 130/180 Plätzen und mindestens zehn Meter breiten Leinwänden sowie das Schwimmbad drei 25-Meter-Bahnen und einen Nichtschwimmerbereich erhalten.

40 Arbeitsplätze sollen hier entstehen, davon 20 wenigstens für fünf Jahre vom Schweriner Wirtschaftsministerium geförderte.

„Der Investor verfolgt das sportliche Ziel, im Sommer 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen und diese bereits 2018 abzuschließen“, informierte Architekt Brand.

Markantes Wahrzeichen werde ein 15 Meter hohes Kuppeldach im Durchmesser von 30 Metern sein, das sich nach der Fuller-Methode (USA 1954) aus hölzernen Dreiecken zusammensetzt. Unten werde es verglast, oben mit einer mehrlagigen Membran bespannt sein, sagte Brand. „Es soll etwas Einmaliges sein – kein Schwimmbad in einer Supermarkthalle.“

Der gesamte Komplex wird den Grundriss eines abgeflachten U haben, das zur Boddenseite einen gestalteten Innenhof einschließt. An der Hafenstraße werden sich Klinker- und Putzfassaden sowie vor- und zurückgezogene Haus- und Etagenfronten abwechseln, um den Eindruck eines gewachsenen Gebäude-Ensembles zu vermitteln.

„Man muss diese Gelegenheit zur Super-Saisonverlängerung nutzen – eine Alternative gibt es nicht“, forderte Daniel Brand die Ausschussmitglieder auf.

Nur Ausschussmitglied Lothar Wiegand (Die Linke) sah Anlass zur Kritik. „Betonkästen haben wir in Barth-Süd schon genug.“ Deshalb sollte man wenigstens an der westlichen Fassade gestalterische Elemente der einstigen „Weißen Villa“ einfließen lassen, so sein Vorschlag.

Volker Stephan

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