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Barth beschließt das Jühlke-Jahr

Barth Barth beschließt das Jühlke-Jahr

Heute der Höhepunkt: Große Leistungsschau der Gartenvereine, Profi-, Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner

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Iris Kappmeier und Petra Paulat ernten Äpfel im Garten. Aus ganz Mecklenburg-Vorpommern werden heute Gärtner Obst in und am Barther Vineta-Museum ausstellen. Foto/Repros: Wolfgang Maxwitat/Detlef Lübcke

Barth. Noch einmal kommt der Gartenbauvisionär Ferdinand Jühlke (1815 bis 1893) in seiner Geburtsstadt Barth ganz groß zu Ehren: Zum Höhepunkt und Abschluss des Jühlke-Jahres wird dort heute eine Leistungsschau der regionalen Gartenvereine, Profi- Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner im und am Vineta-Museum gezeigt. Von 13 bis 17 Uhr wird die große Blumen-, Obst- und Früchteschau präsentiert.

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Heute der Höhepunkt: Große Leistungsschau der Gartenvereine, Profi-, Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner

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Auf den Tag genau vor 171 Jahren gründete sich

der Gartenbau-Verein für Neuvorpommern und Rügen.“ Dr. Gerd Albrecht, Leiter Vineta-Museum

Dass die Schau auf den 8. Oktober fällt, hat einen besonderen Grund. Dr. Gerd Albrecht, Leiter des Vineta-Museums, verrät ihn: „Auf den Tag genau vor 171 Jahren gründete sich der Gartenbau-Verein für Neuvorpommern und Rügen und seine erste öffentliche Aktivität war eine viel besuchte Fruchtausstellung in Eldena.“ Ferdinand Jühlke war der Sekretär des Vereins.

Jühlke wirkte als Begründer und Organisator zahlreicher Gartenleistungsschauen. An ihn soll auch der heutige Gartentag in Barth erinnern. „Gärtner aus ganz Mecklenburg-Vorpommern werden das reichliche Obst dieses Jahres ausstellen, das sich durch den angenehmen Spätsommer in einer besonders guten Qualität zeigt“, macht Gerd Albrecht neugierig.

Aber auch Kuriositäten sind willkommen. Die „unterhaltsamste Besonderheit“ soll ebenso prämiert werden wie die qualitätsvollsten und seltensten Früchte. Wer möchte, kann neben den Früchten auch sein schönstes Gartenfoto (maximale Größe bis A3) einreichen und ausstellen.

Viele Sorten können probiert werden, um die Entscheidungen zu erleichtern, welchen Baum man zukünftig in seinen Garten pflanzen möchte. Mit den Vorpommerschen Baumschulen Zetelvitz wird eine starke regionale Fachfirma vertreten sein. Sie ist im bundesdeutschen Sortenerhaltungsprogramm tätig und bemüht sich seit Jahrzehnten um den Erhalt der regionalen Sortenvielfalt. Bäume und Sträucher aus der Region für die Region werden in Barth angeboten.

Wer seine eigenen Obstsorten nicht namentlich benennen kann, hat heute die Chance, diese durch einen der erfahrensten Vertreter des Pomologenvereins Mecklenburg-Vorpommern bestimmen zu lassen:

Landessprecher Horst Friedrich hat sein Kommen zugesagt.

Auch der Pommern liebstes Gemüse, der Kartoffel, wird auf der Leistungsschau in Barth viel Raum eingeräumt. Dr. Heinz Mecklenburg vom Tribseer Kartoffelmuseum wird eine ungeahnte Sorten-Vielfalt demonstrieren. Mit Herbst- und Gartenliedern wird der Ribnitzer Klarissenchor die Besucher um 15 Uhr erfreuen.

Ferdinand Jühlke konnte als einer der anerkanntesten Pomologen (Fruchtkundler) seiner Zeit mehr als 400 Obstsorten unterscheiden. Er war der beste Chronist der regionalen Gartengeschichte. Jühlke würdigte die regionalen Obstsorten mit folgenden Worten: „Unsere alten Obstbäume erzählen oft viel deutlicher, als die Geschichte es vermag, die Thaten der Ahnen, ihr Ringen mit den Naturkräften, ihre Siege, die sie Schritt vor Schritt auf oft widerspenstigem Boden errangen, den Frieden, den sie im weitschattigen Baume und seinen verbesserten Früchte mit der im verschönertem Gewande umgeschaffenen Gegend erschlossen.“

Die Stadt Barth feiert ihren Ehrenbürger Ferdinand Jühlke anlässlich zweier Jubiläen. Dazu hat sie ein Jühlke-Jahr ausgelobt. Das erste Jubiläum: der 200. Geburtstag Jühlkes. Er wurde am 1. September 2015 begangen. Das zweite Jubiläum: 1866, also vor 150 Jahren, erfolgte seine Berufung zum Königlich Preußischen Hofgartendirektor nach Potsdam-Sanssouci. Alle Aktivitäten sollen an Jühlke erinnern und an den seinerzeit in Barth gelebten Geist anknüpfen. Er hatte sich sehr für die Boddenstadt engagiert. Jühlke entwarf und verwirklichte Pläne zur Verschönerung des Marktplatzes und der Neuen Anlagen. Schirmherr des Jühlke-Jahres ist MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Das Jühlke-Jahr ist am 1. September 2015 eröffnet worden – mit dem ersten Teil der Ausstellung „Vom Pommerschen Krummstiel bis Sanssouci“. Bis zum 7. November wird im Vineta-Museum der zweite Teil gezeigt. Am 200. Geburtstag des königlich-preußischen Hofgarten-Direktors zeigten Floristen-Lehrlinge aus Ribnitz- Damgarten auf dem Hof des Vineta-Museums eine Hutmodenschau. Im November sind 1500 Tulpen- und Krokuszwiebeln von Barthern bei einer Mitmachaktion in die Erde gesetzt worden. Im Mai ist am Vineta-Museum ein großer Garten-Kunst-Handwerker-Markt ausgerichtet worden.

Detlef Lübcke

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