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Barth nimmt erneut Anlauf zur Tourismusabgabe

Barth Barth nimmt erneut Anlauf zur Tourismusabgabe

Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung soll sie zum 1. März eingeführt werden / Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) informiert im Fachausschuss

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Wir möchten den touristischen Teil unserer Internetseite viel breiter aufstellen. Stefan Kerth (SPD), Bürgermeister Barth

Barth. Auf ein Neues: In der Barther Stadtvertretung soll am Donnerstag noch einmal Anlauf für die Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe genommen werden. In der letzten Stadtvertretersitzung Mitte November fiel die vorgelegte Kalkulation bei einer großen Mehrheit durch. Die Entwürfe zur Kalkulation und Satzung gingen daraufhin zurück in die städtischen Fachausschüsse.

Nun wollte sich der Barther Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur damit beschäftigen, um für die Stadtvertreter eine Empfehlung abzugeben. Doch: Der Ausschuss war nicht beschlussfähig. „Die Grippe hat zugeschlagen, die meisten Mitglieder sind leider erkrankt und ließen sich entschuldigen“, begründete der stellvertretende Vorsitzende Holger Friedrich (SPD).

Nichtsdestotrotz informierte Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) die wenigen erschienenen Ausschussmitglieder und Bürger im Rathaussaal über seiner Meinung nach relevante Punkte zur Fremdenverkehrsabgabe. Die Abgabe solle zur Finanzierung einer wesentlich verbesserten touristischen Werbung erhoben werden, machte Kerth deutlich. Die bisherige Werbung der Stadt bezeichnete er als nicht zufriedenstellend, um Touristen nach Barth zu locken.

„Durch die Erhöhung des Werbeetats sollen die Besucherzahlen kontinuierlich erhöht werden“, sagte Kerth. Der bisherige Etat reiche dafür nicht aus. Daher werde von der Stadtverwaltung zum wiederholten Mal die Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe vorgeschlagen, so der Bürgermeister.

Ein direkter Zusammenhang bestehe zur geplanten Gründung eines Tourismusbetriebes. Ein Tourismusbetrieb ohne eine solide Finanzausstattung für das Marketing würde nach Auffassung Kerths aber seinen Zweck verfehlen. Dafür die Fremdenverkehrsabe. Die Einnahmen sind zweckgebunden für Maßnahmen zur Förderung des Tourismus bestimmt – insbesondere für die Fremdenverkehrswerbung. Nach der Kalkulation rechnet die Stadt mit Einnahmen von jährlich 35000 Euro. Zusammen mit den bisher von der Stadt eingesetzten Mitteln würde das insgesamt etwa 70000 Euro ergeben.

Stadtvertreter hatten in der letzten Sitzung moniert, dass in der Kalkulation die Werbekosten unzureichend erläutert wären. Besonders die beabsichtigte Neugestaltung der städtischen Internetseite sei nicht nachvollziehbar dargestellt, hieß es. „Diese Ergänzungen sind vorgenommen worden“, erklärte Stefan Kerth. Sie lägen dem aktualisierten Plan bei. Kerth merkte an, dass die Stadtverwaltung die Kosten durch Nachfrage bei vergleichbaren Städten, dem regionalen Tourismusverband und durch Internetrecherche ermittelt habe.

Zur geplanten Neugestaltung des Internetauftrittes erklärte Stefan Kerth, dass sich die potentiellen Gäste der Stadt immer mehr online über ihre künftiges Reiseziel informierten. „Die Stadtverwaltung möchte deshalb den touristischen Teil der Internetseite viel breiter aufstellen, um mehr Gäste anzusprechen“, ließ der Bürgermeister wissen. Um das Ziel zu erreichen, seien erste Gespräche mit Nachbarorten und dem regionalen Tourismusverband geführt worden.

Stefan Kerth hofft, dass sich die Kalkulation und Satzung zur Fremdenverkehrsabgabe in der nächsten Stadtvertretersitzung durchsetzen können. Nachdem zum 1. Juli 2016 bereits die Kurabgabe in Barth eingeführt wurde, soll die Fremdenverkehrsabgabe nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung zum 1. März 2017 folgen. Damit könnte sie dann noch rechtzeitig zur Hauptsaison auf den Weg gebracht werden.

Durch die Prädikatisierung zum staatlich anerkannten Erholungsort hat die 8000-Einwohner-Stadt die Möglichkeit, beide Abgaben zu erheben. Die Fremdenverkehrsabgabe kann die Boddenstadt von Unternehmern einfordern, die vom Tourismus profitieren.

Detlef Lübcke

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