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Barther Hafen wird auf die Saison vorbereitet

Barth Barther Hafen wird auf die Saison vorbereitet

Vandalismus am Barther Hafen: Es herrschte etwas gedrückte Stimmung, als sich der Barther Bauamtsleiter Manfred Kubitz gestern von Hafenmeister Stephan Wenke die Schäden zeigen ließ.

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Die „Excellence Coral“ wird auch 2016 wieder zu den Stammgästen im Barther Hafen zählen.

Quelle: Fotos: Volker Stephan

Barth. Vandalismus am Barther Hafen: Es herrschte etwas gedrückte Stimmung, als sich der Barther Bauamtsleiter Manfred Kubitz gestern von Hafenmeister Stephan Wenke die Schäden zeigen ließ. Von zahlreichen Lichtpollern im Osthafen hatten Unbekannte am vergangenen Wochenende nachts die Schutzhauben aus Spritzguss entwendet — manchmal mit roher Gewalt. Die Nachfertigung passender Ersatzteile aus Edelstahl wurde bereits bei einem Barther Betrieb in Auftrag gegeben, darüber hinaus muss ein verschwundener Rettungsring neu beschafft werden. Die Schadenshöhe bezifferte der Hafenmeister auf rund 1300 Euro. Geld, das für andere wichtige Dinge nicht mehr zur Verfügung steht. Denn bevor die Saison startet, müssen noch weitere, wichtige Arbeiten durchgeführt werden.

OZ-Bild

Vandalismus am Barther Hafen: Es herrschte etwas gedrückte Stimmung, als sich der Barther Bauamtsleiter Manfred Kubitz gestern von Hafenmeister Stephan Wenke die Schäden zeigen ließ.

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Zahlen aus dem Buch des Hafenmeisters

3160 Schiffsbewegungen (Hafen und Werften) wurden im vergangenen Jahr gezählt.

805 auswärtige Sportboote machten fest.

120 Tonnen Güter wurden im Barther Hafen umgeschlagen, 102 Tonnen Fisch angelandet. Zwölf Flusskreuzer machten fest.

23 Anläufe von Flusskreuzern sind dieses Jahr bisher geplant.

Im Zuge der planmäßigen Instandhaltungsarbeiten wurden in den vergangenen Tagen zehn marode Festmacherpfähle ausgetauscht. Kosten: rund 7500 Euro. „Allerdings nur für das Rammen, denn die Stämme aus unserem Stadtforst haben uns keine Kosten verursacht“, so Manfred Kubitz.

Der Barther Bildhauer Tobias Bork soll vorerst wieder sieben Festmacherdalben ihre vielbestaunten, jeweils ganz individuellen Gesichter geben. Doch dieses Mal wollen er und seine Auftraggeber den in Wassernähe schnell voranschreitenden Alterungsprozess überlisten. „Tobias Bork wird die Gesichter nicht mehr direkt in das Holz der Pfähle einarbeiten, sondern sie in seiner Werkstatt aus Hartholz gestalten“, beschrieb Manfred Kubitz die Vorgehensweise. „Die schalenartig geformten Segmente mit den Gesichtern werden dann in ausgesparte Bereiche der Pfähle eingesetzt.“ Als großen Vorteil nannte er die Nachhaltigkeit — beim kommenden Pfahlwechseln lassen sich die Gesichter schnell demontieren und in die nächste Pfahlgeneration einsetzen.

Vom städtischen Haushalt abhängig ist die Anschaffung einer Webcam für den Hafen. In Verbindung mit den sieben Lichtstrahlern, die in Kürze auf dem Dach der Ballastkiste installiert werden sollen, würden sie einen Beitrag zur Verbesserung von Ordnung und Sicherheit am Hafen leisten. Nicht zu vernachlässigen sei die touristische Wirkung der Webcam, wenn im Internet stets aktuelle Ansichten des Barther Hafens verfügbar wären, ist der Bauamtsleiter überzeugt.

Er stellte den Baubeginn für die elf Häuser des östlichen Hafenquartiers (Bossow-Fläche) für das späte Frühjahr 2017 in Aussicht. Darüber hätten die Investoren informiert, die bereits drei Bauanträge eingereicht hätten und an den restlichen arbeiten würden. Zuvor müssten aber die Spundwände für den neuen Wasserwanderstützpunkt gerammt werden, wofür ein bautechnischer Vorlauf von etwa sieben Monaten nötig sei. Nach Ansicht von Manfred Kubitz müssten die Arbeiten deshalb spätestens im November beginnen, was auch für das benachbarte Hotel eine akzeptable Lösung darstelle. „Zurzeit arbeitet die Stadt noch an den Voraussetzungen, um die Förderung für das neue Hafenbecken bewilligt zu bekommen.“ Die Bauherren, die im Speicher II insgesamt 71 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größen schaffen wollen, hätten das Bauamt informiert, höchstwahrscheinlich Ende Mai mit dem Ausbau zu beginnen.

Hafenmeister Wenke stellte einige Inhalte der neuen Hafenordnung und der neuen Hafengebührensatzung vor, die am 21. April von den Stadtvertretern beschlossen werden sollen. Die Gebühren für Dauerlieger im Sportbootbereich sollen etwas sinken, die für die Berufsschifffahrt leicht steigen. Konstant bleiben die Gebühren für Tagesgäste. Die maximal zulässige Geschwindigkeit im Hafenbecken wird auf vier Knoten abgesenkt, das Angeln im Bereich der beiden Wirtschaftshäfen verboten.

Im Sommer stehe die Erneuerung der Hafenbetriebserlaubnis für die nächsten zehn Jahre durch den Landkreis auf dem Plan, wofür zahlreiche Voraussetzungen beim Umweltschutz und Entsorgungsmanagement zu erfüllen seien, wie Manfred Kubitz ankündigte.

Von Volker Stephan

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