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Barther blockiert zehn Mal den Notruf

Barth Barther blockiert zehn Mal den Notruf

Der 62-Jährige wollte sich über die Polizei beschweren und wählte dazu die 110 / Der alkoholisierte Mann beleidigte die Beamten mit übelsten Schimpfwörtern

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Der Mann wollte nur mit gebürtigen Barthern sprechen und forderte die Polizeibeamten an seiner Tür auf, zu gehen.“ Polizeisprecherin Antje Unger

Barth. In Barth hat ein 62-jähriger Mann in den frühen Morgenstunden von seinem Mobiltelefon zehn Mal die Polizeinotrufnummer gewählt. Allerdings meldete der Barther keinen Notfall, sondern beschimpfte immer wieder die Polizei, wie gestern Antje Unger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund, berichtete. Die Anrufe liefen ab etwa drei Uhr bei der Einsatzleitstelle in Neubrandenburg auf.

Im ersten Telefonat wollte sich der alkoholisierte Mann über drei Polizeibeamte in Barth beschweren. Ein Mitarbeiter der Notrufzentrale hätte dem Anrufer daraufhin zu erklären versucht, dass die Notrufleitung nur für dringende Fälle reserviert sei. Der Mann sei darauf hingewiesen worden, dass er damit den Polizeinotruf blockiere und für Beschwerden einen anderen Weg wählen möchte. Doch der Mann ließ nicht locker. Kurz darauf griff er erneut zu seinem Handy und gab abermals die 110 ein. Das tat er danach noch acht weitere Male.

Da mehrere Notrufleitungen zur Einsatzleitstelle in Neubrandenburg geschaltet sind, war er mit verschiedenen Kollegen verbunden. Wieder und wieder hätte der Anrufer die Mitarbeiter mit übelsten Schimpfwörtern beleidigt, berichtete Antje Unger. Als er den Polizeinotruf zum zehnten Mal blockierte, sei ihm angedroht worden, dass ihm im Wiederholungsfall entweder das Handy vorläufig abgenommen oder er in Gewahrsam genommen werde. Der Mann gab dann Ruhe.

Zuvor richtete der aufgebrachte Barther der Einsatzleitstelle jedoch aus, dass er anwaltlich gegen die Art und Weise seiner Behandlung vorgehen werde.

Der Anrufserie vorausgegangen war gegen 2.15 Uhr ein Anruf des Mannes beim Polizeirevier in Barth. Er hätte angegeben, in seiner Wohnung mit einem Messer bedroht zu werden, erklärte Antje Unger. „Er klang sehr ruhig und gefasst, was eigentlich ungewöhnlich ist, wenn jemand tatsächlich bedroht wird“, so die Polizeisprecherin.

Als zwei Streifenbeamte kurz darauf an seiner Haustür in der Barther Innenstadt klingelten, hätte zunächst niemand geöffnet. Auch nach mehrfachem Klingeln nicht. Daraufhin hätte der Diensthabende des Polizeireviers den Mann zurückgerufen und ihn gebeten die Beamten hineinzulassen. Erst zehn Minuten später hätte er die Tür geöffnet – einen Spalt breit.

„Der Mann war unverletzt“, so Antje Unger. Er hätte den beiden Polizisten mit immer lauter werdendem Ton erklärt, dass es ihre Aufgabe sei, ihn zu schützen. Der 62-Jährige hätte ihnen zu verstehen gegeben, dass er nur mit gebürtigen Barthern reden wolle und die Streifenpolizisten mit unflätigen Worten aufgefordert, zu gehen. Er sei auf die Straße gegangen und hätte laut Schimpfwörter gegen die Polizei ausgerufen.

Danach machte er sich auf zum Barther Polizeirevier. „Dort beschimpfte und beleidigte er den Schichtführer und forderte nochmals, dass die Polizei Bürger zu schützen habe“, sagte Antje Unger. Der Mann sei daraufin unter Androhung eines Hausverbotes aufgefordert worden, die Dienststelle zu verlassen. Schimpfend folgte er gegen 2.50 Uhr der Aufforderung.

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von 0,61 Promille. Er wird sich nun wegen Missbrauchs des Notrufes und Beleidigung zu verantworten haben. Für den Notruf-Missbrauch droht ihm eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr.

Detlef Lübcke

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