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Barther freuen sich über Finanzspritze

Barth Barther freuen sich über Finanzspritze

Reaktionen auf die Zusage von zwei Millionen Euro für die Sanierung von Papenhof und Marienkirche

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Diese Summe hilft uns mit dem Papenhof einen Riesenschritt weiter.“ Bürgermeister Stefan Kerth (SPD)

Barth. Solche Nachrichten hört man gern in Barth: Für die Instandsetzung des mittelalterlichen Papenhofes stellt der Bund im kommenden Jahr 1,47 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Restaurierung der Kirche St. Marien sind 667000 Euro aus dem Bundeshaushalt vorgesehen (die OZ berichtete gestern).

„Wir haben Glück gehabt“, reagierte gestern Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) auf die Entscheidung in Berlin. Dort hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am Donnerstag den Weg für die Fördergelder freigemacht. „Die fast 1,5 Millionen Euro helfen uns einen Riesenschritt weiter“, sagte Kerth. „Ohne diese Hilfe wüsste ich nicht, wie wir den Papenhof in absehbarer Zeit stemmen sollten. Wir sind jetzt nah dran, das Vorhaben Realität werden zu lassen.“

Trotzdem bleibe die Instandsetzung des Papenhofes für die Stadt Barth angesichts der angespannten Haushaltslage eine schwierige Aufgabe. Nach aktueller Kostenschätzung würden 3,1 Millionen Euro für das Projekt benötigt. „Wir haben versucht, auch aus anderen Quellen finanzielle Hilfe zu bekommen und sind nach wie vor dabei, weitere Quellen zu erschließen“, ließ Kerth wissen. Fast 700000 Euro seien der Stadt aus dem europäischen Förderfonds Leader in Aussicht gestellt worden, außerdem kleinere Beträge durch Stiftungen.

„Dank der Unterstützung des Bundes bin ich überzeugt, dass wir im nächsten Jahr am Papenhof weiterbauen können“, sagte Kerth. Die Grundsicherung des Gebäudes ist 2014 erfolgt. Besonders die Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg (CDU) und Sonja Steffen (SPD) hätten sich für die Fördergelder eingesetzt. Kerth: „Ich weiß das sehr zu schätzen.“

„Wenn man ein so großes Kulturgut aufzuweisen hat, ist das Fluch und Segen zugleich“, sagte der Bürgermeister. Einerseits sei es einzigartig, andererseits koste die Erhaltung viel Geld. Der Papenhof gilt als ältester erhaltener Profanbau in der Region zwischen Rostock und Stralsund. Er ist aller Voraussicht nach das einzig erhalten gebliebenen Haus einer Kalandsbruderschaft, einem Zusammenschluss wohlhabender Bürger, im Land.

Sich in dem 500 Jahre alten Haus auf die Spuren der Vergangenheit begeben und diese wieder aufleben lassen – dazu sollen Besucher in Barth in Zukunft die Gelegenheit haben. Das Kleinod soll saniert werden und – mit einem Anbau versehen – künftig das städtische Museum beherbergen. Auf zwei Etagen sollen die Besucher künftig auf verschiedenen Pfaden durch das Haus von 1480 wandeln. Das Konzept sieht einen Architekturpfad, einen Familien- und Kinderpfad sowie einen Geschichtspfad vor. Letzterer soll Inhalte zu den Persönlichkeiten vermitteln, die einst im Papenhof gelebt haben. Auch der mehr als 3000 Quadratmeter große Garten soll wieder aufblühen. Im Dachgeschoss sind Sonderausstellungen geplant. Als Funktionsgebäude ist ein Anbau mit Foyer, Museumsshop, Sanitäranlagen, Aufzügen und Lager vorgesehen.

Auch Konrad Lanz, Vorsitzender des Barther Kirchbauvereins St. Marien, freut sich. Mit der Zuwendung von 667 000 Euro für die Marienkirche seien 50 Prozent der Kosten für die Sanierungsvorhaben abgedeckt, sagte er gestern. Im Frühjahr ist damit begonnen worden, die Gewölbe im nördlichen Seitenschiff zu restaurieren. „Wir hoffen, dass die Arbeiten Ende November abgeschlossen werden können“, sagte Lanz. Bereits seit über 20 Jahren ist die Barther Marienkirche eine Baustelle. Je nach Kassenlage wurden Einzelmaßnahmen umgesetzt. Das neue Langhausdach zählt dazu, die Kupferblecheindeckung des Turmes, die Orgelsanierung oder die Restaurierung der Tauffünte. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Im Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien für 2017 sei Geld für 26 Projekte im Nordosten vorgesehen, teilte der CDU-Haushaltspolitiker im Bundestag, Eckhardt Rehberg, gestern in Berlin mit. Rehberg sagte, der Kulturtourismus werde für das Land immer bedeutender. Mit ihm seien wichtige wirtschaftliche Effekte verbunden. „Diese können insbesondere im ländlichen Raum wesentlich dazu beitragen, die regionale Beschäftigungssituation zu stabilisieren.“

Detlef Lübcke

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